Das Stechende Sternauge (Pallenis spinosa) ist eine Pflanzenart aus der Pallenis innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung mini|links|Habitus und Blütenkörbe mini|Früchte mini|Illustration aus Flore coloriée de poche du littoral méditerranéen de Gênes à Barcelone y compris la Corse Diese Art ist sehr formenreich.

Vegetative Merkmale Das Stechende Sternauge ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimetern erreicht. Die Pflanzenteile sind abstehend behaart; die Basis der Trichome ist verdickt.

Die Laubblätter sind kurz bespitzt und haben einen öhrchenförmigen, halbstängelumfassenden Grund.

Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von Juni bis vermutlich August. Die äußeren Hüllblätter sind 1,5 bis 4 Zentimeter lang, dornspitzig und viel länger als die Strahlenblüten. Die Strahlenblüten sind gold-gelb und zwei- bis dreireihig.

Die äußeren Früchte sind geflügelt, die inneren besitzen einen prismenförmigen Pappus aus haarförmig zerschlitzten Schuppen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 10.

Vorkommen Das Stechende Sternauge kommt im Mittelmeerraum und im Orient vor. Das Stechende Sternauge wächst auf trockenen Kalkklippen, Felsfluren und ruderal.

Systematik Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen Buphthalmum spinosum durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 903. Alexandre Henri Gabriel de Cassini stellte sie 1825 in die neu geschaffene Gattung Pallenis. 1844 stellte Karl Heinrich Schultz ihn dann als Asteriscus spinosus auf. Während das Stechende Sternauge von Annette Wiklund (1985) in die Gattung Asteriscus platziert wurde, wurde es im Rahmen der nomenklatorischen Überarbeitung der Gattung durch Werner Greuter 1997 dann wieder gemeinsam mit weiteren Arten in die Gattung Pallenis gestellt. Spätere molekularbiologische Untersuchungen bestätigten diese Einstufung. Das Stechende Sternauge ist als Schwestertaxon zur Klade aus den beiden anderen Arten Pallenis hierichuntica und Pallenis maritima die basalste Art der Gattung.

Je nach Autor gibt es etwa vier Unterarten: Pallenis spinosa subsp. asteroidea , verbreitet im östlichen Mittelmeergebiet. Pallenis spinosa subsp. aurea , verbreitet in Spanien, Portugal und Nord-Marokko. Pallenis spinosa subsp. maroccana , verbreitet in Marokko und West-Algerien. Pallenis spinosa subsp. spinosa: Ihre Verbreitung deckt sich weitgehend mit der Art.

Nutzung Das Stechende Sternauge wird selten als Zierpflanze genutzt.

Quellen Literatur

Einzelnachweise Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Impensis Laurentii Salvii, Holmiae 1753, S. 903, Werner Greuter: Save Asteriscus, sink Nauplius (Compositae). In: Flora Mediterranea. Band 7, 1997, S. 41–48, PDF-Datei. Leslie R. Goertzen, Javier Francisco-Ortega, Arnoldo Santos-Guerra, Jeffrey P. Mower, C. Randal Linder, Robert K. Jansen: Molecular Systematics of the Asteriscus Alliance (Asteraceae: Inuleae) II: Combined Nuclear and Chloroplast Data. In: Systematic Botany. Band 27, Nr. 4, 2002, S. 815–823, DOI:10.1043/0363-6445-27.4.815. Annette Wiklund: The genus Asteriscus (Asteraceae-Inuleae). In: Nordic Journal of Botany. Band 5, Nr. 4, 2005, , S. 299–314, DOI: 10.1111/j.1756-1051.1985.tb01658.x. Werner Greuter: Compositae (pro parte majore). Datenblatt Pallenis spinosa In: Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2006–2009. Ch. Aurich, Dieter Podlech: Zur Gliederung von Asteriscus spinosus (L.) Schultz Bip. sensu lato (Compositae). In: Mitteilungen der Botanischen Staatssammlung München. Band 28, 1989, S. 239–296, .

Weblinks

Kategorie:Inuleae (Tribus)