mini|hochkant|Stammwappen der Glutz mini|hochkant|„Rittmeister Glutz protestiert gegen die Brandschatzungen Werdtmüllers in Schönenwerth“, Kalenderbild von Martin Disteli (1838) Glutz ist der Name einer Familie aus Solothurn, Schweiz, deren Linien Glutz-Ruchti und Glutz von Blotzheim zum Patriziat der Stadt Solothurn gehörten.

Geschichte Niklaus Glutz aus Derendingen wurde 1560 ins Bürgerrecht der Stadt Solothurn aufgenommen. Gründer der Linie Glutz-RuchtiIm Artikel über Peter Joseph Glutz-Ruchti in der ADB von Friedrich Fiala wird von der üblichen Schreibweise abweichend Glutz-Rüchti geschrieben. ist Stephan († 1611), wobei sich diese Linie erst seit 1653 so nennt, als Philipp (1630–1702) die letzte Ruchti, Maria Katharina, geheiratet hatte. Die von Nikolaus Glutz (* um 1580; † 6. Januar 1645) abstammende Linie nennt sich seit dem Kauf der Herrschaft Blotzheim 1681 von Blotzheim. Der französische König Ludwig XIV. bestätigte den Adelstitel 1686.

Bekannte Familienmitglieder Glutz-Ruchti Jean-Pierre de Glutz (* 1946), Banker Karl Ambros Glutz-Ruchti (1748–1825), katholischer Geistlicher Peter Joseph Glutz-Ruchti (1754–1835), Politiker Viktor Franz Anton Glutz-Ruchti (1747–1824), katholischer Geistlicher

Glutz von Blotzheim Alois Franz Peter Glutz von Blotzheim (1789–1827), Komponist und fahrender Sänger Konrad Josef Glutz von Blotzheim (um 1789–1857), katholischer Geistlicher Robert Glutz von Blotzheim (1786–1818), Historiker, Schriftsteller, Bibliothekar und Journalist Urs Glutz von Blotzheim (1751–1816), Offizier und Politiker Urs N. Glutz von Blotzheim (* 1932), Zoologe

Wappen Stammwappen der Glutz: In Gold drei göppelförmig zusammengesetzte schwarze Kreuze. Wappen der Glutz-Ruchti: Geviert. Felder 1 und 4 das Stammwappen der Glutz, Felder 2 und 3 das Stammwappen der Ruchti (in Rot ein goldener Sparren einen silbernen Stern einschließend). Wappen der Glutz von Blotzheim: Geviert. Felder 1 und 4 das Stammwappen der Glutz, Felder 2 und 3 in Rot eine silberne Dreiangel besetzt von silbernem Kreuz.

Das Wappen des Abts des Zisterzienserklosters St. Urban, Karl Ambros Glutz-Ruchti (1748–1825), zeigt in Feld 1 in Schwarz den von Rot und Silber geschachteten Schrägbalken der Zisterzienser, in Feld 2 das Stammwappen der Glutz-Ruchti, in Feld 3 einen linksgewendeten Löwen und in Feld 4 in Blau einen silbernen Pfahl. Auf dem Schild ruht die Inful, daneben steckt der Prälatenstab.

Literatur

Anmerkungen

Kategorie:Geschichte (Kanton Solothurn) Kategorie:Schweizer Adelsgeschlecht Kategorie:Schweizerisches Patriziergeschlecht