Bekobod (kyrillisch Бекобод; Bekabad) ist eine kreisfreie Stadt in der usbekischen Viloyat Taschkent. Gemäß der Bevölkerungszählung 1989 hatte Bekobod damals 82.700 Einwohner, einer Berechnung für 2009 zufolge beträgt die Einwohnerzahl 101.292.
Geografie Bekobod befindet sich etwa 115 km südlich der Hauptstadt Taschkent auf etwa Seehöhe. Die Stadt liegt an der Grenze zur tadschikischen Viloyat Sughd und zur usbekischen Viloyat Sirdaryo an beiden Ufern des Flusses Syrdarja zwischen der Öffnung des Ferghanatals und der Mirzachoʻl-Steppe.
mini|Tumane in der Viloyat Taschkent; der Tuman Bekobod ist als Nummer 1 gekennzeichnet
Bekobod ist eine kreisfreie Stadt, der gleichnamige Tuman Bekobod mit dem Hauptort Zafar ist der südlichste der Viloyat Taschkent.
Geschichte Gegründet wurde Bekobod 1945 als Беговат, Begowat, an der Stelle eines kleinen Ortes; die Umbenennung in Bekobod/Bekabad erfolgte 1964.
In Bekobod bestand das Kriegsgefangenenlager 288, Begowat, für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977. Es wurde mit Stalingradgefangenen aufgemacht und bestand nur während des Krieges. Es ging dann sehr wahrscheinlich im Kriegsgefangenenlager 386, Taschkent, auf.
Wirtschaft und Infrastruktur Bekobod liegt an der Bahnlinie von Xovos nach Qoʻqon, die durch den tadschikischen Teil des Ferghanabeckens verläuft. Bekobod ist ein Zentrum der Metall-Industrie; der nahegelegene Farhod-Staudamm ist für die Strom- und Wasserversorgung Usbekistans bedeutsam.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Sport In Bekobod ist der zweimalige usbekische Fußballpokalsieger Metallurg Bekobod beheimatet. Er spielt aktuell in der höchsten Liga des Landes, der Uzbekistan Super League.
Persönlichkeiten Fazliddin Gʻoibnazarov (* 1991), Boxer Dostonbek Hamdamov (* 1996), Fußballspieler
Siehe auch Liste der Städte in Usbekistan
Einzelnachweise
Weblinks