Monogatari Series () ist eine Light-Novel-Reihe die seit 2005 vom japanischen Autor Nisio Isin geschrieben, von dem taiwanischen Illustrator Vofan bebildert und von Kōdansha veröffentlicht wird.

Im Jahr 2009 wurden die ersten beiden Bände, Bakemonogatari, durch das Animationsstudio Shaft als Anime-Fernsehserie umgesetzt, 2012 folgten der vierte bis sechste Band, Nisemonogatari und Nekomonogatari Kuro, wiederum als Fernsehserie bzw. Miniserie. Die folgenden sechs Bände erschienen im Juli 2013 als Anime-Serie Monogatari Series: Second Season. Separat, aber in den Büchern ebenfalls Teil der Second Season, erschien 2014 Hanamonogatari. Die in der Buchreihe als Final Season zusammengefassten sieben Bücher Tsukimonogatari, Koyomimonogatari, Owarimonogatari und Zoku Owarimonogatari erschienen in den Jahren 2014 bis 2019. Die Prequel-Anime-Trilogie, Kizumonogatari, wurde in den Jahren 2016 und 2017 veröffentlicht. Eine Adaption als Manga, illustriert von Oh! Great, mit dem Titel Bakemonogatari wurde zwischen März 2018 und März 2023 in Kōdanshas Weekly Shōnen Magazine publiziert.

Handlung Bakemonogatari Die Handlung konzentriert sich auf den Oberschüler im dritten Jahrgang Koyomi Araragi, der einen Monat vor Beginn der Geschichte in der Golden Week von einer Vampirin angegriffen und gebissen wurde. Obwohl zum Vampir geworden, bleiben die Umstände unbekannt, wie er durch seinen Wohltäter Meme Oshino wieder zu einem Menschen wurde oder weshalb die angreifende Vampirin als Shinobu nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. Seit diesem Zwischenfall wird er immer wieder auf verschiedene übernatürliche Erscheinungen, Kaii () genannt, aufmerksam, die die Mitschülerinnen in seiner näheren Umgebung befallen haben.

Hitagi Crab Fast wieder zu einem normalen Menschen geworden, sieht Koyomi Araragi, wie seine Klassenkameradin Hitagi Senjōgahara kopfüber eine Treppe hinabstürzt. Ohne einen Gedanken zu verlieren, versucht er, sie aufzufangen, und bemerkt, dass sie ungewöhnlich leicht zu sein scheint. Über seine Schulsprecherin und gute Freundin Tsubasa Hanekawa erfährt er mehr über Hitagi, um kurz darauf von Hitagi selbst unter Druck gesetzt zu werden, über alles in Zukunft kein Wort mehr zu verlieren und sie in Ruhe zu lassen. Dabei verleiht sie ihrer Drohung Nachdruck und verletzt ihn mit einem im Mundwinkel angesetzten Tacker. Als er ihr dennoch folgt, um ihr seine Hilfe anzubieten, will sie ihm direkt offensiv gegenübertreten, erkennt jedoch, dass die durch sie verursachte Verletzung durch seine verbliebenen Selbstheilungskräfte bereits wieder verschwunden ist.

Verwundert nimmt Hitagi Senjōgahara sein Angebot zunächst an. Er bringt sie zu Meme Oshino, der in einer verlassenen Bauruine wohnt und ihr bei der Lösung ihres Problems helfen soll, dem sie aber nach jahrelanger erfolgloser Behandlungen misstrauisch gegenübersteht. Nach einer längeren Diskussion schickt er beide nach Hause, um Vorbereitungen zu treffen, damit sie später in der Nacht wieder zu ihm kommen können. In Hitagis Wohnung kommt es zwischen den beiden zu einer verbalen Auseinandersetzung, bei der sie bewusst ihre körperlichen Reize einsetzt, um sich einerseits bei Koyomi zu bedanken und andererseits ihn durch seine Verlegenheit in die Ecke zu drängen.

Später am Abend kehren sie zu Memes „Wohnung“ zurück, wo sie um Mitternacht den verantwortlichen Gott (Kami), der für Hitagis extremen Gewichtsverlust verantwortlich ist, beschwören wollen. Im Verlauf der Zeremonie zeigt sich der Gott in Form einer Krabbe. Dieser hatte einst nicht nur ihr Gewicht genommen, sondern vielmehr ihre schmerzlichen Erinnerungen an ihre Mutter. Die „Last“ dieser Erinnerungen daran, wie ihre Mutter einer Sekte verfiel, an eine Beinahe-Vergewaltigung Hitagis durch den Sektenführer und an die Zerstörung ihrer ganzen Familie, wurde ihr genommen. Fortan will sie diese Erinnerungen selbst tragen und verarbeiten und gewinnt dadurch ihr normales Gewicht zurück.

Am nächsten Morgen, nachdem Koyomi unsanft von seinen beiden Schwestern geweckt worden ist, stellt er sich auf die Waage und muss feststellen, dass sich sein Gewicht verdoppelt hat.

Mayoi Snail Muttertag – Koyomi, der nach einem Streit mit seiner jüngeren Schwester Karen, bei dem es darum ging, dass er am Muttertag absichtlich nicht zu Hause sei, von zu Hause geflüchtet ist, trifft zufällig auf einem Spielplatz auf Hitagi. Diese beschließt ihn hinsichtlich seiner Persönlichkeit spielerisch zu hinterfragen und zeigt dabei, dass sie nach wie vor provokante Gespräche führen kann. So führt sie ihn mit ihrer Wortwahl an der Nase herum und liefert sich mit ihm diverse verbale Gefechte. Immer wieder in die Ecke getrieben und in seiner Argumentation unterlegen, entdeckt er im Hintergrund ein scheinbar orientierungsloses junges Mädchen namens Mayoi Hachikuji. Als er sie länger ratlos an einer Haltestelle herumlaufen sieht, beschließt er, ihr seine Hilfe anzubieten. Sie zeigt ihm jedoch ihre tiefste Abneigung und versetzt ihm nach seiner Niederlage im Gespräch mit Hitagi einen weiteren Schlag. Die darauffolgende Auseinandersetzung endet in einem kurzen Kampf, bei dem Koyomi Mayoi bewusstlos schlägt und er sich wie ein Sieger fühlt – danach aber erst wahrnimmt, dass er eine Grundschülerin verprügelt hat.

Mayois Problem besteht darin, nicht mehr den Weg nach Hause zu ihrer Mutter zu finden. Schuld daran soll der Geist einer „verirrten Schnecke“ sein, der verhindert, dass sie ihr Ziel jemals erreicht. Als auch Hitagi hinzukommt, fragt Koyomi sie, ob sie die gesuchte Adresse kenne, da sie selbst früher in der Nähe wohnte. Da Hitagi die Adresse kennt und sie durch die Straßen führt, müssen sie schließlich feststellen, dass auch sie sich auf dem Weg jedes Mal verlaufen. Letztlich bittet Koyomi erneut Meme Oshino um Hilfe, der in diesem Falle von Hitagi aufgesucht wird, um die für ein Ritual nötigen Sachen zu besorgen. Während Koyomi mit Mayoi auf dem Spielplatz warten und durch ihre Launenhaftigkeit immer wieder neue Streitereien ausbrechen, treffen sie auch auf Tsubasa Hanekawa auf ihrem Spaziergang, der Mayoi, wie anfangs zu Koyomi, ihre tiefste Abneigung zeigt. Von Tsubasa schnell, aber liebevoll zurechtgewiesen, beginnt Koyomi mehr über das Leben von Mayoi herauszufinden: Als einziges Kind in einer zerrissenen Familie blieb sie nach der Scheidung bei ihrem Vater, durfte ihre Mutter nicht wiedersehen und konnte sich nach einiger Zeit nicht mehr an ihr Gesicht erinnern. Darum wollte sie am Muttertag ihre Mutter besuchen.

Als Hitagi zurückkehrt, entschuldigt sie sich bei Koyomi, da sie sich die heutigen Ereignisse und sein Verhalten nicht erklären konnte. Sie erzählt ihm, dass sie die ganze Zeit über Angst hatte, wieder „anders“ zu sein, denn sie konnte Mayoi weder hören noch sehen. Meme erklärte ihr, dass Mayoi bereits seit einigen Jahren tot ist und nur von Menschen gesehen werden kann, die den unbewussten Wunsch haben, nicht nach Hause gehen zu wollen, und dass sie selbst der Geist der „verirrten Schnecke“ sei. Hitagi sagt ihnen, dass es einen einfachen Trick gibt, zum Haus ihrer Mutter zu führen – und dass danach Koyomis einziges Problem darin bestehen wird, dass sie sich in ihn verliebt hat.

Sie erreichen den Ort der Adresse, bei der es sich mittlerweile um ein leeres Baugrundstück handelt. Dennoch ist Mayoi überglücklich und sagt, dass sie zu Hause sei und verschwindet. Koyomi, der durch Hitagis Liebesgeständnis verwirrt ist, wird von ihr zur Rede gestellt, weil sie von ihm bisher keine Antwort darauf erhalten hat. Ihr wieder hoffnungslos unterlegen, erwidert er ihre Gefühle, möchte aber, dass sie in Zukunft nichts mehr voreinander verbergen sollen.

Am nächsten Morgen auf dem Schulweg trifft Koyomi überraschenderweise erneut auf Mayoi. Sie erklärt ihm, dass sie von einem „ortsgebundenen Geist“ (地縛霊 jibaku-rei) zu einem „umherwandernden Geist“ (浮游霊 fuyū-rei) „befördert“ wurde und sie sich von Zeit zu Zeit wieder begegnen werden.

Das Hauptmerkmal in ihrer Beziehung mit Koyomi ist, dass sie ihn immer mit Aragi, Arararagi oder Ararararagi anspricht, woraufhin er ihr entgegnet, dass sie seinen Namen falsch ausspreche, sie darauf mit verstellt süßem Verhalten sagt, dass sie sich versprochen hat und er dann verärgert darauf reagiert, damit sie die Wahrheit sagt. Koyomis Begrüßung gegenüber ihr ist immer eine Form von körperlicher sexueller Belästigung.

Suruga Monkey Während einer weiteren Begegnung zwischen Mayoi und Koyomi stürmt eine Schülerin der Unterstufe vorbei und stellt sich Koyomi als Suruga Kanbaru vor. Sie versucht, ihn in eine oberflächliche Unterhaltung zu verwickeln, um etwas über Hitagi Senjōgahara zu erfahren. Als er später Hitagi auf Suruga anspricht, reagiert diese ablehnend und aggressiv auf dieses Thema. Nachdem sich die Situation schneller entspannt, als sie eingetreten ist, erzählt sie ihm, dass sie und Suruga früher beste Freundinnen waren, bis auch sie Hitagis Geheimnis herausgefunden hatte. Darauf drohte sie ihr auf ähnliche Weise, wie es bei Koyomi der Fall war, mit dem Unterschied, dass sich Suruga wie gewollt von ihr fernhielt.

Von Tsubasa erfährt er, dass beide in der Mittelschule die Stars ihrer Sportteams waren und sich sehr gut verstanden haben. Auf seinem Heimweg von Hitagi wird er an einem Bahnübergang von einer Person in einem Regenmantel angegriffen und bleibt schwer verletzt auf den Gleisen liegen. Als plötzlich Hitagi auftaucht, ist das Wesen verschwunden, stattdessen sagt sie ihm, dass er das Geld für Meme Oshinos Hilfe bei ihr vergessen habe und sie ihn dafür bestrafen wollte. Sie bleibt aber bei ihm, bis seine Verletzungen verheilt sind.

Am nächsten Tag trifft er sich mit Suruga und erhält eine Entschuldigung für ihren Angriff auf ihn. Sie erzählt ihm, dass sie nach dem Tod ihrer Eltern eine Affenpfote gefunden hatte, die nun ihren linken Arm befallen hat und unter einem Verband steckt. Seitdem kann sie ihren Arm zeitweise nicht mehr kontrollieren. Außerdem gesteht sie ihm, dass sie eine Lesbe und Hitagi ihre unerwiderte Liebe sei. Davon wesentlich mehr geschockt, bringt er sie zu Meme Oshino, der ihr sofort die Wahrheit über ihre Situation erklärt.

Nachdem Surugas Eltern gestorben sind und sie sich nicht in eine neue Schule integrieren konnte, fand sie eine getrocknete Affenpfote, von der sie hoffte, dass sie ihre Wünsche erfüllen würde. So wünschte sie sich, die schnellste Läuferin zu sein. Tatsächlich fehlten am darauffolgenden Tag die schnellsten Schüler krankheitsbedingt in der Schule. Suruga hingegen hatte einen Traum, in dem sie diese Schüler auf grauenhafte Weise verprügelte. Als sie darauf die Erzählung „Die Affenpfote“ las, war sie schockiert über die Wirkung ihrer Wünsche und versteckte diese. Als sie jedoch von Hitagis Problem erfuhr, suchte sie die Pfote wieder heraus, um ihr helfen zu können, ließ aber nach Hitagis Drohungen davon ab. Erst als Suruga ein Jahr später sah, dass Hitagi in Koyomi ihre Liebe gefunden hatte, wünschte sie sich durch ihre Eifersucht die Liebe von Hitagi und Koyomi den Tod.