Hapelrath ist ein Ortsteil von Reusrath, einem Stadtteil von Langenfeld (Rheinland) und hat 18 Einwohner (Stand: 17. Januar 2010).
Geographie mini|hochkant|links|Ortsschild Hapelrath
Hapelrath liegt am Südrand des Further Moores in einem flachen, von Wald eingeschlossenen Tal. Lediglich nach Nordosten öffnet sich die bewaldete Fläche in einem schmalen Streifen zur Ortschaft Furth hin. In Richtung Westen und Süden liegt Reusrath. Die Dückeburg ist mittels einer Unterführung unter der Bahnstrecke Mülheim-Speldorf–Troisdorf verbunden. Immigrath schließt sich im Nordwesten, Leichlingen (Rheinland) im Osten an. Hapelrath wird vom hier auch Hapelrather Bach genannten Galkhauser Bach durchflossen, welcher für den Bau der Eisenbahn verlegt und begradigt wurde. Ursprünglich verlief der Bach weiter südlich in einem natürlichen Bachbett, in dessen Verlauf noch heute Wasserbaumaßnahmen des Mittelalters zur Bewässerung einer bislang undatierten Ringwallanlage zu erkennen sind.
Hapelrath liegt heute an dem Posthornweg des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) und nachfolgend des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Dieser führt Wanderer auf 35 km Länge und Radwanderer auf 45 km Länge rund um Langenfeld. In Hapelrath sind beide Routen deckungsgleich. Hapelrath ist nur für Anlieger mit einem Fahrzeug erreichbar. Ohnehin ließe das einspurige Wege- und Straßennetz keine größere Anzahl an Fahrzeugen zu. Wie in vielen anderen Randbereichen der Stadt auch, gehen zudem viele Reiter in Hapelrath ihrem Sport nach.
Wirtschaft Hapelrath ist land- und forstwirtschaftlich geprägt. Es ist nur ein Handwerksbetrieb vorhanden.
Geschichte Die Anfänge Hapelraths liegen, wie der Siedlungsbeginn in ganz Langenfeld, weitestgehend im Dunkeln. Falls jedoch alle Orte mit der Endung -rath tatsächlich zu Anfang des neunten Jahrhunderts gegründet wurden, müsste Hapelrath seit rund 1200 Jahren besiedelt sein. Hapelrath wird 1446 als Habelrode erstmals urkundlich erwähnt. Der Name geht laut dem Ortsnamensforscher Heinrich Dittmaier möglicherweise auf die Erstbesiedlung (Rath bedeutet Rodung) eines Hadubald oder Habilo zurück. Viel mehr ist aus frühester Geschichte schriftlich nicht überliefert, dennoch darf Hapelrath als "Langenfelds Tor zur Sagenwelt" bezeichnet werden, denn hier soll sich die der Sage vom versunkenen Schloss zugrunde liegende Geschichte abgespielt haben. Auch wird eine Verbindung zum Tod des kaiserlichen Abgesandten vermutet, der im Jahre 973 in Langenfeld umgebracht worden sein soll. Seines Todes wegen soll eine Klostergründung (am Gladbach?) aufgegeben und diese im Jahre 974 in Mönchengladbach noch ein weiteres Mal vollzogen worden sein.
Die Sage(n) vom versunkenen Schloss Zwei Versionen der Berichte um ein versunkenes Schloss haben sich in Langenfeld erhalten. In Hapelrath gibt es auch nicht nur einen möglichen Burgstall, sondern gleich zwei von ihnen, die als Ort des Geschehens in Betracht kommen könnten. Da beide Orte zudem Besonderheiten aufweisen, die auf ähnliche, aber nicht identische Abläufe schließen lassen, nachfolgend beide Versionen der Sage mit den Worten der benannten Berichterstatter. Vorab sei noch der Hinweis gestattet, dass die nur scheinbare Übereinstimmung der beiden Berichte in Zusammenhang mit den beiden Burgställen zu der Annahme führte, dass sich die Berichte überlagerten und tatsächlich zwei Geschichten um zwei versunkene Schlösser (Turmhügelburgen, auch Motten genannt) erzählt werden.
Die Märchenversion mini|Knochenberger Brücke
Fritz Hinrichs und Alfred Bremme zeichneten um 1950 in ihren Heimatkunde-Lesebuch „Land der Berge, Land der Heimat“ folgende Version auf:
Die Sagenversion mini|Turmrest eines Turmhügels
Heinz Müller gibt die Sage im Heimatkalender des Rhein-Wupper-Kreises von 1955 in seinem Artikel „Orts- und Flurnamen der Stadt Langenfeld erzählen aus vergangenen Tagen“ in einer abweichenden Fassung wieder:
Literatur und Weblinks
Claus-Peter Peters, „Die Sage(n) vom versunkenen Schloß“, Books on Demand, Norderstedt 2005, ISBN 3-89811-562-3 Claus-Peter Peters, "Langenfeld im Wandel der Zeiten", Eigenverlag, Langenfeld 2013, ISBN 978-3-00-035912-5 Ritter-Pitter.de hapelrath.de
Kategorie:Ortsteil von Langenfeld (Rheinland)