Die Max Aicher Arena (früher Eisstadion Inzell) ist eine Hallen-Kunsteisbahn mit einer 400-m-Eisschnelllaufbahn und einem Eishockey-Innenfeld. Bis Ende 2009 war es eine Freiluft-Anlage.

Vorgeschichte Etwa fünf Kilometer von Inzell entfernt befindet sich der Frillensee, der besonders zuverlässig schon früh im Jahr zufriert. Da der See mit 270 Metern Länge und 160 Metern Breite auf seiner zugefrorenen Fläche die Einrichtung einer Laufbahn von regulären 400 Metern Umfang zuließ, etablierte sich dort und in Inzell ab 1959 ein Zentrum des deutschen Eisschnelllaufsports. Dies um so mehr, als selbst in größeren Städten mit Eislauf-Vereinen wie dem damaligen West-Berlin, Hamburg und Köln nur „Kurzbahnen“ auf relativ kleinen Kunsteisflächen für Eisschnellläufer zur Verfügung standen.

Eisstadion in Inzell

Im Jahr 1965 wurde im Ort Inzell selbst eine 400-Meter-Kunsteisbahn mit einer angeschlossenen Kleinschwimmhalle gebaut. 1967/68 wurde eine Windschutzanlage mit Umkleiden, Sanitärräumen und Krafttrainingsraum errichtet.

1971 wurde nördlich der Eisbahn eine Leichtathletikanlage mit Spielfeld errichtet. Drei Jahre später wurde die Beleuchtungsanlage zur Hochmastanlage umgebaut. In den Jahren 1981/82 baute man ein Betriebsgebäude mit Garage sowie eine Wasseraufbereitungsanlage, Verwaltungs-, Trainer- und Unterrichtsräume. Die Kältetechnik wurde teilsaniert und eine Wärmepumpe eingebaut. Durch die Errichtung eines Tiefbrunnens wurde die Anlage auf Kühlwasserversorgung umgestellt. 1985 hat man die ganze Eisbahn vollständig saniert und Schwimmhalle, Saunabereich und den Bereich des Haupteinganges umgebaut, Sportlerunterkünften und Aufenthaltsräumen wurden geschaffen. 1993 sanierte man die Beleuchtungsanlage. 1995 kam eine neue Sporthalle hinzu. Zwischen 1995 und 1997 erneuerte man die Kälteanlage durch Austausch der bestehenden Kolbenverdichter in Schraubenverdichter mit elektronischer Steuerung.

Hallen-Neubau mini|Errichtung der hölzernen Dachkonstruktion mini|Innenansicht 2016 Ab September 2009 wurde über der vormaligen Freiluftanlage ein neues überdachtes Stadion für 36 Millionen Euro errichtet, das 6000 Zuschauer fassen kann. Im Dezember 2010 war Trainingsbeginn, offiziell eröffnet wurde das Stadion im März 2011 mit den Eisschnelllauf-Einzelstreckenweltmeisterschaften. Durch ein Name-Sponsoring sicherte sich der Freilassinger Bauunternehmer Max Aicher für 20 Jahre den Titel Max Aicher Arena. Der Name Ludwig Schwabl blieb in Form des Straßennamens Ludwig Schwabl Sportpark erhalten.

Veranstaltungen Internationale Wettkämpfe Einzelstreckenweltmeisterschaften 2005, 2011, 2019 Sprintweltmeisterschaft 1971, 1979, 1991, 2001 Mehrkampfweltmeisterschaft 1974, 1982, 1986, 1996 Mehrkampfeuropameisterschaft 1969, 1972 Weltcup 1985/86, 1986/87, 1987/88, 1988/89, 1989/90, 1990/91, 1991/92, 1992/93, 1993/94, 1994/95, 1996/97, 1997/98, 1998/99, 1999/2000, 2001/02, 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2007/08, 2012/13, 2013/14, 2015/16

Bahnrekorde (Max Aicher Arena) Die Max Aicher Arena zählt zu den schnellsten Eisschnelllaufbahnen der Welt.

Frauen Strecke Athlet Zeit Datum Wettkampf 100 m 10,38 25. Juli 2013 Deutsche Meisterschaften 2014 500 m 37,07 7. März 2024 Sprint-WM 2024 1000 m 1:12,86 8. März 2024 Sprint-WM 2024 1500 m 1:52,65 10. März 2024 Mehrkampf-WM 2024 3000 m 3:55,72 9. März 2024 Mehrkampf-WM 2024 5000 m 6:44,85 2. Februar 2019 Einzelstrecken-WM 2019 TeamPursuit(6 Runden) 2:55,78 9. Februar 2019 Einzelstrecken-WM 2019 Mehrkampf Athlet Punkte Datum Wettkampf 2 × 500 m 75,930 10.–13. März 2011 Einzelstrecken-WM 2011 Sprint-MK 158,610 24.–25. Oktober 2014 Österr. Sprintmeisterschaften 2014 Mini-MK 165,373 17.–18. Februar 2012 German Open 2012

Stand: 6. Dezember 2015speedskatingnews.info Max Aicher Arena Summe der auf 500 m heruntergebrochenen Einzelstrecken (500, 1000, 1500, 3000, 5000 Meter): 193,611 Pkt.

Männer Strecke Athlet Zeit Datum Wettkampf 100 m 9,89 25. Juli 2013 Deutsche Meisterschaften 2014 500 m 34,10 9. März 2024 Mehrkampf-WM 2024 1000 m 1:07,11 8. März 2024 Sprint-WM 2024 1500 m 1:41,77 10. März 2024 Mehrkampf-WM 2024 3000 m 3:40,60 3. Oktober 2015 Internationales Rennen 5000 m 6:06,28 9. März 2024 Mehrkampf-WM 2024 10.000 m 12:40,61 10. März 2024 Mehrkampf-WM 2024 TeamPursuit(8 Runden) 3:38,43 8. Februar 2019 Einzelstrecken-WM 2019 Mehrkampf Athlet Punkte Datum Wettkampf 2 × 500 m 69,100 10.–13. März 2011 Einzelstrecken-WM 2011 Sprint-MK 144,440 4.–5. März 2011 German Open 2011 Mini-MK 153,394 14.–15. Februar 2015 Frillensee-Cup 2015 Kleiner MK 154,152 4.–5. März 2011 German Open 2011

Stand: 6. Dezember 2015 Summe der auf 500 m heruntergebrochenen Einzelstrecken (500, 1000, 1500, 5000, 10.000 Meter): 178,797 Pkt.

Bahnrekorde (Eisstadion Inzell / Ludwig-Schwabl-Stadion) Frauen Strecke Athlet Zeit Datum Wettkampf 100 m 10,41 2. März 2003 Weltcup 2002/03 500 m 38,25 12. Oktober 2007 Int. Saisoneröffnung 2008 1000 m 1:16,10 21. Oktober 2006 Int. Rennen 2007 1500 m 1:57,21 15. Oktober 2005 Testrennen 2006 3000 m 4:06,55 10. Oktober 2008 Int. Season Opening 2009 5000 m 6:56,98 17. Oktober 2008 Int. Race 2009 10.000 m 17:38,00 7. März 1984 Friese Selectieteams En Gastrijdsters 1984 TeamPursuit(6 Runden) 3:05,81 3. März 2005 Einzelstrecken-WM 2005 Mehrkampf Athlet Punkte Datum Wettkampf Sprint-MK 154,865 29.–30. Dezember 2000 Deutsche Meisterschaften 2001 Mini-MK 168,271 13.–14. Februar 1982 Mehrkampf-WM 1982 Kleiner MK 166,069 29.–30. Dezember 2000 Deutsche Meisterschaften 2001

Stand: 8. Oktober 2013speedskatingnews.info Eisstadion Inzell/Ludwig-Schwabl-Stadion Summe der auf 500 m heruntergebrochenen Einzelstrecken (500, 1000, 1500, 3000, 5000 Meter): 198,159 Pkt.

Männer Strecke Athlet Zeit Datum Wettkampf 100 m 9,52 1. März 2003 Weltcup 2002/03 500 m 35,17 22. Februar 2004 Weltcup 2003/04 1000 m 1:09,65 17. Februar 2008 Weltcup 2007/08 1500 m 1:47,81 21. Oktober 2006 Int. Rennen 2007 3000 m 3:43,34 11. Oktober 2008 Int. Season Opening 2009 5000 m 6:25,61 3. März 2005 Einzelstrecken-WM 2005 10.000 m 13:25,61 5. März 2005 Einzelstrecken-WM 2005 60 min 39.667,26 mDer neue deutsche Rekord des Marathonmannes auf www.speedskatingstats.com 21. Februar 1998 Nationales Rennen 1998 TeamPursuit(8 Runden) 3:53,76 6. März 2005 Einzelstrecken-WM 2005 Mehrkampf Athlet Punkte Datum Wettkampf Sprint-MK 142,325 16.–17. Februar 2008 Weltcup 2007/08 Mini-MK 160,378 4.–7. Februar 2008 Rumänische Meisterschaften 2008 Kleiner MK 155,924 4.–6. Januar 2008 Deutsche Meisterschaften

Stand: 8. Oktober 2013 Summe der auf 500 m heruntergebrochenen Einzelstrecken (500, 1000, 1500, 5000, 10.000 Meter): 184,772 Pkt.

Aufgestellte Weltrekorde Liste der jüngsten fünf in der Max Aicher Arena aufgestellten Weltrekorde im Eisschnelllauf (mit Eisstadion Inzell und Ludwig-Schwabl-Stadion).

Nr. Disziplin Zeit / Punkte Athlet Datum 64 Kleiner MK 160,454 Gerard Kemkers 16.–17. März 1990 63 1500 Meter 2:02,23 Karin Kania-Enke 6. März 1986 62 10.000 Meter 14:12,14 Geir Karlstad 16. Februar 1986 61 Mini-MK 168,271 Karin Busch 13.–14. Februar 1982 60 1000 Meter 1:14,99 Eric Heiden 17. Februar 1979 Liste mit allen aufgestellten Weltrekorden

Weblinks

Webpräsenz der Max Aicher Arena Eisstadion Inzell bei Stadionwelt Arenen (vor dem Umbau 2009–2011)

Einzelnachweise

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