mini|Lage Dörrwaldes in einer Karte aus dem Jahr 1757 Dörrwalde (Arnošt Muka: Pućowanja po Serbach. Nakład Domowiny Budyšin, 1957. S. 64) ist ein Ortsteil der südbrandenburgischen Stadt Großräschen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. mini|Dörrwalde, Luftaufnahme (2015)

Geografie Dörrwalde liegt in der Niederlausitz. Der Ortsteil Dörrwalde liegt östlich der Stadt Großräschen. Nordwestlich befindet sich der Ortsteil Woschkow. Südwestlich liegt der neu entstehende Großräschener See und südlich der Senftenberger Ortsteil Sedlitz. Östlich grenzt Dörrwalde an den Großräschener Ortsteil Allmosen, weiter östlich folgt Bahnsdorf ein Ortsteil der Gemeinde Neu-Seeland. Zur gleichen Gemeinde gehören die nordöstlich und nördlich liegenden Orte Leeskow und Kunersdorf.

Geschichte Ortsgeschichte Im Jahr 1410 wurde Dörrwalde erstmals urkundlich als Dorrewalde erwähnt. Es lag an der Zuckerstraße, die nach Welzow führte. Im Jahr 1542 wurde die Dörrwalder Windmühle erstmals im Landsteuerregister erwähnt.

Ab 1599 gehörte Dörrwalde zum kursächsischen Amt Senftenberg. Im Jahr 1767 wurde die Dorfkirche erbaut. Im Ergebnis des Wiener Kongress kam das Amt 1815 und damit auch der Ort an das Königreich Preußen. Der Ort gehörte dort zum Kreis Calau. Im Jahr 1856 brannte Dörrwalde ab. Danach wurde es in Steinbauweise als Angerdorf wieder aufgebaut.

Der Dörrwalder Schulbau wurde im Jahr 1858 fertiggestellt. Im Jahr 1902 ordnete man den Ort dem Bergrevier Ost-Cottbus zu. Am 1. Juli 1950 kam Dörrwalde zum Landkreis Senftenberg. Ab 1952 gehörte Dörrwalde, das 1974 nach Großräschen eingemeindet wurde, zum Kreis Senftenberg.

Einwohnerentwicklung Einwohnerentwicklung in Dörrwalde von 1875 bis 1971Statistik Brandenburg (PDF)Jahr EinwohnerJahr EinwohnerJahr EinwohnerJahr EinwohnerJahr Einwohner1875 2701890 3451910 3631925 3111933 3111939 2781946 3801950 3571964 2471971 209

Kultur und Sehenswürdigkeiten

mini|links|Kirche Dörrwalde mini|Lindenstraße mit Kirche, Wegweiser und den charakteristischen Vierseithöfen mini|hochkant|Windmühle in Dörrwalde Von 1766 bis 1767 wurde die Dörrwalder Kirche als rechteckiger barocker Putzbau errichtet. Sie verfügt über einen dreiseitigen Ostschluss. Der im Dezember 1974 eingestürzte 32 Meter hohe Westturm wurde abgetragen. Der quadratische Unterbau des Turms ist noch erhalten. Von 2010 bis 2011 wurde ein neuer Turm gebaut, Richtfest war am 21. September 2011.Dörrwalde hat jetzt wieder einen Kirchturm Artikel von Heidrun Seidel in der Lausitzer Rundschau vom 22. September 2011 Die Kirchturmglocken lagern am Straßenrand. Im November 2008 wurde die Teschner-Orgel wieder eingeweiht. Am Altar befindet sich freigelegte Bauernmalerei.

Charakteristisch für das Ortsbild sind eine Reihe von Vierseithöfen mit an der Straßenfront zusammengefügten Wohn- und Stallgebäuden. Des Weiteren befindet sich in Dörrwalde eine Turmwindmühle. Sie und die Kirche gehören zu den Baudenkmalen der Stadt Großräschen sowie zwei Bauerngehöfte mit Wirtschaftsgebäuden.

Wirtschaft und Infrastruktur Südlich von Dörrwalde verläuft die Bundesstraße 96, die südöstlich vom Ort in die B 169 mündet. Dörrwalde liegt an der Bahnstrecke Lübbenau–Kamenz.

Literatur Schriftenreihe für Heimatforschung Kreis Senftenberg. Heft Nr. 1

Weblinks

Darstellung von Dörrwalde auf der Homepage der Stadt Großräschen, abgerufen am 9. Juni 2009. Homepage des Ortes Dörrwalde, abgerufen am 9. Juni 2009.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Oberspreewald-Lausitz Kategorie:Geographie (Großräschen) Kategorie:Ort in der Niederlausitz Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) Kategorie:Ersterwähnung 1410 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)