Hedypnois rhagadioloides (Syn.: Leontodon rhagadioloides ) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
mini|Hedypnois rhagadioloides mini|Fruchtstand Beschreibung Hedypnois rhagadioloides ist ein einjähriger Schaft-Therophyt, der Wuchshöhen von 3 bis 25 Zentimeter erreicht. Der Stängel ist aufsteigend, einfach oder wenigästig und oft blattlos. Die Blätter sind behaart und meist buchtig gezähnt.
Die Köpfchen stehen einzeln meist auf nach oben verdickten Stielen. Die Hülle ist zuerst zylindrisch und zweireihig. Die äußeren Hüllblätter sind 1 bis 2, die inneren 8 Millimeter groß. Sie sind lineal und haben oft eine rötliche Spitze. Die sind fruchtend alle verhärtet, bananenförmig eingekrümmt und schließen die äußeren Früchte ein. Die äußeren Früchte sind gebogen und haben einen kronenförmigen Pappus aus Schuppen.
Die Blütezeit reicht von März bis Mai.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 8, 10, 10+B oder 13.
Vorkommen Hedypnois rhagadioloides kommt im Mittelmeerraum vor. Die Art hat ursprüngliche Vorkommen in Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, im früheren Jugoslawien, Albanien, Griechenland, Bulgarien und in der Türkei, in Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Sinai-Halbinsel, im Gebiet von Israel und Jordanien, im Gebiet von Syrien und Libanon, in Saudi-Arabien, Irak, Iran und im Kaukasusraum. In den südlichen Vereinigtan Staaten, in Mexiko, Uruguay, Südafrika, Korea und in Australien kommt die Art eingeschleppt vor. Auf Kreta wächst die Art auf Äckern, Brachland, Trittstellen, Dünen und Phrygana in Höhenlagen von 0 bis 1050 Meter.
Taxonomie und Systematik Hedypnois rhagadioloides wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 809 als Hyoseris rhagadioloides erstbeschrieben. Die Art wurde 1795 von Franz Willibald Schmidt in Sammlung physikalischer Aufsätze, besonders die böhmische Naturgeschichte betreffend Band 1 Seite 279 als Hedypnois rhagadioloides in die Gattung Hedypnois gestellt. Ein Synonym ist Leontodon rhagadioloides .
Von Hedypnois rhagadioloides (Syn. Hedypnois cretica ) sind drei Unterarten bekannt: Hedypnois rhagadioloides subsp. monspeliensis : Die Pflanze ist mehr oder weniger kahl. Der Stängel ist dünn und verlängert. Die Blätter sind gezähnt. Die Hülle ist kahl oder fast kahl. Die Köpfchenstiele sind zylindrisch und fruchtend kaum verdickt. Hedypnois rhagadioloides subsp. rhagadioloides: Der Stängel ist aufrecht oder niederliegend und kahl. Die Blätter sind zottig und gezähnt. Die Hülle ist kahl oder wenig borstig. Die Köpfchenstiele sind fruchtend bis 1,5 Millimeter dick, keulig verdickt und unterhalb des Köpfchens eingeschnürt. Vor der Blüte ist das Köpfchen nickend. Hedypnois rhagadioloides subsp. tubaeformis (Syn.: Leontodon rhagadioloides subsp. tubaeformis ): Die Pflanze ist kräftig und borstig behaart. Die Blätter sind gezähnt oder leierförmig. Die Hülle ist borstig behaart. Die Köpfchenstiele sind fruchtend 3 bis 6 Millimeter dick, keulig verdickt und nicht unterhalb des Köpfchens eingeschnürt. Das Köpfchen ist vor der Blüte aufrecht. Diese Unterart hat ursprüngliche Vorkommen in Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, in Spanien, Italien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien, Griechenland, im Gebiet von Syrien und Libanon und im Gebiet von Israel und Jordanien.
Belege
Einzelnachweise Werner Greuter: Compositae (pro parte majore): Datenblatt Hedypnois rhagadioloides und Datenblatt Hedypnois rhagadioloides subsp. tubaeformis. In: Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2006–2009. Tropicos. tropicos.org Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008, ISBN 978-3-440-10742-3, S. 128.
Weblinks
Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelkmeerflora. mittelmeerflora.de
Kategorie:Cichorioideen Kategorie:Cichorioideae