Gerhard Gepp (* 20. April 1940 in Pressbaum; † 25. März oder 26. März 2024 in Tulln an der Donau) war ein österreichischer Illustrator, Maler und Grafiker.
Leben und Werk mini|hochkant|„Final Play“ von Gerhard Gepp mini|hochkant|„Therapie“ von Gerhard Gepp mini|hochkant|„Anachronism“ von Gerhard Gepp mini|hochkant|„Pneu“ von Gerhard Gepp mini|hochkant|„Television“ von Gerhard Gepp Gerhard Gepp wurde 1940 in Pressbaum geboren. Als Künstler war Gepp Autodidakt. Zunächst absolvierte er eine Ausbildung zum Offsetdrucker. Danach arbeitete er von 1964 bis 1976 als Grafikdesigner und Illustrator. Er erhielt Preise für verschiedene Arbeiten, z. B. den Plakatpreis der Stadt Wien und den „Rizzoli-Preis“ Mailand. Es folgten erste Veröffentlichungen in Fachmagazinen in Deutschland und in der Schweiz. Parallel dazu entstanden Fotoarbeiten für Werbung und Gepp stellte seine Arbeiten in der Wiener Galerie „Die Brücke“ aus.
Ab 1976 fertigte er handkolorierte Radierungen an; zudem Zeichnungen, Gouachen und Ölbilder, die in der „BAWAG-Foundation“ Wien ausgestellt wurden. Es folgten weitere Ausstellungen in Österreich und Deutschland sowie Präsentationen bei Kunstmessen in Basel, Köln und Gent.
Ab 1989 arbeitete er an dem als „Poetische Satire“ bezeichneten Werk. Diese Arbeiten mit Acryl auf Karton und Leinwand wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen ausgestellt und mit Preisen ausgezeichnet. Seine Illustrationen erschienen in zahlreichen internationalen und deutschsprachigen Publikationen.
1991 begann Gepp mit dem Werkteil „Devolution“. Die mit Säuren und Laugen vorbereiteten Papiere und Kartons wurden anschließend vom Künstler zeichnerisch überarbeitet.
2001 wurde ihm der Berufstitel Professor verliehen.
Gerhard Gepp ließ sich durch die Wiener Galerie Siegfried Kaiblinger vertreten. Er lebte als freier Illustrator, Maler und Zeichner in Pressbaum bei Wien und starb nach schwerer Krankheit im März 2024 im Alter von 83 Jahren im Universitätsklinikum Tulln.
Preise und Auszeichnungen 1983 Staatspreis für Werbung, Girozentrale / IMT Wien (Österreich) 1990 Intern. Cartoonfestival Budapest (Ungarn), 3. Preis 1991 Satyrykon, Legnica (Polen), Spezialpreis 1992 IWA-Foundation,Havirov (Tschechoslowakei), 3. Preis 1992 Velocartoon, Šiauliai (Litauen), 1. Preis 1993 Satyrykon, Legnica (Polen), 3. Preis 1994 Österreichischer Kinder- und Jugendbuch-Illustrationspreis 1994 Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien (Österreich) 1996 Satyrykon, Legnica (Polen), Spezialpreis 1997 The Golden Smile, Belgrad (Jugoslawien), 2. Preis 1997 Satyrykon, Legnica (Polen), 3. Preis 1998 12. Dutch Catoonfestival, Eindhoven (Niederlande), Spezialpreis 1998 Satyrykon, Legnica (Polen), 3. Preis 1999 20. Biennale Internazionale dell’Umorismo nell’Arte, Tolentino (Italien), Spezialpreis 1999 Satyrykon, Legnica (Polen), Spezialpreis 2001 International Forum of Visual Humour, Surgut/RUS, Spezialpreis 2002 Satyrykon, Legnica (Polen), 1. Preis 2003 Eurohumor, Borgo San Dalmazzo/I, Spezialpreis 2003 Satyrykon, Legnica (Polen), 3. Preis 2004 Swiss Cartoon Award, Schweiz, Spezialpreis; Humorest 2004 Hradec Králové (Tschechien), 3. Preis 2006 Alles Wein, Literatur & Karikatur, Krems (Österreich), 2. Preis 2006 Satyrykon (surprise!), Legnica (Polen), Grand Prix 2008 Hans Langitz-Gedächtnispreis für Karikatur, Klagenfurt (Österreich) 2008 Aydin Dogan XXV Intern. Cartoon Comp., Istanbul (Türkei), 3. Preis 2012 Karikaturmuseum Warschau (Polen), International Competition The ball is in play, 1. Preis 2014 Dieter Burkamp Preis für Karikatur (Deutschland), 2. Preis 2016 Satyrykon, Legnica (Polen), Grand Prix
Einzelausstellungen Beginn 1989 (Auszug)
1991 Intern. Kulturzentrum Krakau/PL Galerie der Stadt Legnica/PL 1993/’96/’98/’02/’06 Galerie Peithner-Lichtenfels, Wien/A Galerie der Stadt Salzburg/A 1994/’99/’03 Galerie Thomas Flora, Innsbruck/A Galerie Peithner Lichtenfels, Prag/CZ 1995 National Art Gallery, Islamabad/PAK National Collage of Arts, Lahore/PAK Indus Valley School of Art, Karachi/PAK All India Fine Arts Society, New Delhi/IND 1996/’03 Galerie etcetera, München/D /’00/’04 Galerie Welz/Salzburg/A 1997 Inter Art Galerie, Köln/D Österr. Botschaft Washington D.C./USA Galleria d’Arte Artesegno, Udine/I 1998 Galerie Kramer, Hamburg/D 2000/’04 Galerie Wolfrum, Wien/A 2001/’06 Galerie am Salzgries, Wien/A NÖ-Dokumentationszentrum, St. Pölten/A Österr. Kulturforum Warschau/PL 2002 Haus der Kunst, Graz/A 2004 Österr. Kulturforum Brünn/CZ 2005 Olaf Gulbransson-Museum, Tegernsee/D 2006 Kulturkreis Sennestadt, Bielefeld/D 2007 Galerie bast-art,Wien/A 2009 Egon-Schiele-Museum, Tulln 2010 Museum of Caricature and Cartoon Art, Warschau/PL 2010 Galerie Kaiblinger, Wien
Ausstellungsbeteiligungen 1990 Internat. Cartoonfestival, Ungarisches Nationalmuseum Budapest, Ungarn 2009 Trends und Träume im Schloss Fischau, Viertelsgalerie des Landes Niederösterreich in Bad Fischau (abgerufen am 26. Juni 2009)
Museen und Sammlungen Albertina / Wien Sammlung Leopold / Wien Niederösterreichisches Landesmuseum Artothek Niederösterreich Kulturamt der Stadt Wien Intern. Museum des Humors in der Kunst, Tolentino/I Karikaturenmuseum Warschau Moravské Galerie Brünn/CZ Karikaturenmuseum Basel/CH Fine Arts Museum Surgut/RUS Karikaturmuseum Krems
Illustrationen in Zeitungen und Zeitschriften Gerhard Gepp fertigte zahlreiche Auftragsarbeiten für Druckmedien an, darunter für die Tageszeitungen Der Standard, Die Presse und die Wiener Zeitung in Österreich sowie Die Zeit und die Süddeutsche Zeitung in Deutschland. Zu den von Gepp illustrierten Magazinen gehören unter anderem das österreichische Wirtschaftsmagazin trend, das populärwissenschaftliche Magazin Psychologie heute in Deutschland und die Satirezeitschrift Nebelspalter in der Schweiz. Für die 1980 von Jörg Mauthe gegründete und 2004 an die Wiener Zeitung verkaufte Zeitschrift Wiener Journal erstellte Gepp zahlreiche Illustrationen und Titelbilder.
Kataloge Gerhard Gepp 1982 Hrsg. Galerie Hilger (Vorwort Wolfgang Hilger), Wien Gerhard Gepp 1984, 1986 und 1987 (Ölbilder) Devolution, 1991 (Vorwort Gabriela Nagler) Spiegelfechtereien 1987 Poetische Satire 1993 (Vorwort Angelica Bäumer) Poetische Satire Arbeiten 1993–1996 (Vorwort Günter Traxler) Poetische Satire Arbeiten 1997–2000 (Vorwort Florian Steininger) Poetische Satire Arbeiten 2001–2003 (Vorwort Manfred Wagner) Gerhard Gepp 2010, Katalog zur Ausstellung Warschau (Vorwort Manfred Wagner) „Poetischer Realismus“, 2014, Arbeiten 1979–2006 (Vorwort Silvie Aigner)
Bücher Werner Fiala, Gerhard Gepp: Manifest in Wort und Bild. Bibliothek der Provinz, 2010, ISBN 978-3-90000-072-1 Irene Ulitzka, Gerhard Gepp: Das Land der Ecken. Picus Verlag, 1994, ISBN 3-85452-062-X, (Österr. Kinder- und Jugendbuchpreis 1994, Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien, 1994) Gerhard Gepp: Kleines Boot auf Grosser Reise. Picus Verlag, 1995, ISBN 3-85452-087-5
Weblinks
5. Internationale Grafik Triennale auf Kunstaspekte.de
Einzelnachweise
Kategorie:Illustrator (Österreich) Kategorie:Maler (Österreich) Kategorie:Grafiker (Österreich) Kategorie:Zeitgenössischer Künstler Kategorie:Professor (Berufstitelträger) Kategorie:Person (Pressbaum) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Gestorben 2024 Kategorie:Mann