Lavardin ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) ^im Département Loir-et-Cher in der Region Centre-Val de Loire.
Der Ort liegt am Fluss Loir und wurde aufgrund seines mittelalterlichen Ortsbildes mit seiner Burgruine und seinem frühromanischen Kirchenbauwerk als eines der Plus beaux villages de France (schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert.Lavardin auf Les plus Beaux Villages de France (französisch) Bekannte Künstler wie der Landschaftsmaler Charles Busson haben hier ihre Motive gefunden.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2017Einwohner 293 268 222 256 245 262 217 183 Quellen: Cassini und INSEE
Sehenswürdigkeiten die Brücke über den Loir aus dem 13. Jahrhundert, einige Häuser aus dem 12. bis 16. Jahrhundert, die Ruine der Burg Lavardin, Hauptstützpunkt der Herren von Vendôme, mit Resten des Wohntraktes und seiner Nebengebäude sowie des 26 Meter hohen Bergfrieds. die Kirche Saint-Genest aus dem 11. bis 13. Jahrhundert mit romanischen Fresken, Höhlenwohnungen oberhalb der Kirche.
Kirche Saint-Genest Die frühromanische Kirche Saint-Genest ist eine dreischiffige Basilika mit einem ins Langhaus eingestellten Westturm und mit schweren dörflichen Bauformen. In Teilen geht die Bausubstanz auf die Zeit um 1040 und 1080 zurück, der Rest stammt aus dem 12. und 13. Jahrhundert.
Die drei Kirchenschiffe werden von derben Pfeilern und Rundbögen getrennt. Durch den Triumphbogen gelangt man in den Hauptchor, den eine Apsis mit Halbkuppelgewölbe abschließt. Die Pfeiler zwischen Haupt- und Nebenchören haben Kapitelle mit primitiv gebildeten Skulpturen und Ornamentformen. Zahlreiche Reste von Wandmalereien, die seit dem 19. Jahrhundert freigelegt wurden, mildern die Schwere des Raumeindrucks. Sie stammen aus dem 12. bis 16. Jahrhundert.
Literatur
Wilfried Hansmann: Das Tal der Loire. Schlösser, Kirchen und Städte im «Garten Frankreichs». DuMont Reiseverlag, Köln 2003, ISBN 3-7701-6086-X, S. 243.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Centre-Val de Loire Kategorie:Die schönsten Dörfer Frankreichs