300px|mini|Lage des Landkreises Bitburg (1905) Der Landkreis Bitburg war ein Landkreis in Rheinland-Pfalz. Sein Gebiet gehört heute überwiegend zum Eifelkreis Bitburg-Prüm. Der Kreissitz war in Bitburg.

Geographie

Nachbarkreise Der Landkreis grenzte Anfang 1969 im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Prüm, Wittlich und Trier. Im Westen grenzte er an Luxemburg.

Geschichte Der Kreis Bitburg entstand 1816, nachdem dem Königreich Preußen nach den Beschlüssen auf dem Wiener Kongress (1815) auch wesentliche Teile des vorherigen Kurfürstentums Trier und östliche Teile Luxemburgs zugeordnet wurden. Der Kreis Bitburg war Teil des Regierungsbezirks Trier in der Provinz Großherzogtum Niederrhein und von 1822 an Teil der Rheinprovinz, die bis 1945 bestand.

Die Bezeichnung Kreis Bitburg wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in Landkreis Bitburg geändert. 1946 wurde der Landkreis Bitburg Teil des in der Französischen Besatzungszone neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Kreisgebietsreform wurde der Landkreis am 7. November 1970 mit etlichen Gemeinden des Landkreises Prüm, den Gemeinden Eisenach, Gilzem und Orenhofen des Landkreises Trier sowie den Gemeinden Gransdorf, Oberkail, Seinsfeld, Spangdahlem und Steinborn des Landkreises Wittlich zum Landkreis Bitburg-Prüm zusammengeschlossen, der seit dem 1. Januar 2007 Eifelkreis Bitburg-Prüm heißt.

Einwohnerentwicklung Einwohner 1816 1871 1890 1900 1910 1925 1939 1950 1960 1969 Kreis BitburgGemeindelexikon für das Königreich Preußen 1885 27.896 44.543 42.777 43.486 47.200 49.454 52.485 51.124 55.800 57.200

Einwohnerzahlen der Gemeinden mit mehr als 1000 Einwohnern (Stand 1970): GemeindeEinwohnerBettingen1.140Bitburg10.210Bollendorf1.520Dudeldorf1.149Irrel1.191Körperich1.090Kyllburg1.150Mettendorf1.064Neuerburg1.531Rittersdorf1.023Speicher3.032

Unterpräfekten im Arrondissement Bitburg 1800–1811: Johann Georg Willmar 1811–1813: August Maria Raban von Helmstatt

Landräte 1816–1821: Heinrich Simonis 1822–1830: Ferdinand von Westphalen 1830–1831: Konstantin von Gaertner (vertretungsweise) 1831–1836: Friedrich Hesse 1837–1838: Engelbert Klingholz (kommissarisch) 1838–1849: Nikolaus Thilmany 1849–1871: Johann Peter Sprenger 1871–1877: Dagobert Borchert 1878–1889: Viktor Eckard 1889–1900: Rudolf Schrakamp 1900–1913: Maximilian von Kesseler 1913–1919: Sigmund Graf Adelmann von Adelmannsfelden 1919–1927: Friedrich Loenartz 1927–1938: Albert Gilles 1939–1941: Otto Meyer-Tonndorf (kommissarisch) 1941–1944: Max Ringel 1944–1945: Max Ringel (vertretungsweise) 1945: Josef Niederprüm 1945–1946: Albert Gilles 1946–1952: Josef Hammes 1952–1962: Konrad Schubach 1962–1970: Karl Vogt

Städte und Gemeinden Vor dem Beginn der Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz in den 1960er-Jahren umfasste der Landkreis Bitburg die folgenden Städte und Gemeinden: Affler Alsdorf Altscheid Ammeldingen an der Our Ammeldingen bei Neuerburg Auw (Kr. Bitburg) Badem Badenborn Bauler Baustert Beifels Beilingen Berkoth Berscheid Bettingen Bickendorf Biersdorf am See Biesdorf Birtlingen Bitburg, Stadt Bollendorf Brecht Brimingen Burg Burscheid Dahlem Dauwelshausen Dockendorf Dudeldorf Echternacherbrück Echtershausen Ehlenz Emmelbaum Enzen Erdorf Ernzen Eßlingen EtteldorfFeilsdorf Ferschweiler Fischbach Fließem Freilingen Geichlingen Gemünd Gentingen Gindorf Gondorf Halsdorf Hamm Heilbach Heilenbach Herbstmühle Herforst Hermesdorf Hisel Holsthum Hommerdingen Hosten Hütten Hütterscheid Hüttingen an der Kyll Hüttingen bei Freilingen Idenheim Idesheim Ingendorf Irrel Irsch Karlshausen Kaschenbach Keppeshausen Kewenig Körperich Koxhausen Kruchten KyllburgKyllburgweiler Lahr Leimbach Ließem Malberg Malbergweich Masholder Matzen Meckel Messerich Mettendorf Metterich Mötsch Mülbach Muxerath Nasingen Nattenheim Neidenbach Neuerburg, Stadt Niedergeckler Niederraden Niedersgegen Niederstedem Niederweidingen Niederweiler Niederweis Niehl Nusbaum Obergeckler Oberraden Obersgegen Oberstedem Oberweiler Oberweis Olsdorf Orsfeld Outscheid PeffingenPhilippsheim Pickließem Plascheid Preist Prümzurlay Rittersdorf Rodershausen Röhl Roth an der Our Sankt Thomas Schankweiler Scharfbillig Scheitenkorb Scheuern Schleid Seffern Sefferweich Seimerich Sevenig bei Neuerburg Sinspelt Speicher Stahl Stockem Sülm Trimport Übereisenbach Uppershausen Usch Waldhof-Falkenstein Wallendorf Weidingen Wettlingen Wiersdorf Wilsecker Wißmannsdorf Wolsfeld Zweifelscheid Vor dem Zweiten Weltkrieg waren die folgenden Gemeinden eingemeindet worden: Bierendorf, 1901/08 zu Lahr Hoorhof, 1905 zu Olsdorf Oberecken, vor 1937 zu Alsdorf Ordorf, 1937 zu Dudeldorf

Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen BIT zugewiesen. Es wird im Eifelkreis Bitburg-Prüm durchgängig bis heute ausgegeben.

Einzelnachweise

Bitburg Bitburg Kategorie:Geschichte (Eifelkreis Bitburg-Prüm) Kategorie:Geschichte der Eifel Bitburg Kategorie:Aufgelöst 1970