Die ABA-Saison 1970/71 war die vierte Spielzeit der American Basketball Association. Die Saison begann am 14. Oktober 1970. Am Spielbetrieb nahmen 11 Mannschaften teil. Jedes Team absolvierte 84 Spiele. Die vier Besten jeder Division qualifizierten sich für die Playoffs. Am 18. Mai 1971 endete die Saison mit der ABA Championship. Die Utah Stars besiegten in den Finalspielen die Kentucky Colonels und wurden damit zum ersten Mal Meister der ABA.

Saisonnotizen Die Dallas Chaparrals wurden zu einem regionalen Team und nannten sich nun Texas Chaparrals. Ursprünglich sollten die New Orleans Buccaneers als regionale Louisiana Buccaneers die Saison bestreiten, zogen aber nach Memphis, Tennessee, wo sie zu den Memphis Pros wurden. Der Name wurde gewählt, da die bereits gekauften Trikots mit wenig Aufwand zu ändern waren. Wegen der Verhandlungen mit der NBA bezüglich der Fusion der beiden Ligen wurden die Washington Caps nach Virginia umgesiedelt, wo sie als Virginia Squires weiter spielten. Das Franchise wechselte im Austausch für die Indiana Pacers von der Western Division in die Eastern Division. Die Los Angeles Stars zogen nach Utah um, wo sie als Utah Stars antraten. Nach einem Besitzerwechsel wurden die Pittsburgh Pipers in Pittsburgh Condors umbenannt. Die Miami Floridians wurden zu einem regionalen Team und hießen nur noch The Floridians. Das ABA All-Star Game fand am 23. Januar 1971 in Greensboro, North Carolina statt. Rookie Dan Issel von den Kentucky Colonels machte die meisten Punkte pro Spiel in der Saison. (29,9) In einem Entscheidungsspiel um den letzten Playoffplatz besiegten die Texas Chaparrals die Denver Rockets mit 115:109.

Auszeichnungen ABA Most Valuable Player: Mel Daniels (Indiana) ABA Rookie of the Year: Charlie Scott (Virginia) und Dan Issel (Kentucky) ABA Coach of the Year: Al Bianchi (Virginia) ABA All-Star Game Most Valuable Player: Mel Daniels (Indiana)

ABA All-League Team Pos First Team Second Team F Roger Brown, Indiana John Brisker, Pittsburgh F Rick Barry, New York Joe Caldwell, Carolina C Mel Daniels, Indiana Zelmo Beaty, Utah und Dan Issel, Kentucky G Mack Calvin, Floridians Donnie Freeman, Miami G Charlie Scott, Virginia Larry Cannon, Denver

Endstände S = Siege, N = Niederlagen, PCT = prozentualer Sieganteil, P = Rückstand auf Divisionsführenden

In Klammern sind die Platzierungen in den Setzlisten der jeweiligen Division-Playoffs aufgeführt.

Eastern Division# Team S N PCT P 1 Virginia Squires (1) 55 29 .655 - 2 Kentucky Colonels (2) 44 40 .525 11 3 New York Nets (3) 40 44 .476 15 4 The Floridians (4) 37 47 .440 18 5 Pittsburgh Condors 36 48 .429 19 6 Carolina Cougars 34 50 .405 21 Western Division# Team S N PCT P 1 Indiana Pacers (1) 58 26 .690 - 2 Utah Stars (2) 57 27 .679 1 3 Memphis Pros (3) 41 43 .488 17 4 Texas Chaparrals (4) 30 54 .357 28 5 Denver Rockets 30 54 .357 28

Playoffs 1971 Die Play-off-Runden wurden im Best-of-Seven-Format ausgetragen.

ABA Finals 1971 Spiel Datum Heimteam Auswärtsteam Ergebnis Stand 1 3. Mai Utah Kentucky 136:117 1:0 2 5. Mai Utah Kentucky 138:125 2:0 3 7. Mai Kentucky Utah 116:110 1:2 4 8. Mai Kentucky Utah 129:125 (nV) 2:2 5 12. Mai Utah Kentucky 137:127 3:2 6 15. Mai Kentucky Utah 105:102 3:3 7 18. Mai Utah Kentucky 131:121 4:3 Zelmo Beaty von den Utah Stars wurde zum Most Valuable Player der ABA Finals ernannt.

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#1970