Hachijō-jima () ist eine vulkanische Insel im Pazifischen Ozean. Sie gehört geographisch zu den Izu-Inseln und administrativ zur Stadt Hachijō der Präfektur Tokio.

Im Strafrecht des Tokugawa-Shogunats diente die Insel als Verbannungsort für Straftäter aus Ostjapan, d. h. der Provinz Mino und östlich davon.

Geographie mini|links|Der Berg Nishiyama (Hachijō-Fuji) Die 69,09 km² große Insel Hachijō-jima liegt im Pazifischen Ozean südlich der Sagami-Bucht und der Izu-Halbinsel.

7,5 km westlich befindet sich die 3,08 km² große Insel Hachijō-kojima (, dt. „kleine Hachijō-Insel“). Zur Unterscheidung von dieser wird Hachijō-jima daher auch als Hachijō-honjima (, dt. „Hachijō-Hauptinsel“) oder Hachijō-ōshima (, dt. „große Hachijō-Insel“) bezeichnet.

Die Insel besteht aus zwei Vulkankegeln, dem 854,3 m hohen Nishiyama (, „Westberg“), der aufgrund seiner gleichmäßigen Kegelform auch Hachijō-Fuji () genannt wird, im Nordwesten und dem 700,9 m hohen Higashiyama (, „Ostberg“) bzw. Mihara-yama () im Südosten.

Die Einwohner (Stand: ) der gleichnamigen Gemeinde leben größtenteils in der Ebene zwischen beiden Vulkankegeln.

Fauna und Flora Hachijō-jima liegt als Teil der Inselgruppe im Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark.

Sprache Auf Hachijō-jima wurde der Hachijō-Dialekt gesprochen, der viele archaische Formen der östlichen Dialekte des Altjapanischen bewahrt hat. Ältere Einwohner besitzen jedoch nur noch ein passives Verständnis und jüngere gar keines.

Wirtschaft Die Insel lebt vom Tourismus, Fischfang und Gartenbau. Die örtliche gelbgetönte Seidenproduktion, bekannt als „Kihachijō“ (黄八丈), ist als Immaterielles Kulturerbe registriert.

Verkehr Auf der Insel liegt der Flughafen Hachijōjima.

Literatur S. Noma (Hrsg.): Hachijōjima. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 483.

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Einzelnachweise

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