mini|Logo der Rüsselsheimer Filmtage Die Rüsselsheimer Filmtage sind ein zweitägiges satirisches Kurzfilmfestival, das seit 1994 jedes Jahr im Juni im Theater Rüsselsheim am Main stattfindet. Gezeigt werden Filme, die nicht älter als zwei Jahre alt sind. Die Länge der vorgeführten Kurzfilme beträgt maximal 20 Minuten. Das Festival erreicht bis zu 1.300 Besucher und gilt als ein maßgebliches Festival für satirische Kurzfilme in Deutschland.
Die 34. Rüsselsheimer Filmtage 2027 finden am 18. Juni und 19. Juni im Stadttheater Rüsselsheim statt.
Veranstalter und Träger Veranstaltet werden die Rüsselsheimer Filmtage von Ehrenamtlichen des gemeinnützigen Fördervereins Cinema Concetta Filmförderung e. V. im Auftrag der Stiftung Cinema Concetta Filmförderung. Ziel der Stiftung ist es, das Kulturgut des satirischen Kurzfilms als künstlerische Ausdrucksform im nichtkommerziellen Sinne zu fördern und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die Stiftung Cinema Concetta Filmförderung wurde im September 1992 gegründet. Anlass war ein Flugzeugunglück im Dezember 1991 am Hohen Nistler bei Heidelberg, bei dem das Cinema Concetta Filmteam Martin Kirchberger, Ralf Malwitz und Klaus Stieglitz während der Dreharbeiten zum Film Bunkerlow ums Leben kam. Die Stiftung ist vom Land Hessen als gemeinnützig anerkannt.
Für ihre Förderung des Mediums Film und die Bereicherung des Kulturlebens in Rüsselsheim erhielt die Cinema Concetta Filmförderung 2002 den Kulturpreis der Stadt Rüsselsheim. 2006 wurde die Stiftung vom Land Hessen als Stiftung des Monats Juni ausgezeichnet, da sie einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Vielfalt in Hessen leistet und sich die satirischen Kurzfilmtage zum bedeutendsten Festival in ihrem Genrebereich entwickelt haben.Main-Spitze vom 20. September 2007: Bei Stiftertag in Wiesbaden. „Cinema Concetta Filmförderung“ stellt sich vor.
Beiträge und Ablauf Bis zu 20 Filme konkurrieren um die Publikumspreise, die aus den Erträgen des Stiftungskapitals der Stiftung Cinema Concetta Filmförderung vergeben werden. Die Preise sind absteigend mit 5.000, 2.000 und 1.000 Euro dotiert. Der mit 5.000 Euro dotierte erste Preis der Rüsselsheimer Filmtage wird zusammen mit der Trophäe „Der scharfe Blick“ überreicht. Die massive Bronzeplastik symbolisiert ein Auge, das Logo der Rüsselsheimer Filmtage.
Wesentlicher Bestandteil der Filmtage sind die kurzen Gespräche mit den Filmemachern auf der Bühne jeweils nach der Aufführung ihrer Produktion. Die Preisvergabe ist an die Anwesenheit der Filmemacher oder eines Vertreters gekoppelt. Das Publikum wählt bis zu drei Filmfavoriten aus zwei Wettbewerbsblöcken.
Angesichts der besonderen Bedingungen in der Pandemiezeit der Jahre 2020 und 2021 entschieden sich die Veranstalter für eine Streaming-Version. So konnten die Filmemacher trotz des allgemein vorübergehenden Ausfalls der Spielstätten ihre Arbeiten präsentieren und sich um die mit insgesamt 8.000 Euro dotierten Preise des Filmfests bewerben. Gleichzeitig blieb der Charakter des Festivals mit den Kurzinterviews und der Publikumswahl, jetzt via Internet, weitgehend erhalten.
Über die Rüsselsheimer Filmtage hinaus werden die Siegerfilme der Rüsselsheimer Filmtage als „Best-of-Rolle“ deutschlandweit auf Tournee geschickt.
Das Filmfest finanziert sich durch Sponsoren, Einnahmen aus den Veranstaltungen, Spenden und Beiträgen der Fördermitglieder.
Preisträger
Jahr Filmtitel Regie Platzierung 1994 Mit einem Eimer Wasser Anja Neitzert 1. Platz Canned Faith oder der Fischmörder Henning Stöve 2. Platz Small Talk Thomas Stellmach 3. Platz 1995 Die Schöpfung Thomas Meyer-Hermann 1. Platz Wahlverwandtschaften Lenard Fritz Krawinkel 2. Platz Un Tablier de Graisse (Eine Schürze aus Speck) Ed Herzog 3. Platz 1996 Futter Carsten Strauch 1. Platz Surprise! Veit Helmer 2. Platz Die Fischerswitwe Daniel Nocke 3. Platz 1997 Alles fließt oder Wo geht der Strom hin? Martina Dippon, Sigrun Köhler, Angelika Huber 1. Platz Coming Out Carsten Strauch 2. Platz Was nicht passt, wird passend gemacht Peter Thorwarth 3. Platz 1998 Cowboys Gerhard Tietz 1. Platz Zwischen Vier und Sechs Corinna Schnitt 2. Platz Martin – Das Erste Mal Markus Herling 3. Platz 1999 Idölle Anja Perl, Petra Schröder 1. Platz Außer Betrieb Jörg Reddemann 2. Platz Sind Sie Luigi? Stephan Brüggenthies 3. Platz 2000 Bin weg – Lisa Matthias Kutschmann 1. Platz Verzaubert Christian Ditter, Carmen Stozek 2. Platz Chicken Kiew Thomas Stellmach 3. Platz 2001 Björn – oder die Hürden der Behörden Andi Niessner 1. Platz Das Taschenorgan Carsten Strauch 2. Platz 220 V Jan Cordsen 3. Platz 2002 Tour Eifel Rainer Knepperges, Christian Mrasek 1. Platz Flatsch Thomas Oberlies 2. Platz Der moderne Zyklop Daniel Nocke 3. Platz 2003 e-mail express Barbara Marheineke 1. Platz Lassie Sinan Akkuş 2. Platz Dark Ages Daniel Acht, Ali Eckert, Stephan A. Rother 3. Platz 2004 Wunderbare Tage Matthias Kiefersauer 1. Platz Die Überraschung Lancelot von Naso 2. Platz no limits Heidi Wittlinger, Max Stolzenberg, Anja Perl 3. Platz 2005 Titanen des Erdreichs Oliver Seiter 1. Platz Ball of Fame Gregor Maria Schubert 2. Platz Der Ausflug Dorothea Nölle 3. Platz 2006 Fliegenpflicht für Quadratköpfe Stephan Flint Müller 1. Platz Früchte der Langeweile Jörg Rühenbeck, Hanns-Marcus Müller 2. Platz Die Babysitterin Christine Lang 3. Platz 2007 Achterbahn Frank Wegerhoff 1. Platz Freilandeier Daniel Faigle 2. Platz Bundeswehrtyp Til Penzek, Jon Frickey 3. Platz 2008 Der Aufreißer Steffen Weinert 1. Platz Kleptomaniac Steffen Zacke 2. Platz Ein Mal ein Meter Björn Aßmus, Sebastian Linda, Matthias Petermann, Frank Sauer 3. Platz 2009 Der Conny ihr Pony Robert Pohle, Martin Hentze 1. Platz Die schiefe Bahn Jim Lacy, Kathrin Albers 2. Platz Ein Abend außer Haus Markus Beck 3. Platz 2010 Ampelmann Giulio Ricciarelli 1. Platz Uwe + Uwe Lena Liberta 2. Platz Nicht nur der Himmel ist blau Stephan Müller, Erik Schmitt, Oliver Walser 3. Platz 2011 Mobile Verena Fels 1. Platz Ich brauch mehr Rot! Monika Tenhündfeld 2. Platz Letzte Ausfahrt Sydney Gunkel 3. Platz 2012 Ein Teller Suppe Fred R. Willitzkat 1. Platz Felix Anselm Belser 2. Platz Steffi gefällt das Philipp Scholz 3. Platz 2013 Offline Benjamin Lenz, Ian Bawa, Markus Henkel 1. Platz Nashorn im Galopp Erik Schmitt, Stephan Müller 2. Platz Grünes Gold Barbara Marheinecke 3. Platz 2014 Meinungsverschiedenheiten Jannick Seeber 1. Platz coming out Gina Wenzel 2. Platz Wind Robert Löbel 3. Platz 2015 Ausstieg Rechts Rupert Höller, Bernhard Wenger 1. Platz Drei Experten drehen auf Volker Heymann 2. Platz Krippenwahn Satu Siegemund 3. Platz 2016 Sweaty Santa Christian Ricken, Moritz Rautenberg 1. Platz Wer trägt die Kosten? Daniel Nocke 2. Platz Er und Sie Marco Gadge 3. Platz 2017 Am Boden der Tatsachen Monika Tenhündfeld 1. Platz Pix Sophie Linnenbaum 2. Platz Die Hochzeitspolizei Rogier Hardeman 3. Platz 2018 Die Herberge Ysabel Fantou 1. Platz L'aria del Moscerino Lukas von Berg 2. Platz BOOST YOUR REALITY Charlotte Couvé 3. Platz 2019 Handarbeit Marie-Amélie Steul 1. Platz Null Komma Sieben Moritz Boll 2. Platz Morgen kommt kein Weihnachtsmann Anna Ludwig 3. Platz2020Das beste Orchester der WeltHenning Backhaus1. PlatzEin fairer DealGarry Savenkov2. PlatzLike and FollowTobias Schlage3. Platz2021BenztownGottfried Mentor1. PlatzAktenzeichen XY ungelöstManuel Francescon, Michael Sommermeyer2. PlatzNicht zu Nah!Luis Sütter3. Platz2022Die beste Schule vor OrtMartin D'Costa1. PlatzThe Art Of AuthenticityCarlo Oppermann2. PlatzMotivationsfilm Nr. 751 – Berufsbild BetonarbeiterManuel Francescon, Michael Sommermeyer3. Platz2023Korruption auf ErdenOmid Mirnour1. PlatzEin Mord Frei // „Pubertäter“Ares Ceylan2. Platzbetter halfJürgen Heimüller3. Platz2024Hai LatteCarsten Strauch, Piotr J. Lewandowski1. PlatzDeutsche Sprache, schwere SpracheSejad Ademaj2. PlatzA Bloody Graveyard StoryVanessa Stachel3. Platz2025Wegen MamaLara Krämer1. PlatzBABY-RENNENDavid Thibaut, Katharina Schnekenbühl, Diego Oliva Tejeda2. PlatzGekünstelte IntelligenzTim Joschua Seibert3. Platz2026The Undying Pain of ExistenceOscar Jacobson1. PlatzImmerhinOlaf Held, Jens Rosemann2. PlatzSend NudesDavid Sick3. Platz
Partner / Kooperation Partner der Rüsselsheimer Filmtage sind die Hessische Filmförderung und das Film- und Kinobüro Hessen. Weitere Zusammenarbeit besteht mit dem Open Air Filmfest Weiterstadt, den Filmfestivals Hessen, dem Wiesbadener Exground Filmfest, der Reinheimer Satirewoche und einer Medienpartnerschaft mit HR-Info.
Einzelnachweise
Weblinks Offizielle Website der Rüsselsheimer Filmtage Bericht der Filmzeitung Website für das Streamingfestival der 27. Rüsselsheimer Filmtage
Kategorie:Filmfestival in Hessen Kategorie:Kultur (Rüsselsheim am Main) Kategorie:Veranstaltung in Rüsselsheim am Main Kategorie:Erstveranstaltung 1994