Lübau ist ein Ortsteil von Rabenau im sächsischen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
Geografie Lübau ist ein Waldhufendorf, das sich in nordöstliche Richtung von einer Hochfläche zum Borlasbach hin erstreckt. Der Ort liegt auf ca. 330 m Meereshöhe und befindet sich am untersten Rand des Osterzgebirges. Im Ortsteil Lübau leben ca. 300 Einwohner (2004).
Lage
Geschichte mini|Blick auf Lübau 2014 mini|Alte Dorfschule und ehem. Gemeindeamt Die erste urkundliche Erwähnung unter der Bezeichnung Lobouwe geht auf das Jahr 1378 zurück. Bis 1569 lag die Grundherrschaft beim Rittergut Rabenau, danach war es Amtsdorf des Amts Dippoldiswalde, wo es meist Liebau geschrieben wurde. Lübau war bis 1930 nach Somsdorf gepfarrt, danach nach Rabenau.
Lübau gehörte bis 1843 zum Amt Dippoldiswalde, danach zum Gerichtsamt Tharandt. Ab 1875 gehört Lübau zur Amtshauptmannschaft Dresden und kam 1952 zum Kreis Freital. 1974 wurde Lübau in die Stadt Rabenau eingemeindet. Für lokale Belange existiert nach der sächsischen Gemeindeordnung ein Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher. mini|Die Lübauer Mühle Die Lübauer Mühle am Borlasbach wird auf das Jahr 1835 datiert, sie ist nicht mehr in Betrieb. Im Jahre 1833/34 wurde die Schule erbaut, die seit 1953 bis zur Eingemeindung als Gemeindeamt genutzt wurde. Der Gasthof des Ortes brannte 1970 ab. 1840 wird der Stuhlbau im Ort mit Vier Stuhlbauern und 3 Gehilfen erwähnt. Um 1921 wurde das Kriegerdenkmal geweiht. 1944 wurden Flüchtlinge aus Ostpreußen im Ort bei den Bauern einquartiert.
1952 wurde die LPG Freundschaft gegründet. Es entstanden Maschinenhallen, Lagerhallen und Offenställe am oberen und unteren Ortsende, bereits 1981Heft, Neuer Weg, 1981 Seite 674 war diese vereinigt als LPG „Freundschaft“ Lübau-Oelsa. In den 1980er Jahren entstand am unteren Ortsende eine moderne Bullenmastanlage, die heute die Jungrinderzucht und eine Biogasanlage der Dresdner Vorgebirgs Agrar AG beherbergt.
Entwicklung der Einwohnerzahl Quelle: Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde 1551: 13 besessene Mann, 24 Inwohner 1764: 14 besessene Mann, 4 Häusler 1803: 12 Hüfner, 3 Gärtner, 4 Häusler, 115 Einwohner 1834: 145 1836: 150 1871: 183 1890: 171 1910: 210 1925: 209 1939: 241 1946: 331 1950: 294 1964: 235
Persönlichkeiten Fr. E. Jochen (* 1812 in Dresden; † 1833 in Lübau), Schullehrer Theodor Leopold Meyer (* 1810 in Oberwiesenthal; † 1841 in Lübau), Schullehrer
Wirtschaft und Verkehr Lübau war und ist stark landwirtschaftlich geprägt. Im Ort existiert seit den 1970er Jahren eine Viehzuchtanlage.
Gemeindestraßen führen nach Rabenau, nach Somsdorf und nach Borlas.
Weblinks Offizielle Seite der Stadt Rabenau mit Ortschronik Lübau
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) Kategorie:Waldhufendorf Kategorie:Ersterwähnung 1378 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974 Kategorie:Geographie (Rabenau, Sachsen)