Die Stephantaube (Chalcophaps stephani), manchmal auch Braunrücken-Grünflügeltaube genannt, ist eine Art aus der Gattung der Grünflügeltauben (Chalcophaps) innerhalb der Familie der Tauben (Columbidae). Sie kommt ausschließlich in Südostasien vor.

Erscheinungsbild Die Stephantaube erreicht eine Körperlänge von 24 Zentimetern und ist damit etwas kleiner als die zur selben Gattung gehörende Grünflügeltaube. Rösler, S. 159 Sie weist den typischen kompakten und kurzschwänzigen Körperbau von Erdtauben auf. Ein Geschlechtsdimorphismus ist vorhanden. Nur das Männchen zeigt die ausgeprägte, intensiv grüne Flügelzeichnung und hat eine reinweiße Stirn. Münst, S. 126

Das Gefieder ist überwiegend tief rotbraun. Am hellsten ist das Gefieder am Bauch. Die mittleren Schwanzfedern sowie die Schultern sind die dunkelsten Gefiederpartien. Quer über den unteren Rücken verlaufen zwei gelbbraune Binden. Der Schnabel ist rot. Die Iris ist dunkelbraun. Die Füße sind purpurrot.

Verbreitung und Lebensraum Die Stephantaube besiedelt Sulawesi, Taliabu, Kai und Neuguinea. Zu den unmittelbar an Neuguinea angrenzenden und von dieser Taubenart besiedelten Inseln zählen Misool, Salawati, Batanta, Waigeo, Yapen, Tarawai, Walis, Kairiru, Schouten, Karkar, Bagabag, Goodenough und Fergusson sowie Daru. Sie kommt außerdem auf den Admiralitätsinseln, den Salomonen sowie dem Bismarck-Archipel vor. Gibbs, S. 295 Auf einzelnen Inseln ihres Verbreitungsgebietes ist die Art verhältnismäßig häufig. Es ist eine waldbewohnende Art, die auf vielen Inseln nur im Waldinneren von Regenwäldern vorkommt. Dort, wo sich ihr Verbreitungsgebiet nicht mit dem der Grünflügeltaube überlappt, bewohnt sie jedoch eine größere Bandbreite von Waldbiotopen.

Verhalten Die Stephantaube lebt überwiegend einzeln oder in Paaren. Größere Trupps bilden sich nur, wenn vereinzelt sehr viele Nahrungsressourcen zur Verfügung stehen. Es ist eine bodenbewohnende Art, die ihr Futter ausschließlich auf dem Boden sucht. Ihr Nahrungsspektrum umfasst Sämereien und auf den Boden gefallene Früchte. Sie brütet während der Regenzeit. Das Gelege besteht aus zwei Eiern.

Unterarten Es sind folgende Unterarten bekannt:IOC World bird list Pigeons Chalcophaps stephani wallacei , 1877 kommt auf Sulawesi und den Sula-Inseln vor. Chalcophaps stephani stephani ist auf den Kei-Inseln, auf Neuguinea und seinen Anhängen mit Ausnahme der Inseln der Cenderawasih-Bucht sowie des Louisiade-Archipels und dem Bismarck-Archipel mit Admiralitätsinseln und Mussau verbreitet. Chalcophaps stephani mortoni , 1882 kommt auf Nissan und auf Buka bis Makira und Owaraha vor.

Haltung in menschlicher Obhut Die Stephantaube wird nur selten importiert und hat sich bislang als nur schwer nachzüchtbar gezeigt. Sie spielt deswegen anders als die Grünflügeltaube eine deutlich geringere Rolle in der Wildtaubenhaltung.

Quellen Weblinks

Factsheet auf BirdLife International

Literatur

David Gibbs, Eustace Barnes und John Cox: Pigeons and Doves. A Guide to the Pigeons and Doves of the World. Pica Press, Sussex 2001, ISBN 90-74345-26-3. Alois Münst und Josef Wolters: Tauben – Die Arten der Wildtauben. 2. erweiterte und überarbeitete Auflage, Verlag Karin Wolters, Bottrop 1999, ISBN 3-9801504-9-6. Gerhard Rösler: Die Wildtauben der Erde. Freileben, Haltung und Zucht. Verlag M. & H. Schaper, Alfeld Hannover 1996, ISBN 3-7944-0184-0.

Einzelnachweise

Kategorie:Taubenvögel