mini|Skulptur in Frankfurt, Ben Gurion Ring auf dem Gelände der SEB AG alternativtext=|mini|Betonrelief im Münchner U-Bahnhof Bonner Platz Christine Stadler (* 1922 in Eggstätt; † 2001) war eine Bildhauerin und Keramikerin.

Leben Christine Stadler verlebte ihre Jugend- und Schulzeit in Eggstätt. Von 1946 bis 1948 besuchte sie die Kunstschule Prien, anschließend machte sie in München eine Bildhauerlehre. Von 1950 bis 1956 vervollständigte sie ihre künstlerische Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste München und wurde schließlich Meisterschülerin bei Anton Hiller. Christine Stadler war unter anderem Jury- und Vorstandsmitglied in der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst und Mitglied im Komiteebeirat der Internationalen Gesellschaft für christliche Künstler. Sie starb 2001 und wurde in Eggstätt beigesetzt. Ihr Nachlass wurde nach ihrem Tod der Gemeinde Eggstädt übertragen. Eggstätt: Zeit für Christine Stadler, in Samerberger Nachrichten, 29. Juli 2025, Abruf am 18. Januar 2026

Werke Von Christine Stadler stammen viele kirchliche Ausstattungen und Kunstwerke im öffentlichen Raum. Die Wände der Münchner U-Bahnhöfe Bonner Platz und Petuelring sind mit Betonreliefs von ihr geschmückt. In München schuf sie auch zwei Denkmäler für die Geschwister Scholl: eines von 1962 befindet sich vor dem Studentenwohnheim am Steinickeweg, das andere beim Gebäude der Katholischen Akademie Bayern in der Mandlstraße.Helga Pfoertner: Mit der Geschichte leben. Bd. 1, Literareon, München 2001, ISBN 3-89675-859-4, S. 152 () Joseph Ratzinger, der nachmalige Papst Benedikt XVI. erwarb für den Garten seines Hauses in Pentling zwei Skulpturen der Künstlerin; Kopien wurden im Garten des zur Begegnungsstätte umgewidmeten Wohnhauses Papst Benedikt XVI. aufgestellt. Ein profanes Werk der Künstlerin ist eine Skulptur „ohne Titel“ im Fideliopark im Münchner Stadtteil Englschalking.NordOstKultur München

Gestaltung des Altarraums im Caritasaltenheim St. Nikolaus am Biederstein, München (Altar, Tabernakelstele, Ambo, Wandmosaik), im Rahmen des Neubaus des Altenheims 2005 abgebaut Wandteppich im großen Saal der Katholischen Akademie in Bayern, München.

Ehrungen 1982: Schwabinger Kunstpreis 1983: Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 1989: Oberbayerischer Kulturpreis 1998: Komtur mit Stern des Päpstlichen Ritterordens des heiligen Gregors des GroßenAAS 91 (1999), n. 10, p. 1019.

Literatur Eva-Maria Jung-Inglessis, Römische Madonnen. Über die Entwicklung der Marienbilder in Rom von den Anfängen bis in die Gegenwart, St. Ottilien 1989, ISBN 3-88096-484-X. hier: Schutzmantelmadonna, 1987, zum 60. Geburtstag von Joseph Ratzinger, S. 172–173, Abbildung S. 171, Anselm Bilgri, Franz Henrich: Kreuz und Kreatur – Zum Gesamtkunstwerk von Christine Stadler: Skulpturen in Holz, Stein und Bronze, Mosaiken. Eine Ausstellung im Kloster Andechs. Hrsg.: Kloster St. Bonifaz München. Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 1996, ISBN 978-3-7954-1101-5. Steffi Roettgen (Hrsg.): Skulptur und Plastik auf Münchens Straßen und Plätzen. Kunst im öffentlichen Raum 1945–1999. IDEA-Verlag, Puchheim 2000, ISBN 3-88793-150-5.

Weblinks

Betonreliefs von Christine Stadler an einer U-Bahn-Station

Bilder von Werken von Christine Stadler in der Katholischen Akademie in Bayern

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Träger des Gregoriusordens (Komtur mit Stern) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1922 Kategorie:Gestorben 2001 Kategorie:Frau