Gladbach in der Eifel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wittlich-Land an.
Geschichte Die urkundliche Erstnennung der Gemeinde geht auf Besitzverzeichnisse der Abtei Echternach zurück. Zum Ende des 8. Jahrhunderts wurde ein königliches Gut („fisci“) mit Namen Dreyse am Fluss Salmana, vom Bruder Karls des Großen, Karlmann der Abtei geschenkt. Zu diesem Gut gehörten auch einige Orte in der näheren Umgebung.
Im Jahre 895, am 28. Oktober, bestätigte König Zuentibold der Abtei Echternach auf Bitten des Trierer Erzbischofs Ratbold ihre Besitzungen. In diesem Besitzverzeichnis wird unter anderem auch Gladbach aufgeführt.
Gladbach gehörte landesherrlich zum Herzogtum Luxemburg. Der Ort war der Herrschaft Bruch zugeordnet. In Gladbach und im nahen Bruch, konnte die Abtei Echternach, im Gegensatz zur Entwicklung in Dreis, seine Landesherrlichkeit nicht ausbauen, da die Salm die Grenze zwischen dem Herzogtum Luxemburg und dem Kurstaat Trier bildete. Gladbach und Bruch lagen auf der rechten Salmseite und somit im Luxemburgischen.
Ab 1794 stand Gladbach unter französischer Herrschaft und gehörte von 1795 bis 1814 zum Kanton Dudeldorf im Département des Forêts (Wälderdépartement). 1815 wurde die Region auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.
Statistik zur Einwohnerentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Gladbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 247 1835 358 1871 386 1905 383 1939 370 Jahr Einwohner 1950 396 1961 386 1970 476 1987 404 2005 361
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Gladbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.
Bürgermeister Sylvia Krones (parteilos) wurde am 15. August 2019 Ortsbürgermeisterin von Gladbach. Da für die Direktwahl am 26. Mai 2019 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat, der sich auf seiner konstituierenden Sitzung einstimmig für Sylvia Krones entschied. In: Mein Wittlich.land, Ausgabe 35/2019, Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen. Abgerufen am 16. Januar 2021. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde sie als einzige Bewerberin mit einem Stimmenanteil von 64,2 % für weitere fünf Jahre wiedergewählt.
Die Vorgänger von Sylvia Krones waren seit 2004 Oswald Wingender und zuvor Rudolf Bischet.
Wappen
Sehenswürdigkeiten Mahlmühle am Gladbach, urkundlich 1409 erwähnt Ölmühle, 1785 neu erbaut Martinsbrunnen
Sport SV Gladbach (Vereinsfarben rot und weiß) Abteilung Tischtennis: Zur Saison 2008/2009 wurde diese Abteilung mit einer Mannschaft gegründet. In der Saison 2009/2010 gab es bereits zwei Mannschaften. Die erste Mannschaft wurde in ihrer zweiten Saison ungeschlagen Meister.
Literatur Andreas Wisniewski: Kreisjahrbuch Bernkastel-Wittlich. o. J.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Bernkastel-Wittlich Kategorie:Ersterwähnung im 8. Jahrhundert