Barbara May, anfangs auch als Babsi May geführt (* 28. April 1961 in Wien), ist eine österreichische Schauspielerin und Schauspielpädagogin.

Leben Barbara May begann im Alter von 12 Jahren mit dem Ballettunterricht, wechselte jedoch bald die Schule, als sie mit 14 Jahren Heide SteinwachsIMDb: Heide Steinwachs, abgerufen am 14. Juli 2015 kennenlernte. Letztere war unter anderem im Jahre 1972 gemeinsam mit Bob Fosse und Liza Minnelli maßgeblich an der Produktion des Filmklassikers Cabaret beteiligt. Die junge Barbara May wurde von Heide Steinwachs sowie von Rolf Kutschera und Marianne Mendt gefördert und übernahm bereits im Alter von 16 Jahren die Funktion einer Trainingsassistentin im Theater an der Wien. Im Jahre 1978 wurde sie von der größten deutschen Jugendzeitschrift „Bravo“ als „Bravo-Mädchen des Jahres“ entdeckt.„Bravo-Girl 1978: Babsi Mai aus Wien (17 Jahre)“, abgerufen am 14. Juli 2015. Bei diesem „Bravo-Teenwahl“-Bewerb in der Dortmunder Westfalenhalle trat Barbara May im Gegensatz zu ihren Mitbewerberinnen als Tänzerin bzw. mit Stepptanz-Einlagen auf und überzeugte damit die Jury derart, dass ihr der Erste Preis verliehen wurde. Der Filmproduzent Dieter Geissler wurde so auf die Begabung von Barbara May aufmerksam und engagierte sie als Tänzerin und Schauspielerin für den Film Disco-Fieber (zur Musik der Gruppe „Boney M“, die mit diesem Film eine LP mit ihren bekanntesten Hits präsentierte).

Edith Leyrer und Marianne Mendt setzten sich dafür ein, dass Barbara May nunmehr die Leitung der Tanzschule übernahm. Diese brach daher ihre Schulausbildung (Handelsakademie in der Hörlgasse) vorzeitig ab und gründete das „Dance Center Barbara May“.

Als Barbara May von der deutschen Agentur Jovanovic als Schauspielerin aufgenommen wurde und in der Folge die Rollenangebote rapide zunahmen, konnte sie ihr „Dance Center“ nicht mehr weiterführen, und der Wechsel zum Schauspielberuf war endgültig vollzogen.

Während der Dreharbeiten zur Fernsehserie Goldene Zeiten – Bittere Zeiten (1983) lernte sie ihren späteren Mann Wolf Roth kennen. Am 26. Oktober 1993 wurde ihr Sohn David Christopher Roth geboren. Nach einer Zeit, in der sich Barbara May vorwiegend ihrer Familie widmete, entschied sie sich, eine bilinguale Ausbildungseinrichtung zu schaffen, welche insbesondere den Anforderungen des Filmschauspielerberufes entspricht, und gründete am 31. Oktober 1999 in Wien die Filmakademie 1st Filmacademy zur Ausbildung von Nachwuchsschauspielern,Barbara May, auf wienerzeitung.at vom 22. Mai 2003, abgerufen am 14. Juli 2015 die bis 2024 und zur Insolvenz der music support group GmbH, zu der auch die filmacademy Wien gehört, Bestand hatte.

Filmografie (Auswahl) 1979: Disco-Fieber 1980: Zärtlich aber frech wie Oskar 1981: Ein Kaktus ist kein Lutschbonbon 1983: Goldene Zeiten – Bittere Zeiten (TV) 1984: Marilyn – Regie: Ralf Huettner 1985: Il Generale – Regie Lugi Manghi 1986: Mino – Ein Junge zwischen den Fronten (Mino) 1987: Maupassant – Regie: Peter Deutsch 1987: Das Mädchen mit den Feuerzeugen – Regie: Ralf Huettner 1988: Der Fluch – Regie: Ralf Huettner 1988: Fantomes en heritage – Regie: Juan Luis Buñuel (TV) 1989: Otto – Der Außerfriesische 1989: Das Collier 1989: Flaming Armadillo – Regie: Roger Burckhardt 1990: Sicher ist sicher – Regie: Peter Weck 1992: Andere Umstände – Regie: Bettina Woernle (TV) 1992: Tödlicher Stoff (Dalla notte all'alba) – Regie: Cinzia Torrini (TV) 1993: Liebe ist Privatsache – Regie: Sigi Rothemund 1995: Die neue Mordwaffe – Regie: G. Scholz 1996: Sommergeschichten – Regie: U. Limmer 1997: Dr. Stefan Frank – Der Arzt, dem die Frauen vertrauen: Verzeih mir, Monika 1999: Der Bulle von Tölz: Tod aus dem All

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Einzelnachweise

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