mini|Die Dulle Griet auf dem Grootkanonplein, am Rande des Freitagsmarkts von Gent

Die Dulle Griet ist ein mittelalterliches Riesengeschütz aus Gent in Belgien.

Geschichte Das schmiedeeiserne Stabringgeschütz wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts aus insgesamt 32 Längsstäben konstruiert, die von 61 Eisenringen umfasst werden.Schmidtchen (1977), S. 165. Sie wurde 1452 durch die Stadt Gent bei der Belagerung von Oudenaarde eingesetzt, fiel aber beim Rückzug in die Hände der Verteidiger und gelangte erst 1578 wieder in den Besitz der Stadt.Schmidtchen (1977), S. 166. Das Geschütz steht heute in Gent etwas abseits vom Freitagsmarkt unter freiem Himmel.

Die Dulle Griet von Gent gehört zu einer Reihe von Riesengeschützen, die im 15. Jahrhundert im Belagerungskrieg eingesetzt wurden, wozu auch die Stabringgeschütze Pumhart von Steyr und Mons Meg sowie die im Bronzeguss hergestellten Grose Bochse von Marienburg, Faule Grete von Marienburg, die Faule Mette von Braunschweig, der Erfurter Wirt, das Dardanellengeschütz u. a. zu zählen sind.

Propaganda mini|De dulle Griet in Gent

Die Propaganda des Deutschen Reiches missbrauchte sie zu Beginn des Ersten Weltkrieges zu der Zeit, in der man sich noch im Bewegungskrieg befand. Martha Voss-Zietz, 1912 Mitglied im Vorstand des ersten deutschen Frauenkongresses vom Bund Deutscher Frauenvereine, verfasste den im September 1914 reichsweit publizierten Artikel.

mini|Öffentliche Hinweistafel zur Groot Kanon

Technische Beschreibung Geschütztyp: Hauptbüchse Geschützklasse: Riesengeschütze (Steinbüchsen) Bauart: schmiedeeisernes StabringgeschützAlle Maße aus Schmidtchen (1977), S. 164. Gewicht: 12500 kg Gesamtlänge: 498 cm Kammerlänge: 153 cm Kugeldurchmesser: 64 cm Kugelgewicht: 356 kg

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geschichte (Gent) Kategorie:Hauptbüchse Kategorie:Individuelles Geschütz