mini|Karte des mitteleuropäischen Bahnstromnetzes (Stand: 2013) Diese Liste bietet eine Übersicht über die Kraftwerke und Schaltanlagen für das Bahnstromnetz in Deutschland.

Kraftwerke Diese Liste enthält aktuelle und historische Kraftwerke mit Bahnstromgeneratoren. Umformer oder Umrichter am gleichen Standort, die die Generatoren ergänzt oder ersetzt haben, werden in der nächsten Liste aufgeführt.

Anlage Inbetrieb­nahme Außer­betrieb­nahme Leistung (Bahnstrom) Art der Anlage Ort Lage Bemerkung Bad Abbach-Oberndorf 2000 3,5 MW Wasserkraftwerk Bad Abbach, Bayern Donau; Direkte Einspeisung in Oberleitung Aschaffenburg 1961 1996 150 MW Kohlekraftwerk Aschaffenburg, Bayern stillgelegt Aufkirchen 1924 27 MW Wasserkraftwerk Oberding, Bayern Mittlere-Isar-Kanal Bergheim 1970 23,7 MW Wasserkraftwerk Bergheim, Bayern Donau Bertoldsheim 1967 18,9 MW Wasserkraftwerk Rennertshofen, Bayern Donau Bittenbrunn 1969 20,2 MW Wasserkraftwerk Bittenbrunn, Bayern Donau Datteln Block 1: 1964 Block 2: 1965

Block 3: 1969

Block 4: 2020 Blöcke 1–3: 2014 Block 1 und 2: je 95 MW Block 3: 113 MW

Block 4: 413 MW Kohlekraftwerk Datteln, Nordrhein-Westfalen Blöcke 1 bis 3 stillgelegt Block 4 auf der anderen Uferseite errichtet Eitting 1925 26 MW Wasserkraftwerk Eitting, Bayern Mittlere-Isar-Kanal Frankfurt 1966 1995 12 MW Thermisches Kraftwerk Frankfurt am Main, Hessen stillgelegt Ingolstadt 1971 19,8 MW Wasserkraftwerk Ingolstadt, Bayern Donau Kammerl 1905 2013 0,4 MW Wasserkraftwerk Saulgrub, Bayern Alpen; Bahnstromerzeugung eingestellt Kirchmöser 1994 160 MW Gasturbinenkraftwerk Brandenburg an der Havel, Brandenburg Langenprozelten 1976 164 MW Pumpspeicherkraftwerk Gemünden am Main, Bayern Lausward 1957 Kohlekraftwerk Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) seit 1998 Lünen 1984 2018 110 MW Kohlekraftwerk Lünen, Nordrhein-Westfalen Mannheim 1955 190 MW Kohlekraftwerk Mannheim, Baden-Württemberg drei Generatoren an Dampfsammelschiene Mittelsteine 1912 1945 24 MW Kohlekraftwerk Mittelsteine, Niederschlesien (Preußen) Demontage 1945 Muldenstein 1912 1994 34 MW (3×11,3 MW) Kohlekraftwerk Muldenstein, Sachsen-Anhalt stillgelegt Mittelsbüren 1964 2013 210 MW Gaskraftwerk Bremen, Bremen Bahnstromerzeugung eingestellt Neckarwestheim 1976 2011 152 MW Kernkraftwerk Neckarwestheim, Baden-Württemberg Bahnstromerzeugung eingestellt; stillgelegt Pfrombach 1929 22,3 MW Wasserkraftwerk Pfrombach, Bayern Mittlere-Isar-Kanal Saalachkraftwerk 1912 7,2 MW Wasserkraftwerk Bad Reichenhall, Bayern Alpen Schkopau 1995 110 MW Kohlekraftwerk Schkopau, Sachsen-Anhalt Stuttgart-Münster 1933 1976 Kohlekraftwerk Stuttgart, Baden-Württemberg Bahnstromerzeugung eingestellt Vohburg 1992 23,3 MW Wasserkraftwerk Vohburg, Bayern Donau Walchensee 1924 52 MW Wasserkraftwerk Kochel am See, Bayern Alpen

Stillgelegte Kraftwerke für Bahnstrom 25 Hz: Kraftwerk Altona zur Versorgung der Hamburger S-Bahn und Altonaer Hafenbahn (1908–1955)

Zentrale Bahnstromumformerwerke (einschließlich zentraler Bahnstromumrichterwerke) In diesen Anlagen wird Drehstrom aus dem öffentlichen Netz in Bahnstrom umgewandelt und in das Bahnstromnetz eingespeist. Bei manchen Anlagen erfolgt auch eine direkte Einspeisung in die Oberleitung. Die Umformung kann mittels elektrischer Maschinen (rotierende Umformer) oder auf elektronischem Weg (statische Umrichter) erfolgen.

Anlage Inbetrieb­nahme Außer­betrieb­nahme MaximaleÜbertragungsleistung Angewandte Technik BundeslandLage BemerkungAschaffenburg 2010 60 MW (2×30 MW) Umrichter: (mutmaßlich GTO)-Thyristor Bayern Hersteller: ConverTeam (heute GE Power Conversion) Borken 25 MW (2×12,5 MW)(2011: 33 MW) Umformer Hessen Bremen 1996 100 MW (1×100 MW) Umrichter: GTO-Thyristor Bremen Hersteller: ABB Bremen 2013 120 MW (80 MW + 40 MW) Umrichter: IGCT Bremen Hersteller: ABB Chemnitz 1965 2005 50 MW (2×25 MW) Umformer Sachsen stillgelegt (05.04.2016: EBA-Plangenehmigung zum ersatzlosen Abbruch) Datteln 2014 400 MW (4×100 MW) Umrichter: IGCT Nordrhein-Westfalen Hersteller: ABB; leistungstärkstes Bahn-Umrichtererwerk der Welt Delitz 2023 160 MW (4×40 MW) Umrichter Sachsen-Anhalt Hersteller: Hitachi Dresden-Niedersedlitz 1977 90 MW (3×30 MW) Umformer Sachsen Umformer 2 seit 2005 außer Betrieb Düsseldorf-Gerresheim 1999 30 MW (2×15 MW) Umrichter; Alstom: GTO?, ABB: IGCT Nordrhein-Westfalen Hersteller: ABB und Alstom (heute GE Power Conversion); Pilotprojekt 15-MW-Standardumrichter Hamburg-Harburg 1996 70 MW (2×35 MW) Umformer Elin Hamburg Außer Betrieb seit 2004. Wiederinbetriebnahme E2 2026 geplant. Hof (OT: Unterkotzau) 2013/2014 37 MW Umformer Bayern 2 × 18,5 MW (aus dem 50-Hz-Netz der E.ON) Jübek 1996 2011 12 MW (1×12 MW) Umrichter Schleswig-Holstein erster Bahnstromumrichter; konnte im Fall einer Netzteilung auch dezentral betrieben werden. Außer Betrieb seit Oktober 2011 und ersetzt durch benachbartes 2x15-MW-Unterwerk (Anbindung an zentrales 110-kV-Netz per Stichleitung von Hamburg) Karlsfeld 1999 100 MW (2×50 MW) Umrichter: IGCT/GTO-Thyristor Bayern Hersteller: ABB, Betreiber: E.ONErneuerung, einschließlich Neubau eines dritten Umrichters, wurde 2022 ausgeschrieben KarlsruheBahnstromumformerwerk Karlsruhe Auf: Stadtwiki Karlsruhe, 13. Mär. 2018. 1957 53 MW (2×26,5 MVA) Umformer Baden-Württemberg Köln (alt) 1957 75 MW (3×25 MW) Umformer Nordrhein-Westfalen Köln (Ersatz) 2010 64 MW (2×32 MW) Umrichter Nordrhein-Westfalen Hersteller: ConverTeam (heute GE Power Conversion) Lehrte (alt) 1984 2004 37 MW Umformer Niedersachsen stillgelegt wegen Schaden, Wiederinbetriebnahme in Prüfung. Lehrte Umformer 1963 25 MW Umformer Niedersachsen Hersteller: BBC Lehrte (Ersatz) 2010 64 MW (2×32 MW) Umrichter Niedersachsen Hersteller: ConverTeam (heute GE Power Conversion) Limburg 2002 120 MW (8×15 MW) Umrichter: IGCT Hessen Hersteller: ABB; Zwei Umrichter erst ab 2005 Mannheim 120 MW (1×120 MW) Umrichter Baden-Württemberg Hersteller: GE Power Conversion Marl 1963 2005 25 MW (1×25 MW) Umformer Nordrhein-Westfalen stillgelegt Neckarwestheim (alt) 1989 2011 140 MW (2×70 MW) Umformer Baden-Württemberg stillgelegt Neckarwestheim (neu) 2011 150 MW (2×75 MW) Umrichter: IGCT Baden-Württemberg Hersteller: ABB; Ersatz für Generator (Block 1) und Umformer (Block 2) des GKN Neu-Ulm 1972Protokoll Sitzung des Deutschen Bundestags vom 17. Oktober 1974, Anlage 15 66,6 MVA (2×33,3 MVA)https://www.energieausschreibungen.eu/aktuelle_projekte_details_76229_Karlsruhe_Maschinenrevisionen_Ufw_Neu_Ulm_E1_Los_1_und_Ufw_Karlsruhe_E2_Los_2__1069808.html Umformer Bayern Neumünster 2015 70 MW (2×35 MW)Kieler Nachrichten, 22. Juli 2013, Umrichterwerk für ganz Norddeutschland (abgerufen am 27. Mai 2016) Umrichter Schleswig-Holstein Hersteller: ABB Nürnberg-Gebersdorf (alt) 1939 2012 46 MW (4×8,5 MW + 12 MW) Umformer Bayern stillgelegt; ab 1998 wurde der umgebaute Umrichter aus Muldenstein mit 12 MW hier betrieben Nürnberg-Gebersdorf (neu) 2012 75 MVA (2×37,5 MVA) Umrichter: Modularer Multilevel IGBT Bayern Hersteller: Siemens; Eigentümer: Uniper Kraftwerk Franken Pforzheim 1932 3,1 MW Umrichter: Quecksilberdampf Röhren Baden-Württemberg Hersteller: BBC; stillgelegt Saarbrücken 1968https://www.bahnmarkt-vergabemonitor.eu/oeffentliche_ausschreibung_vobvol_detail_951740.html 66,6 MVA (2×33,3 MVA) Umformer Saarland Singen 2002 Umformer Baden-Württemberg 2002 stillgelegt; Standort für ein fahrbares Umrichterwerk Private Website. Abgerufen am 15. Oktober 2015. Stendal Baubeginn 2025 geplant Umrichter Sachsen-Anhalt geplantes Umrichterwerk mit einer Einspeiseleistung von 120 MW (3×40 MW), mit Reservefeldern zur zukünftigen direkten Einspeisung erneuerbarer Energien Thyrow (alt) 2004 2025 120 MW (8×15 MW) Umrichter: GTO-Thyristor Brandenburg Hersteller: Alstom (heute GE Power Conversion); zwei Umrichter erst ab 2007; ein Umrichter ab 2014 stillgelegt Thyrow (neu) 2025 120 MW (3×40 MW) Umrichter: IGCT Brandenburg Hersteller: Hitachi Weimar 1973 vor 1998 Umformer Thüringen sowohl zentral als auch dezentral genutzt; stillgelegt und abgerissen

Dezentrale Bahnstromumformerwerke (einschließlich dezentraler Bahnstromumrichterwerke) In diesen Anlagen wird Drehstrom aus dem öffentlichen Netz in Bahnstrom umgewandelt und in die Oberleitung eingespeist.

Folgende Umformerwerke stammen aus dem zum großen Teil durch Umformung aus dem 50-Hertz-Landesnetz direkt gespeisten Netz der Deutschen Reichsbahn und wurden zunächst im Dreischichtbetrieb in Zwei-Mann-Besetzung, später Ein-Mann-Besetzung, und ab Mitte der 1990er Jahre zum Teil ferngesteuert betrieben. Die Umrichterwerke entstammen jüngerer Zeit und ersetzen sie zunehmend bzw. werden deutschlandweit neu errichtet.