Rünenberg ist eine politische Gemeinde im Bezirk Sissach des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.

Geographie

Rünenberg liegt auf auf dem Plateau «Berg» zwischen dem Homburgertal und dem Eital. Unter seinen Matten führt der Basistunnel der Eisenbahn-Hauensteinlinie durch. Seine Nachbargemeinden sind Kilchberg, Gelterkinden, Tecknau, Häfelfingen, Rümlingen und Zeglingen. Fläche: 497 ha, davon 54,6 % Landwirtschaft, 37,9 % Wald und 7,5 % Siedlungen (Stand: 2014/15)Gemeindeporträts. Rünenberg. Kanton Basel-Landschaft.

Klima Für die Normalperiode 1991–2020 beträgt die Jahresmitteltemperatur 9,6 °C, wobei im Januar mit 1,0 °C die kältesten und im Juli mit 18,6 °C die wärmsten Monatsmitteltemperaturen gemessen werden. Im Mittel sind hier rund 73 Frosttage und 22 Eistage zu erwarten. Sommertage gibt es im Jahresmittel rund 33, während normalerweise 5 Hitzetage zu verzeichnen sind. Die Messstation von MeteoSchweiz liegt auf einer Höhe von

Geschichte Erste Erwähnung fand das Dorf 1102 als Runachperh und hiess dann 1454 Runenberg. Die Römerstrasse, welche Sommerau mit Zeglingen verband, führte über Rünenberg. Im Jahre 1392 belehnte der Bischof von Basel Graf Hermann von Thierstein mit dem Hof von Rünenberg. Rünenberg war einer der fünf Orte, in welchen die Landgerichte des Sisgaus unter freiem Himmel tagten. 1461 kam Rünenberg an die Stadt Basel, nach der Helvetik 1803 zum Distrikt Gelterkinden und bei der Basler Kantonstrennung 1833 zum Halbkanton Basel-Landschaft und zum Bezirk Sissach.

Aktuell wird über eine Gemeindefusion von Rünenberg mit Kilchberg BL und Zeglingen diskutiert.

Rünenberg ist der Heimatort folgender berühmter Personen: General Johann August Sutter, des «Kaisers von Kalifornien» Martin Grieder alias Martin Birmann, des grossen Sozialpioniers des Baselbiets Niklaus Riggenbach, des Erbauers der Vitznau–Rigi-Bahn Martha Schwartz, Kommunistin und Widerstandskämpferin

Wappen Auf blauem Grund eine silberne Margerite mit goldiger Blütenmitte. Die Rünenberger kamen im 19. Jahrhundert wegen der vielen in den Feldern wachsenden Wucherblumen (Margeriten) zum Spitznamen Margrite, daher diese Blume im Wappen.

Bevölkerung Ausländeranteil: 9,8 % Religion: 46,6 % reformiert, 12,9 % römisch-katholisch (Stand: 31. Dezember 2024)Wohnbevölkerung nach Nationalität und Konfession per 31. Dezember 2024. Kanton Basel-Landschaft, 31. Dezember 2024.

Sehenswürdigkeiten

Findling mit Gedenktafel für die beiden Rünenberger Bürger Johann August Sutter und Martin Birmann Wasserfall Giessen Alte Dorflinde Honigweg

Bilder

Literatur Hans-Rudolf Heyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Landschaft. Band III: Der Bezirk Sissach. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1986 (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 77). ISBN 3-7643-1796-5, S. 273–279.

Weblinks

Verwaltungsverbund Rünenberg-Kilchberg-Zeglingen Private Webseite mit vielen Details zu Gemeindebann und Gemeindewappen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Kanton Basel-Landschaft Kategorie:Schweizer Gemeinde Kategorie:Ersterwähnung 1102