Die bulgarische Fußballnationalmannschaft () ist die Fußball-Auswahl des bulgarischen Fußballverbandes. Ihr größter Erfolg war das Erreichen des vierten Platzes bei der Weltmeisterschaft 1994.

Geschichte Der bulgarische Fußballdachverband heißt Balgarski futbolen sajus (bulg. Български футболен съюз) und wurde 1923 gegründet. Die bulgarische Fußballnationalmannschaft kann zwar eine Vielzahl an Endrunden-Teilnahmen vorweisen, doch schied man fast immer bereits in der Vorrunde aus. Lediglich bei der WM 1994 in den USA konnte Bulgarien ins Halbfinale vorstoßen dank eines überragenden Christo Stoitschkow, der zehn Jahre später auch einige Zeit als Nationaltrainer tätig war.

Die Mannschaft wird derzeit von Ilian Iliew trainiert.

Teilnahme Bulgariens an der Fußball-Weltmeisterschaft

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner ErgebnisDie Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: (PDF; 200 kB) Trainer Bemerkungen und Besonderheiten 1930 Uruguay nicht teilgenommen 1934 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Österreich und Ungarn gescheitert 1938 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an der ČSR gescheitert 1950 Brasilien nicht teilgenommen 1954 Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an der ČSR gescheitert 1958 Schweden nicht qualifiziert In der Qualifikation an Ungarn gescheitert 1962 Chile Vorrunde Argentinien, Ungarn, England 15. 1966 England Vorrunde Brasilien, Portugal, Ungarn 15. () 1970 Mexiko Vorrunde Peru, Deutschland, Marokko 13. 1974 Deutschland Vorrunde Schweden, Uruguay, Niederlande 12. 1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Frankreich gescheitert 1982 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Deutschland und Österreich gescheitert 1986 Mexiko Achtelfinale Mexiko 15. 1990 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien gescheitert 1994 USA Spiel um Platz 3 Schweden Vierter Niederlage im Halbfinale gegen ItalienChristo Stoitschkow zusammen mit Oleg Salenko Torschützenkönig. 1998 Frankreich Vorrunde Paraguay, Nigeria, Spanien 29. 2002 Südkorea/Japan nicht qualifiziert In der Qualifikation an Dänemark und Tschechien gescheitert 2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Kroatien und Schweden gescheitert 2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation an Italien und Irland gescheitert, Irland scheiterte dann in den Play-offs. 2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation als Gruppenvierter der Gruppe B gescheitert. Qualifizieren für die WM 2014 konnte sich aus dieser Gruppe nur der Gruppensieger Italien, weil der Gruppenzweite Dänemark als schlechtester Gruppenzweiter den Einzug in die Playoff-Spiele um die letzten vier WM-Startplätze verpasste. 2018 Russland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Frankreich und Schweden gescheitert. 2022 Katar nicht qualifiziert In der Qualifikation an Italien und der Schweiz gescheitert. 2026 Kanada/Mexiko/USA nicht qualifiziert In der Qualifikation an Spanien und der Türkei gescheitert.

Teilnahme Bulgariens an der Fußball-Europameisterschaft

Bulgarien nahm erstmals an einer EM-Endrunde teil als 1996 das Teilnehmerfeld auf 16 erhöht wurde.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten 1960 Frankreich nicht qualifiziert Im Achtelfinale am späteren Vizemeister Jugoslawien gescheitert. 1964 Spanien nicht qualifiziert Im Achtelfinale an Frankreich gescheitert. 1968 Italien nicht qualifiziert Im Viertelfinale am Gastgeber und späteren Europameister Italien gescheitert. 1972 Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Vierten Ungarn gescheitert. 1976 Jugoslawien nicht qualifiziert In der Qualifikation am Titelverteidiger und späteren Vizemeister Deutschland gescheitert. 1980 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an England gescheitert. 1984 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Jugoslawien gescheitert. 1988 BR Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Irland gescheitert. 1992 Schweden nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schottland gescheitert. 1996 England Vorrunde Frankreich, Spanien, Rumänien – Nach einem Sieg gegen Rumänien, einem Remis gegen Spanien und einer Niederlage gegen Frankreich als Gruppendritter ausgeschieden. 2000 Niederlande und Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation an England und Schweden gescheitert. 2004 Portugal Vorrunde Dänemark, Italien, Schweden – Nach drei Niederlagen als Gruppenletzter ausgeschieden. 2008 Österreich und Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien und der Niederlande gescheitert. 2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert In der Qualifikation an England und Montenegro gescheitert. 2016 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Italien und Kroatien gescheitert. 2021 Europa nicht qualifiziert Über die Nations League für die Play-offs qualifiziert, wo die Mannschaft im Halbfinale an Ungarn scheiterte. 2024 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Ungarn und Serbien gescheitert.

Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen für Amateurmannschaften (4-mal) 1908 in London nicht teilgenommen, der Verband wurde erst 1923 gegründet 1912 in Stockholm nicht teilgenommen, der Verband wurde erst 1923 gegründet 1920 in Antwerpen nicht teilgenommen, der Verband wurde erst 1923 gegründet 1924 in Paris nicht teilgenommen 1928 in Amsterdam nicht teilgenommen 1936 in Berlin nicht teilgenommen 1948 in London nicht teilgenommen 1952 in Helsinki Qualifikation 1956 in Melbourne Dritter 1960 in Rom Vorrunde 1964 in Tokio nicht qualifiziert 1968 in Mexiko-Stadt Zweiter 1972 in München nicht qualifiziert 1976 in Montreal nicht qualifiziert 1980 in Moskau nicht qualifiziert

UEFA Nations League 2018/19: Liga C, 2. Platz mit 3 Siegen, 2 Remis und 1 Niederlage 2020/21: Liga B, 4. Platz mit 2 Remis und 4 Niederlagen 2022/23: Liga C, 2. Platz mit 2 Siegen, 3 Remis und 1 Niederlage 2024/25: Liga C, 2. Platz mit 2 Siegen, 3 Remis und 1 Niederlage, in der Relegation um den Aufstieg in Liga B an Irland gescheitert

Erweiterter Kader + Kader für die Freundschaftsspiele gegen Zypern (6. Juni 2025) und Griechenland (10. Juni 2025)(Stand: 10. Juni 2025) Nr. Name Verein Geburtsdatum Einsätze Tore Debüt Letzter Einsatz 1 11 0 23 1 0 21 7 0 Abwehr 24 0 0 − − 20 3 0 14 33 0 18 8 0 3 6 0 15 12 0 2 23 0 Mittelfeld 4 22 0 22 21 0 8 13 1 17 52 2 16 16 3 26 5 0 Angriff 9 13 3 10 27 3 11 23 0 19 4 0 25 7 0 7 19 1

Rekordspieler # Name Zeitraum Spiele Tore WM-Spiele EM-Spiele 1 Stilijan Petrow 1998–2011 105 8 0 2 2 Borislaw Michajlow 1983–1998 102Die FIFA erkennt nur 98 Spiele als A-Länderspiele; (PDF) 0 11 3 3 Christo Bonew 1967–1979 96Davon 9 Olympia-Qualifikationsspiele, die von der FIFA nicht als A-Länderspiele anerkannt werden. 2 davon waren Spiele gegen die polnische A-Nationalmannschaft 48In einigen Statistiken, z. B. Bulgaria - Turkey 5:1 wird eins seiner Tore als Eigentor von Nikos Kovis geführt. 6 0 4 Krassimir Balakow 1988–2003 92 15 10 3 5 Dimitar Penew † 1965–1974 90Davon 9 Olympia-Qualifikationsspiele, die von der FIFA nicht als A-Länderspiele anerkannt werden. Je 2 davon waren Spiele gegen die polnische und rumänische A-Nationalmannschaft 2 9 0 Martin Petrow 1999–2011 90 19 0 3 Iwelin Popow 2007–2019 90 16 0 0 8 Radostin Kischischew 1996–2009 85In seiner eu-football-Spieleliste werden noch 3 Spiele beim Merdeka Tournament 1995 gezählt, die von der FIFA und rsssf nicht berücksichtigt werden. Von rsssf wird dagegen das nach 45 Minuten abgebrochene Spiel gegen Ungarn am 12. März 2003 mitgezählt, das von der FIFA und eu-football nicht berücksichtigt wird. 1 3 2 9 Christo Stoitschkow 1986–1999 83 37 10 3 10 Nasko Sirakow 1983–1996 82In seiner eu-football-Statistik wird noch ein Spiel gegen Griechenland am 31. August 1983 gezählt, das von der FIFA und rsssf nicht berücksichtigt wird. 2411 1 11 Slatko Jankow 1989–1999 80Von rsssf wird noch als 80. Länderspiel das Spiel gegen Südkorea am 18. November 2003 mitgezählt, das in seiner eu-football-Statistik fehlt. 4 8 3 Ajan Sadakow † 1981–1991 79 9 4 0 13 Dimitar Berbatow 1999–2010 78 48 0 3 14 Georgi Dimitrow † 1978–1987 77 7 4 0

Quellen: rsssf.org; eu-football.info

Rekordtorschützen # Spieler Zeitraum Tore Spiele WM-Tore EM-Tore 1 Dimitar Berbatow 1999–2010 48 78 NT 0 Christo Bonew 1967–1979 48Davon 4 in Olympia-Qualifikationsspielen, die von der FIFA nicht als A-Länderspiele anerkannt werden. 2 davon in Spielen gegen die polnische A-Nationalmannschaft 96 2 NT 3 Christo Stoitschkow 1987–1999 37 8363 4 Emil Kostadinow 1988–1998 27 70 1 0 5 Liubomir Angelow † 1931–1940 26 44 NT KW 6 Petar Schekow † 1963–1972 25Davon evtl. einige in Olympia-Qualifikationsspielen, die von der FIFA nicht als A-Länderspiele anerkannt werden. 44 0 NT Iwan Kolew † 1950–1963 25 75 0 NT 8 Nasko Sirakow 1983–1997 24In seiner eu-football-Spieleliste wird noch ein Tor am 22. Mai 1991 gegen San Marino mitgezählt, das in der rsssf-Liste fehlt. 82 2 0 9 Atanas Michajlow † 1967–1979 23 45 0 NT 10 Dimitar Milanow † 1948–1959 20 39 NT NT 11 Martin Petrow 1999–2011 19 90 NT 1 Dinko Dermendschiew † 1966–1977 19 58 1 NT 13 Georgi Asparuchow † 1962–1970 18Bei rsssf.org wird ein 1 Tor mehr genannt als in der Länderspielliste von eu-football.info 49 1In einigen Statistiken wird ihm auch das Tor beim 1:6 im Gruppenspiel 1962 gegen Ungarn zugerechnet. Die FIFA nennt aber Georgi Sokolow als Torschützen. (Hungary 6-1 Bulgaria) NT ; KW = Kein Wettbewerb zur aktiven Zeit des Spielers, NT = Nicht teilgenommen/qualifiziert

Trainer

Liste der Länderspiele der bulgarischen Fußballnationalmannschaft

Siehe auch Fußball in Bulgarien

Weblinks

Homepage des bulgarischen Verbandes (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Fußballnationalmannschaft (UEFA) Fussball Kategorie:Nationalmannschaftsgründung 1924