Die sowjetische Männer-Handballnationalmannschaft () vertrat die Sowjetunion bei Länderspielen und internationalen Turnieren. Zu den Erfolgen der Mannschaft zählen ein Weltmeistertitel (1982) und zwei Olympiasiege (1976 und 1988).

Nach dem Zerfall der Sowjetunion bestritt die Mannschaft ihr letztes Länderspiel am 21. Dezember 1991 bei einer 19:21 (7:13)-Niederlage in Flensburg gegen Deutschland.neues-deutschland.de: Der Handball-Gigant vor einer Ungewissen Zukunft vom 23. Dezember 1991, abgerufen am 15. Juni 2020. Direkter Nachfolger der Mannschaft wurde die Nationalmannschaft der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), die bereits am Tag danach in Wismar erneut gegen Deutschland erstmals auftrat. Während der Olympischen Spiele 1992 trat man als Vereintes Team an. Danach übernahm die russische Nationalmannschaft als offizieller Rechtsnachfolger die Tradition der UdSSR.

Weltmeisterschaften Die Mannschaft nahm an den folgenden Weltmeisterschaften teil: Handball-Weltmeisterschaft der Männer 1964 in der ČSSR: 5. Platz Handball-Weltmeisterschaft der Männer 1967 in Schweden: 4. Platz Handball-Weltmeisterschaft der Männer 1970 in Frankreich: 9. Platz Handball-Weltmeisterschaft der Männer 1974 in der DDR: 5. Platz Handball-Weltmeisterschaft der Männer 1978 in Dänemark: 2. Platz Handball-Weltmeisterschaft der Männer 1982 in der BRD: 1. Platz (Weltmeister) Handball-Weltmeisterschaft der Männer 1986 in der Schweiz: 10. Platz Handball-Weltmeisterschaft der Männer 1990 in der Tschechoslowakei: 2. Platz mini|Die Auswahl während der B-Weltmeisterschaft 1987. mini|Die Auswahl gewann die B-Weltmeisterschaft 1987.

Olympische Sommerspiele Die Mannschaft nahm an den folgenden Turnieren der Olympischen Sommerspiele teil:

Olympische Sommerspiele 1972 in München: 5. Platz Olympische Sommerspiele 1976 in Montreal: 1. Platz (Olympiasieger) Olympische Sommerspiele 1980 in Moskau: 2. Platz Olympische Sommerspiele 1988 in Seoul: 1. Platz (Olympiasieger) mini|Die Mannschaft feiert den Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1988.

An den Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles nahm die Mannschaft aufgrund eines Boykotts nicht teil.

Ostseepokal Die Mannschaft nahm an den folgenden Turnieren des Ostseepokals, des (inoffiziellen) Vorläufers der Europameisterschaften, teil:

1969 in Schweden: 3. Platz 1971 in Dänemark: 2. Platz 1972 in der Sowjetunion: 1. Platz 1973 in der BRD: 1. Platz 1974 in Polen: 2. Platz 1976 in Schweden: 1. Platz 1977 in der DDR: 2. Platz 1979 in Dänemark: 3. Platz 1980 in der BRD: 1. Platz 1981 in der Sowjetunion: 2. Platz 1985 in Polen: 1. Platz 1986 in Dänemark: 2. Platz 1987 in der DDR: 1. Platz 1989 in der BRD: 1. Platz

World Cup Die Mannschaft nahm an den folgenden Turnieren des seit 1971 in Schweden ausgetragenen World Cups teil:

1971: 3. Platz 1979: 1. Platz 1984: 1. Platz

Supercup Die Mannschaft nahm an den folgenden Turnieren des seit 1979 alle zwei Jahre in der Bundesrepublik Deutschland ausgetragenen Supercups teil:

1979: 3. Platz 1981: 1. Platz 1983: 2. Platz 1985: 1. Platz 1987: 2. Platz 1989: 1. Platz 1991: 2. Platz

Trainer Janis Grinbergas (1963–1965) Georgi Scharaschidse (1965–1968) Janis Grinbergas (1968–1970) Anatolyj Ewtuschenko (1969–1990) Spartak Mironowitsch (1990–1991)

Folgemannschaften Land Nationalmannschaft KonföderationEstlandEHFGemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)KeineGeorgienEHFLettlandEHFLitauenEHF

Weblinks

Statistik auf www.the-sports.org (englisch)

Einzelnachweise

Nationalmannschaft Kategorie:Handballnationalmannschaft (Männer) Handball Manner Kategorie:Nationalmannschaftsgründung 1961 Kategorie:Aufgelöst 1991