Die ABA-Saison 1972/73 war die sechste Spielzeit der American Basketball Association. Die Saison begann am 12. Oktober 1972. Am Spielbetrieb nahmen 10 Mannschaften teil. Jedes Team absolvierte 84 Spiele. Die vier Besten jeder Division qualifizierten sich für die Playoffs. Am 12. Mai 1973 endete die Saison mit der ABA Championship. Die Indiana Pacers besiegten in den Finalspielen die Kentucky Colonels und wurden damit zum dritten Mal Meister der ABA.

Saisonnotizen Vor der Saison wurden die Pittsburgh Condors und The Floridians von der Liga aufgelöst und die Spieler mittels eines Drafts verteilt. Die San Diego Conquistadors waren das erste und einzige Expansion Team in der ABA. Nach einem Besitzerwechsel hießen die Memphis Pros nun Memphis Tams. Sie traten nun in der Eastern Division an. Die NBA-Teams gewannen 27 der 35 Freundschaftsspiele gegen ABA-Teams vor der Saison. Mel Daniels und Roger Brown von den Indiana Pacers waren die ersten Spieler, die 10.000 Punkte aufweisen konnten. Die Virginia Squires stellten mit 155 Punkten gegen die Denver Rockets einen Rekord für die meisten Punkte in einem Spiel auf. Dieser hatte aber nicht lange Bestand, da die Liga das Spiel annullierte und mit 2:0 für Virginia wertete, da der Trainer der Rockets, Alex Hannum, seine Spieler zur Halbzeit anwies, jeden Squire zu foulen, der versuchte zu werfen. Das ABA All-Star Game fand am 6. Februar 1973 in Salt Lake City, Utah statt. Julius Erving (Virginia) führte die Liga in Punkten an. (31,9 pro Spiel)

Auszeichnungen ABA Most Valuable Player: Billy Cunningham (Carolina) ABA Rookie of the Year: Brian Taylor (New York) ABA Coach of the Year: Larry Brown (Carolina) ABA All-Star Game Most Valuable Player: Warren Jabali (Denver) ABA Executive of the Year: Carl Scheer, Carolina

ABA All-League Team +Pos First Team Second Team F Billy Cunningham, Carolina George McGinnis, Indiana F Julius Erving, Virginia Dan Issel, Kentucky C Artis Gilmore, Kentucky Mel Daniels, Indiana G Jimmy Jones, Utah Ralph Simpson, Denver G Warren Jabali, Denver Mack Calvin, Carolina

Endstände S = Siege, N = Niederlagen, PCT = prozentualer Sieganteil, P = Rückstand auf Divisionsführenden

In Klammern sind die Platzierungen in den Setzlisten der jeweiligen Division-Playoffs aufgeführt. Eastern Division#TeamSNPCTP1 Carolina Cougars (1) 57 27 .679 -2 Kentucky Colonels (2) 56 28 .667 13 Virginia Squires (3) 42 42 .500 154 New York Nets (4) 30 54 .357 275 Memphis Tams 24 60 .286 33 Western Division#TeamSNPCTP1 Utah Stars (1) 55 29 .655 -2 Indiana Pacers (2) 51 33 .607 43 Denver Rockets (3) 47 37 .560 84 San Diego Conquistadors (4) 30 54 .357 255 Dallas Chaparrals 28 56 .333 27

Playoffs 1973 Die Play-off-Runden wurden im Best-of-Seven-Format ausgetragen.

ABA Finals 1973 + Spiel Datum Heimteam Auswärtsteam Ergebnis Stand 1 28. April Kentucky Indiana 107:111 (nV) 0:1 2 30. April Kentucky Indiana 114:102 1:1 3 3. Mai Indiana Kentucky 88:92 1:2 4 5. Mai Indiana Kentucky 90:86 2:2 5 8. Mai Kentucky Indiana 86:89 2:3 6 10. Mai Indiana Kentucky 93:109 3:3 7 12. Mai Kentucky Indiana 81:88 3:4 George McGinnis von den Indiana Pacers wurde zum Most Valuable Player der ABA Finals ernannt. Die Indiana Pacers konnten als erstes Team der ABA ihren Titel verteidigen.

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#1972