mini|William Alfred Fowler William Alfred „Willy“ Fowler (* 9. August 1911 in Pittsburgh, Pennsylvania; † 14. März 1995 in Pasadena (Kalifornien)) war ein US-amerikanischer Astrophysiker und Nobelpreisträger.
Leben Fowler begann sein Physikstudium an der Ohio State University (Bachelor als Physik-Ingenieur 1933). Den Doktor in Kernphysik erhielt er 1936 am California Institute of Technology (Caltech). Seine Dissertation behandelte Kernreaktionen von Protonen mit leichten Elementen, die für die Energieerzeugung in Sternen mittels des CNO-Zyklus wichtig sind. Er blieb bis an sein Lebensende am W.K. Kellog Radiation Laboratory am CalTech. Seine wohl bedeutendste Arbeit, Synthesis of the Elements in Stars (Reviews of Modern Physics, vol. 29, Issue 4, pp. 547–650), zusammen mit Margaret Burbidge, Geoffrey Burbidge und Fred Hoyle, erschien 1957. Die darin vertretene Theorie ist nach den Anfangsbuchstaben der Verfassernamen bekannt als B2FH-Theorie. Der Artikel erklärt die Bildung und Verteilung der chemischen Elemente, die Nukleosynthese, durch Kernreaktionen in Sternen (mit Ausnahme der allerleichtesten, die im Urknall gebildet wurden).
1939 wurde er Assistant Professor, 1942 Associate Professor und 1946 Professor am Caltech. 1970 wurde er dort Institute Professor. Ab 1985 war er Professor Emeritus. 1954/55 und 1961/62 war er als Guggenheim Fellow an der Universität Cambridge. 1966 war er Gastprofessor am Massachusetts Institute of Technology und 1963 an der University of Washington.
Fowler erhielt 1983 den Nobelpreis für Physik für seine theoretischen und experimentellen Studien über die Kernreaktionen, die für die Verteilung der chemischen Elemente im Universum entscheidend sind.
Fowler wuchs in Lima (Ohio) auf, einem Eisenbahnknotenpunkt, in dem es auch die LIMA Locomotive Works gibt. Zeit seines Lebens war er von dampfgetriebenen Lokomotiven begeistert und reiste mit den letzten von Dampfloks gezogenen Zügen wie der Transsib. Zu seinem 60. Geburtstag erhielt er von Kollegen und ehemaligen Studenten eine Modelllokomotive geschenkt.Fotografie
Ehrungen 1963: Henry Norris Russell Lectureship der American Astronomical Society 1965: Barnard-Medaille 1974: National Medal of Science 1978: Eddington-Medaille 1979: Bruce Medal 1983: Nobelpreis für Physik 1989: Ehrenlegion 2007: Namensgeber für den Asteroiden (12137) WilliefowlerMinor Planet Circ. 61267 Er war seit 1956 Mitglied der National Academy of Sciences (deren Physik Abteilung er 1971 bis 1974 vorstand) und seit 1946 Fellow der American Physical Society, deren Präsident er 1976 war. 1962 wurde er in die American Philosophical Society und 1965 in die American Academy of Arts and Sciences aufgenommen.
Literatur
Weblinks
W. A. Fowler: Radioactive elements of a low atomic number, Dissertation.
Kurze Autobiografie (englisch) Nachruf auf der Website des CalTech (englisch)
Veröffentlichungen von W.A. Fowler im Astrophysics Data System Nachrufe auf W.A. Fowler im Astrophysics Data System
Einzelnachweise
Kategorie:Astronom (20. Jahrhundert) Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Kernphysiker Kategorie:Nobelpreisträger für Physik Kategorie:Hochschullehrer (California Institute of Technology) Kategorie:Träger der National Medal of Science Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:Fellow der American Physical Society Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1911 Kategorie:Gestorben 1995 Kategorie:Mann