Die Wannig ist (mit ihrem rechten Oberlauf Gücklertgraben) ein gut 9 km langer, rechter und östlicher Zufluss der Lauer im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen.

Name Das heute vom BayernAtlas schon vor Großwenkheim Wannig genannte Gewässer – denselben Namen verwendet der Umweltatlas Bayern – scheint zumindest früher am Oberlauf, vielleicht sogar bis zum Zufluss des Seegrabens am Ortsrand von Großwenkheim, Wannigsgraben genannt worden zu sein. Nach diesem Zufluss jedenfalls ist der Lauf auf der auf dem BayernAtlas einstellbaren alten Karte bald mit Wannig beschriftet. Am Unterlauf weit unterhalb der Wannigsmühle findet sich auf dieser Karte dann die Beschriftung Wannigsbach. Inwiefern es sich bei den Namen Wannigsgraben und Wannigsbach um freie Varianten handelte und ob sie noch örtlich gebräuchlich sind, muss hier offen bleiben.

Geographie Verlauf Die Wannig fließt östlich des Pfarrdorfs Großwenkheim der Stadt Münnerstadt auf etwa aus dem recht kurzen rechten Gücklertgraben und einem viel längerem Grabenoberlauf aus dem Südsüdosten zusammen. In Fortsetzung des Gücklertgraben-Laufs nach Westen erreicht die Wannig den Rand von Großwenkheim, wo sie der von Norden her zufließende Seegraben verstärkt. Ab hier und fast bis zuletzt fließt sie nun mit kleinen Richtungswechseln etwa südwestlich und durchquert dabei zunächst das größtenteils links liegende Pfarrdorf Großwenkheim, in dem sie auch die Kreisstraße KH 11 unterquert.

Unterhalb des Ortes mündet dann linksseits die Kleine Wannig, die das bisherige Einzugsgebiet um die Hälfte vergrößert. Hier ist der Bachlauf inzwischen auch merklich eingetieft. Wenig später fließt, inzwischen in einem tief eingegrabenen Muschelkalk­tal, am Ortsrand von Kleinwenkheim die Dippach von Norden her zu, der einzugsgebietsreichste Zufluss von allen. Der Bach fließt in zunächst recht enger Aue, das Tal legt sich in kleine Mäander, an seinen steilen Hängen und oft über deren Schultern hinaus bis auf die Hochebene steht nun Wald. Bis zum nächsten Zufluss begleitet nun die Staatsstraße St 2282 den Bach.

Das Tal dieses nächsten Zuflusses Edelbach, am nach Südosten abknickenden Unterlauf Rüttenberggraben genannt, läuft ebenfalls südwärts zum Haupttal, die Länge seines Gesamtstrangs übertrifft mit 6,1 km sogar etwas die der Dippach. Zwei Talbögen bachabwärts weitet sich die Talaue für den letzten Kilometer Lauf stark nach links, die Wannig kehrt sich hier hart am Fuße des hohen rechten Talsporns entlang, auf dem das Krummholz steht, zu am Ende nördlichem Lauf. An der Haardmühle von Markt Maßbach mündet er von rechts und auf etwa in die hier nordwärts fließende Lauer.

Zuflüsse Direkte Zuflüsse vom Ursprung bis zur Mündung (Auswahl). Gücklertgraben (rechter Oberlauf) (Graben aus dem Hirschwinkel) (linker Oberlauf) Seegraben (rechts) Kleine Wannig oder Klein Wannig (links), 3 km und 6,0 km² Dippach (rechts), 5,9 km und 13,9 km² Edelbach, am Unterlauf Rüttenberggraben, früher wohl auch Diebach (rechts), 6,1 km und 8,7 km²

Flusssystem Liste der Fließgewässer im Flusssystem Lauer

Orte Die Wannig berührt nacheinander die folgenden Orte und Siedlungsplätze: Stadt Münnerstadt Großwenkheim (Pfarrdorf, überwiegend links) Kleinwenkheim (Pfarrdorf, überwiegend rechts) Wambergsmühle (Einöde, rechts) Wannigsmühle (Einöde, links) Markt Maßbach Haardmühle (Einöde, überwiegend rechts)

Weblinks Das Einzugsgebiet der Wannig auf dem UmweltAtlas Bayern

Einzelnachweise Länge nach: Einzugsgebiet nach: Höhe abgefragt (mit Rechtsklick) auf:

Siehe Ausschnittskarte von: Siehe Ausschnittskarte von: Siehe Ausschnittskarte des Layers Historische Karte von: Siehe Ausschnittkarte des Layers Historische Karte von: Siehe Ausschnittkarte des Layers Historische Karte von:

Kategorie:Gewässer im Landkreis Bad Kissingen