Mensur Mujdža (* 28. März 1984 in Zagreb, SFR Jugoslawien) ist ein ehemaliger bosnisch-herzegowinischer Fußballspieler, der bis Juni 2017 beim deutschen Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern unter Vertrag stand. Er spielte als Rechtsfuß und agierte die meiste Zeit als Rechtsverteidiger. Sein Bruder Jasmin Mujdža ist ebenfalls Fußballspieler.
Karriere Bis 2009 Er spielte seit seinem neunten Lebensjahr für den NK Zagreb.Mensur Mujdza: Er will ein besserer Fußballer werden, www.badische-zeitung.de vom 17. Juli 2009. Mujdža spielte zwischen 2002 und 2009 135-mal für den NK Zagreb in der höchsten kroatischen Spielklasse, dort spielte er neben seiner Position als Rechtsverteidiger auch vermehrt im rechten Mittelfeld und schoss insgesamt fünf Tore. Mujdža spielte bereits in seiner gesamten Jugendzeit für Zagreb, ehe er zu den Profis wechselte. Seine Trikotnummer war die 24. In den Jahren 2004/05 sowie 2006/07 schaffte er mit dem jeweils dritten Platz das beste Saisonergebnis mit dem Verein. Mujdža machte erste Erfahrungen auf internationaler Ebene, als der NK Zagreb nach der Saison 2003/04, wie auch 2007/08 am damaligen UEFA Intertoto Cup teilnehmen durfte. Man schied dort allerdings in der ersten Runde aus. In der Saison 2007/08 schoss er im Duell gegen NK Inter Zapresic am 22. Juli 2007 (3:0) sein erstes Tor in der 1. HNL für NK Zagreb. Seine letzte Saison in Zagreb 2008/09 beendete er mit dem NK Zagreb auf dem fünften Platz. In seinem letzten Spiel für Zagreb gegen den NK Zadar (3:1) schoss er zum Zwischenstand von 2:1 auch sein letztes Tor für seinen damaligen Verein. Mensur Mujdža kam in dieser Zeit einmal für die kroatische U-20-Nationalmannschaft sowie mehrfach für die U-21-Nationalmannschaft zum Einsatz, zuletzt im September 2006 in einem Spiel gegen die Ukraine.
2009 wechselte er zum deutschen Bundesligisten SC Freiburg. Mujdža, der für eine Ablösesumme von ungefähr 500.000 € nach Freiburg kam, wurde in erster Linie als Nachfolger von Daniel Schwaab gehandelt, der zu Bayer 04 Leverkusen wechselte. Seine Schnelligkeit, technische Beschlagenheit und sein robustes Auftreten auf dem Platz waren Argumente für den schnellen Transfer, auch weil er als Abwehrspieler mit einem großen Drang zur Offensive galt. Der Transfer wurde endgültig am 17. Juni 2009 bekannt.Transfer von Mujdža perfekt Wie bereits in Zagreb bekam er auch in Freiburg die Rückennummer 24.
Saison 2009/10 Mensur Mujdža musste sich mit anfänglichen Schwierigkeiten auseinandersetzen. Er bekam seinen ersten kurzen Einsatz in der Fußball-Bundesliga am 3. Spieltag der Saison gegen Bayer 04 Leverkusen (0:5), als er in der 76. Minute für Jonathan Jäger eingewechselt wurde. Es folgten vier weitere kürzere Einsätze in unregelmäßigeren Abständen. Mit den Worten „Die Mannschaft spielen zu sehen und nicht mithelfen zu können, das war das Schlimmste“, beschrieb Mujdža diese anfängliche Zeit.Mensur Mujdža: Endlich für den SC Freiburg am Ball Am 26. Spieltag gegen Rekordmeister FC Bayern München in der Allianz Arena (1:2) stand er erstmals in der Startformation des SC Freiburg, ehe er in der 75. Minute ausgewechselt wurde. Mujdža bezeichnete dieses Match anschließend als das bis dahin größte Spiel in seinem Leben. Durch dieses Spiel gelang ihm in Freiburg der endgültige Durchbruch, da er in diesem Spiel durchweg überzeugen konnte. Daraufhin war Mensur Mujdža nicht mehr aus der Startelf wegzudenken, er spielte bis zum Saisonende jedes Spiel von Anfang an und wurde kein einziges Mal ausgewechselt. In diesen Spielen erhielt er drei gelbe Karten und war stets auf der rechten Seite der Verteidigung zu finden. Mujdža bekam gegen Ende der Saison verstärkt Lob für sein geduldiges und engagiertes Arbeiten im Team, denn so sagte auch der damalige Trainer Robin Dutt: „Er hat nie gemeckert und immer Vollgas gegeben“, über die Zeit in der Mujdža nur zu kürzeren Einsätzen kam, aber dennoch im Training immer alles gegeben hat. Er entwickelte sich somit zum Stammspieler und war daraufhin fester Bestandteil der Startelf. Mujdža betonte, dass er nie den Glauben an sich selbst verloren hatte und primär die unterschiedlichen sportlichen Anforderungen infolge des Wechsels von Kroatien nach Deutschland Grund für die Anlaufschwierigkeiten waren. Mit dem SC Freiburg erreichte er in dieser Saison den 14. Platz in der Liga, nachdem der Klassenerhalt nach dem 33. Spieltag gegen den 1. FC Köln (2:2) gesichert wurde.
Saison 2010/11 Die Saison begann für Mensur Mujdža im Duell gegen den FC St. Pauli (1:3) am 1. Spieltag. Mujdža stand in der Startelf, musste verletzungsbedingt nach der ersten Halbzeit ausgewechselt werden. Danach kam der Rechtsverteidiger bis zum 10. Spieltag immer zum Einsatz von 90 Minuten, aber am 11. Spieltag gegen den 1. FSV Mainz 05 musste er aufgrund von Knieproblemen aussetzen. Gegen die TSG 1899 Hoffenheim (1:0) am 12. Spieltag war er wieder dabei und bis zum 24. Spieltag kam er weiterhin in jedem Spiel zu einem Einsatz über die gesamte Spieldauer. Bei der 0:1–Niederlage gegen den 1. FC Köln bekam Mujdža jedoch seine fünfte Gelbe Karte der Saison und war somit für die Partie gegen Werder Bremen gesperrt. Ab dem 26. Spieltag stand er aber wieder bei jedem Spiel des SC Freiburg in der Startelf und kam in jedem Spiel zum Einsatz. Die Partie am 17. April 2011 gegen Borussia Dortmund im Westfalenstadion (0:3) war mit 80.720 Zuschauern das Spiel mit der größten Kulisse für ihn.Mensur Mujdža besondere Spiele Mujdža schloss die Saison, bei der er in 32 von 34 Partien zum Einsatz kam, mit dem SC Freiburg auf dem neunten Platz in der Fußballbundesliga ab und verpasste somit die lange möglich gewesene Qualifikation für den Europapokal, da man die Hinrunde sogar auf dem sechsten Rang beendete. Mujdža zeichnete sich insbesondere neben seiner guten Spielübersicht und Ausdauer durch seine Konstanz, Zweikampfstärke und Sicherheit im Passspiel aus. Seine Leistungen gaben einen wichtigen Beitrag zur Stabilität in der Freiburger Verteidigung und dem überdurchschnittlichen Abschneiden des Vereins in dieser Saison.
Am 12. Januar 2011 verlängerte Mensur Mujdža vorzeitig seinen Vertrag beim SC Freiburg bis 2014. Freiburgs Sportdirektor Dirk Dufner lobte ihn parallel dazu mit den Worten „Der Junge hat eine tolle Entwicklung genommen“.Mujdža bleibt dem SC treu.
Nationalmannschaft 2010/11 Am 6. Mai 2010 gab Mensur Mujdža bekannt, dass er sich nach Gesprächen mit Safet Sušić inzwischen für die A-Nationalmannschaft Bosnien-Herzegowinas entschieden habe und für diese in Zukunft antreten werde. Da Mujdža neben der kroatischen auch die bosnische Staatsbürgerschaft besitzt, war das nun möglich. So debütierte er am 10. August 2010 beim Freundschaftsspiel gegen Katar (1:1). Ursprünglich war sein erster Einsatz für Bosnien-Herzegowina bereits für das Freundschaftsspiel am 3. Juni 2010 gegen Deutschland in Frankfurt am Main geplant.Debütiert Mujdža schon gegen Deutschland?. Er konnte diesen Termin jedoch nicht wahrnehmen, weil die erforderliche Freigabe durch die FIFA noch nicht ausgestellt wurde. Am 3. September 2010 feierte er beim 3:0–Sieg Bosnien-Herzegowinas im Stade Josy Barthels gegen Luxemburg seinen ersten Erfolg mit der Nationalmannschaft und bestritt gleichzeitig sein erstes offizielles Spiel. Mujdža kam fortan regelmäßig zum Einsatz im Nationaltrikot und spielte mit Bosnien-Herzegowina um die direkte Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2012. Mujdža spielte bei sämtlichen Einsätzen von Anfang an.
Saison 2011/12