Saalhausen () ist ein Ortsteil der südbrandenburgischen Stadt Großräschen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Ortsvorsteher ist Heinz Kulka.
Geografie mini|links|hochkant|Lage Saalhausens in einer Karte aus dem Jahr 1757 Der Ort Saalhausen liegt in der Niederlausitz. Er ist ein westlicher Ortsteil der Stadt Großräschen. Östlich befinden sich die Ortsteile Barzig und Freienhufen sowie die Stadt Großräschen. Im Norden befinden sich die Bronkower Ortslage Lug sowie im Nordwesten der Großräschener Ortsteil Wormlage. Im Süden grenzen Annahütte und Drochow, Schipkauer Gemeindeteile. Westlich liegt die Gemeinde Sallgast, die bereits zum Landkreis Elbe-Elster gehört.
Geschichte Ortsgeschichte mini|Gefallenendenkmale vor der Dorfkirche Bei Ausgrabungen im Jahr 1977 in der Kiesgrube südwestlich Saalhausens wurde ein bronzezeitliches Gräberfeld entdeckt.
Im Jahr 1290 wurde Saalhausen gemeinsam mit dem südlich gelegenen Nozzedil bei der Klärung einer Grenzangelegenheit erstmals urkundlich genannt. Saalhausen lag im Norden des Amtes Senftenberg, mit dem es im Jahr 1448 Teil des Kurfürstentum Sachsen wurde. Im Zuge des Wiener Kongress kamen die Niederlausitz und Saalhausen von Sachsen an das Königreich Preußen. Hier gehörte der Ort zum Landkreis Calau. Von 1818 bis 1864 wurden in Saalhausen zwei Windmühlen betrieben.
Sorbisch wurde in Saalhausen noch bis ins 19. Jahrhundert gesprochen. Als Arnošt Muka den Ort in den 1880er Jahren besuchte, traf er nur noch auf sechs alte Leute, die das Sorbische beherrschten.Statistik der Lausitzer Sorben: (Arnošt Muka, 1884–86)
1952 kam Saalhausen an den neu gegründeten Kreis Senftenberg. Im Jahr 1962 schloss man Saalhausen an das zentrale Wassernetz an. Von 1992 bis 2001 gehörte der Ort zum Amt Großräschen. Am 31. Dezember 2001 wurde er in die Stadt Großräschen eingemeindet.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
Einwohnerentwicklung Einwohnerentwicklung in Saalhausen von 1875 bis 2001Statistik Brandenburg (PDF)Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr EinwohnerJahr EinwohnerJahr EinwohnerJahr Einwohner1875 2801933 3861964 3061989 2681993 2711997 2881890 2961939 3491971 3291990 2641994 2661998 2931910 3241946 4051981 3031991 2711995 2761999 2891925 3671950 4351985 2931992 2651996 2872000 278
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Dorfkirche Die Saalhausener Dorfkirche wurde im Jahr 1878 erbaut. Bei der Kirche handelt es sich um einen im neoromanischen Stil errichteten Backsteinbau. In ihrem Inneren ist unter anderem ein aus dem 15. Jahrhundert stammender Taufstein und eine von Wilhelm Sauer (1831–1916) geschaffene Orgel vorhanden.Orgel-Datenbank, abgerufen am 1. Dezember 2017.
Unmittelbar neben der Kirche steht ein Gefallenendenkmal. Die Kirche und das Denkmal sind in der örtlichen Denkmalliste verzeichnet., abgerufen am 1. Dezember 2017.
Im Ort ansässige Vereine sind unter anderem der Dorfclub Saalhausen und die Ortsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr, die in Saalhausen im Jahre 1924 gegründet wurde. Der örtliche Chor, ist seit 1991 wieder aktiv. Er belebte damit eine Tradition, welche in Saalhausen seit mindestens 1924 nachgewiesen ist. Aktiv gepflegt werden auch die traditionellen Veranstaltungen des Dorfes, wie das Zampern, die Osterfeuer, das Maibaumaufstellen und das jährliche Dorffest.
Infrastruktur mini|Kita in Saalhausen Durch den Ort verläuft von Großräschen nach Finsterwalde die Bundesstraße 96. Direkt westlich von Saalhausen liegt die Bundesautobahn 13, die über die Anschlussstelle Großräschen erreicht werden kann.
In Saalhausen wird eine Kiesgrube betrieben in der auch Achate gefunden werden.Mineralienatlas - Kiesgrube Saalhausen, abgerufen am 26. Juni 2014. Im Ort gibt es eine Kindertagesstätte in privater Trägerschaft.
Literatur Schriftenreihe für Heimatforschung Kreis Senftenberg, Heft Nr. 1.
Weblinks
Saalhausen auf der Website der Stadt Großräschen
Einzelnachweise Saalhausen. Stadt Großräschen, abgerufen am 1. Dezember 2017.
Oliver Sobe: Vierstimmig im Gesang in Lausitzer Rundschau, 20. September 2008.
Kategorie:Ort im Landkreis Oberspreewald-Lausitz Kategorie:Geographie (Großräschen) Kategorie:Ort in der Niederlausitz Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) Kategorie:Ersterwähnung 1290 Kategorie:Gemeindeauflösung 2001 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)