Der Mühlbach ist ein aus dem Taunus kommender, 32 km langer linker südlicher Nebenfluss der Lahn im rheinland-pfälzischen Rhein-Lahn-Kreis.
Name Der Fluss wird 1344 als Mielen erstmals schriftlich erwähnt. Der Erstbeleg des ursprünglich gleichlautenden Ortsnamens Miehlen war bereits 1132 als Millene. Der Name leitet sich wahrscheinlich von germanisch *mel- für 'zerreiben, mahlen' ab und nimmt wohl Bezug auf die sandige Beschaffenheit des Flussbetts. Alternativ könnte er auf das keltische Wort für gelblich „*melinos“ zurückgehen im Sinne von „gelber Bach“. Heute wie damals ist nach starken Regenfällen das Wasser im Mühlbach stark eingetrübt, lehmig, also gelb gefärbt. Die Einfärbung wird durch ausgespülten Lehmboden verursacht. Erst im 17. Jh. wurde der Flussname zu Mühl-bach umgedeutet.
Geographie Verlauf mini|Blick über das obere Mühlbachtal (von Westen) mit Nastätten mini|Das untere Mühlbachtal gesehen vom Steilhang Vestehell nach Norden Der Mühlbach entspringt südlich des hohen Galgenküppel im westlichen Hintertaunus in der Gemarkung von Weidenbach, fließt von hier zunächst nach Südwesten an Kloster Schönau vorbei durch den angrenzenden Ort Strüth. Hier erreicht der Bachlauf in einer Wende nach rechts seinen südlichsten Punkt und nimmt fortan eine beständig nördliche bis nordwestliche Richtung ein, zunächst durch einen schmalen Talgrund mit bewaldeten Talhängen, der nicht viel Platz für menschliche Ansiedlungen bietet. Allein die Ortsmitte von Diethardt liegt hier. Sodann erreicht der Mühlbach an seinem Mittellauf Nastätten, Miehlen und Marienfels, wo sich das Tal zum Miehlener Grund weitet.
Das untere Mühlbachtal ist tief in die Hochfläche des Einrich eingeschnitten. Die felsdurchsetzten Hänge des an Windungen reichen Kerbtales sind, ausgenommen einige Blockhalden und Felskuppen, dicht bewaldet. Die Hänge und teilweise auch der Bachlauf sind mit Wanderwegen gut erschlossen. Kurz vor der Mündung schlägt der Mühlbach einen nach Westen ausholenden Bogen um den steilhängigen Burgberg der Burg Nassau, bevor er nordwestlich von Nassau mit einer Wasserführung von im Mittel 1,1 m³/s in die Lahn mündet. Heute wie damals ist nach starken Regenfällen das Wasser im Mühlbach stark eingetrübt, lehmig, also gelb gefärbt. Die Einfärbung wird durch ausgespülten Lehmboden verursacht.
Auf seinem Weg dorthin hat er einst viele Mühlräder angetrieben. Zwischen Strüth und Marienfels wird der Mühlbach von der Landesstraße 335 begleitet und in Nastätten quert ihn die Bundesstraße 274.
Die in den 1950er Jahren stillgelegte und später abgebaute Strecke Zollhaus–Braubach der Nassauischen Kleinbahn verlief zwischen Nastätten und Marienfels im Mühlbachtal.
Zuflüsse Liste von ausgewählten Zuflüssen von der Quelle zur Mündung.
Käsbach, von links auf etwa vor Diethardt, 1,9 km und 3,6 km² Morsbach, von rechts auf etwa in Diethardt, 4,3 km und 4,3 km² Seitzgraben, von rechts auf etwa nahe Münchenroth, 6,5 km und 9,8 km² Springerskopfbach, von links auf etwa kurz danach schon im Stadtgebiet von Nastätten, 2,1 km und 3,0 km² Gronauer Bach, linker Mündungsarm des folgenden, auf etwa , 0,7 km Klausbach, von rechts auf etwa vor dem Hof Schwall von Nastätten, 7,7 km und 15,3 km² Bauseler Bach, von rechts auf etwa an der Funkenmühle von Nastätten, 2,0 km und 2,2 km² Heubach, von links auf etwa an der Heubachmühle von Nastätten, 3,1 km und 4,9 km² Lohbach, von rechts auf etwa in Nastätten, 3,7 km und 8,7 km² Ölsbergbach, von links auf etwa an der Thurnsmühle von Nastätten, 1,1 km und 1,7 km² Alfholderbach, von rechts auf etwa bei Haus Pollmerstall, 2,6 km und 1,8 km² (Graben zur Köhlersmühle), von links auf etwa an der Köhlersmühle von Miehlen, 0,7 km und 1,9 km² Ramersbach, von rechts auf etwa an der Nabenmühle von Miehlen, 4,2 km und 6,9 km² Illbach, von links auf etwa gegenüber der Schildsmühle von Miehlen, 1,3 km und 1,6 km² Breilerner Bach oder Nambach, von rechts auf etwa in Miehlen, 1,8 km und 1,4 km² Hainauer Bach, von links auf etwa am Ortsende von Miehlen, 6,3 km und 17,0 km² Hauserbach, von rechts auf etwa in Marienfels, 4,9 km und 5,9 km² Marienfelsgraben, von links auf etwa nach Marienfels, 0,2 km und unter 0,1 km² Ehrenbach, von links auf etwa nahe der Kaltenbornermühle von Marienfels, 5,9 km und 13,2 km² Bergerbach, von rechts auf etwa vor der Steegsmühle von Berg, 3,9 km und 4,4 km² (Bach zum Fasanenhof), von links auf etwa am Fasanenhof von Marienfels, 0,8 km und 0,4 km² (Mühlgraben), von rechts auf etwa nach der Steegsmühle, 0,3 km und unter 0,1 km² Hornbach, von links auf etwa an der Habbesmühle von Geisig, 5,6 km und 13,3 km² Hussbach, von rechts auf etwa vor der Rauschenmühle von Berg, 0,8 km und 0,7 km² (Graben zur Rauschenmühle), von rechts auf etwa an der Rauschenmühle, 0,4 km und 0,3 km² Graubach, von links auf etwa gegenüber der Neumühle von Singhofen, 0,6 km und 0,5 km² Dermbach, von rechts auf etwa nach der Schulmühle von Singhofen, 3,3 km und 4,6 km² Sterchkopfbach, von links auf etwa im Gebiet der Ortsgemeinde Dornholzhausen, 1,5 km und 1,7 km² Rommelsbach, von links auf etwa im Gebiet der Ortsgemeinde Dornholzhausen, 1,9 km und 1,2 km² Oberwiesgraben, von links auf etwa auf der Gebietsgrenze Dornholzhausen/Nassau, 1,6 km und 1,0 km² Kernbach, von rechts auf etwa im Gebiet der Ortsgemeinde Singhofen, 1,9 km und 1,6 km² (Graben an der Rabenlei), von rechts auf etwa im Gebiet der Ortsgemeinde Singhofen, 0,7 km und 0,4 km² (Graben vom Diezerkopf), von links auf etwa am Beginn des Stadtteils Bergnassau von Nassau, 1,2 km und 0,5 km² Sulzbach, von links auf etwa im Stadtteil Scheuern von Nassau, 5,3 km und 9,8 km² Mühlgraben, von rechts auf etwa in Scheuern, 1,1 km und 0,5 km²; zuvor Abgang nach rechts vor dem Graben vom Diezerkopf
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