Dowhe (; , ) ist eine Siedlung (ukrainisch )Siehe dazu in der Oblast Transkarpatien in der westlichen Ukraine südöstlich von Mukatschewo. 2004 zählte man etwa 6800 Einwohner.
Geographie In Dowhe, das auf Höhe am Ufer der Borschawa liegt, trifft die Territorialstraße T–07–19 auf die T–07–12. mini|links|Panoramablick auf den Ort (2012)
Am 12. Juni 2020 wurde Dowhe zusammen mit sieben umliegenden Dörfern zum Zentrum der neu gegründeten Landgemeinde Dowhe (), bis dahin bildete es die Landratsgemeinde Dowhe () im Osten des Rajons Irschawa.
Am 17. Juli 2020 kam es im Zuge einer großen Rajonsreform zum Anschluss des Rajonsgebietes an den Rajon ChustВерховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX Про утворення та ліквідацію районів.
Seit 2025 trägt sie analog zum namensgebenden Siedlung den Namen Siedlungsgemeinde Dowhe (Довжанська селищна територіальна громада/Dowschanska selyschtschna terytorialna hromada).
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Dowhe Teil der Gemeinde:
Name ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch slowakisch ungarisch deutsch Bronka Бронька Бронька Broňka Szuhabaranka
Kalliw Каллів Каллов (Kallow) Kalová Kálovi
Lypezka Poljana Липецька Поляна Липецькая Поляна (Lypezkaja Poljana) Lipecká Poľana Lipcsemező
Oschowerch Ожоверх Ожоверх Ozovrch Magastető
Pryborschawske Приборжавське Приборжавское (Priborschawskoje) Zadné Zárnya
Slopowyj Слоповий Слоповый (Slopowy) Slopové Szlopony
Sucha Суха Суха Suchá Szuha
Geschichte Der Ort wurde 1383 zum ersten Mal schriftlich als Nagh Dovha erwähnt und gehörte damals zum Komitat Bereg. Etwa 80 Jahre später 1454 gehörte er zum Komitat Máramaros. Über Jahrhunderte war er im Besitz der Familie Dovhay, während der Kuruzenaufstände kämpfte auch Franz II. Rákóczi hier gegen die kaiserlichen Truppen. Ihm zu Ehren wurde 1902 ein Mahnmal im Ort aufgestellt. links|mini|Teil des Teleki-Schlosses Bis 1919 gehörte der Ort dann zum Kaiserreich Österreich-Ungarn beziehungsweise Ungarn, danach war er Teil der Karpato-Ukraine der Tschechoslowakei. Mit der Annektierung kam er 1939–1945 wieder zu Ungarn, ab 1945 war der Ort ein Teil der Sowjetunion beziehungsweise ist seit 1991 Teil der Ukraine.
1971 bekam der Ort dann den Status einer Siedlung städtischen Typs zuerkannt, dieser wurde aber am 29. November 1994 wieder aberkannt und Dowhe zu einem Dorf herabgestuft. Im Juli 2025 folgte die erneute Erhebung zur Siedlung.
Sehenswertes Schloss der Telekis aus dem 17. Jahrhundert Kirche aus dem 15. Jahrhundert, wurde im Jahr 2000 restauriert
Weblinks
Eine kleine Region mit vielen Facetten (PDF-Datei; 40 kB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Transkarpatien Kategorie:Rajon Chust Kategorie:Ersterwähnung 1383