mini|Stadtansicht (2002) (; ) ist eine Stadt in Aserbaidschan, die zum Bezirk Ağdərə gehört. Zwischen 1992 und 2023 wurde sie von der Republik Arzach verwaltet. In dieser war sie als Martakert Hauptstadt der Provinz Martakert.

Nach der Offensive Aserbaidschans gegen Arzach am 19. und 20. September 2023 und der daraus folgenden Kapitulation und Auflösung der Republik Arzach sind fast alle Armenier aus der Stadt geflohen. Am 24. September geriet die Stadt unter die Kontrolle Aserbaidschans.

Bevölkerung Nach Angaben der Republik Bergkarabach lebten 2013 in der Stadt 4500 Einwohner.Republic of Nagorno-Karabakh: De Facto and De Jure Population by Administrative Territorial Distribution and Sex (PDF; 392 kB) Andere Angaben gehen von 11.231 Einwohnern 2010 aus. über die größten Städte Aserbaidschans Viele der aserbaidschanischen Einwohner wurden während des Konflikts in andere Teile Aserbaidschans vertrieben.

+Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner Anmerkungen 1921 2.429 ausschließlich ArmenierM. Karapetjan, Ètnicheskaya struktura naseleniya Nagornogo Karabakha v 1921 g. (Jerewan 1991), S. 18. 1939 3.721 3.340 Armenier (89,8 %), 248 Aserbaidschaner (6,7 %), 105 Russen (2,8 %)Volkszählung der Sowjetunion 1939 (Mardakertskiy rayon 1939 g.) 1970 5.683 5.472 Armenier (96,3 %), 135 Aserbaidschaner (2,4 %), 44 Russen (0,8 %)Volkszählung der Sowjetunion 1970 (Mardakertskiy rayon 1970 g.) 1979 6.690 6.264 Armenier (93,6 %), 349 Aserbaidschaner (5,2 %), 41 Russen (0,6 %)Volkszählung der Sowjetunion 1979 (Mardakertskiy rayon 1979 g.) 1989 8.325 Volkszählung der Sowjetunion 1989 (Vsesoyuznaya perepisʹ naseleniya 1989 g.) 2005 4.262 Zensus der Republik Bergkarabach 2005. 2015 4.478 .

Bauwerke Ein Wahrzeichen der Stadt ist die 1881 erbaute und 2003 renovierte Kirche Johannes-der-Täufer-Kirche (Սուրբ Հովհաննես Մկրտիչ եկեղեցի).

Geschichte Mardakert gehörte seit dem 7. Juli 1923 zum Autonomen Gebiet Bergkarabach in der Aserbaidschanischen SSR und war in diesem die Hauptstadt des Rayons Dschraberd, welcher ab 1935 in Rayon Mardakert umbenannt wurde. 1985 erfolgte die Erhebung Mardakerts zur Siedlung städtischen Typs, was in etwa einer Minderstadt entspricht.

1989 hatte Mardakert 8325 Einwohner.Volkszählung der Sowjetunion 1989 (Всесоюзная перепись населения 1989 г.)

Nach Beginn der Kampfhandlungen um Bergkarabach nahm die aserbaidschanische Armee die Stadt am 4. Juli 1992 im Rahmen ihrer Sommeroffensive ein und kontrollierte sie danach etwa ein Jahr. Am 27. Juli 1993 wurde die Stadt von der Armee der Republik Bergkarabach erobert und stand danach unter deren Kontrolle.

Während der CONIFA-Europafußballmeisterschaft 2019 war die Stadt ein Austragungsort für insgesamt 3 Gruppenspiele im Vigen Shirinyan Stadion.

Mit der aserbaidschanischen Offensive im September 2023 kam der Ort wieder unter die Kontrolle Aserbaidschans. In den folgenden Wochen floh fast die gesamte Bevölkerung Bergkarabachs nach Armenien.

Wirtschaft Hauptwirtschaftszweige waren in den 1970er Jahren Milchwirtschaft und Weinbau.

Städtepartnerschaften Es bestand ab dem 8. Oktober 2010 eine Partnerschaft mit Wagharschapat, .

Weblinks

Einzelnachweise

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