Die Friedenstraße ist eine etwas mehr als 1,5 Kilometer lange Straße im Berliner Ortsteil Friedrichshain. Sie entstand im 19. Jahrhundert. Der Name vom Mai 1872 bezieht sich auf das Ende des Deutsch-Französischen Kriegs. Der Straßenzug entstand auf dem nordöstlichen Teilstück der Äußeren Communication, der außerhalb der Akzisemauer liegenden Verbindung zwischen den Zolltoren.
Überblick Lage und Statistik Die Straße in Nordwest-Südost-Richtung liegt zwischen der BezirksgrenzeDer Beginn der Friedenstraße wurde bei der Verkehrsumgestaltung der Bundesstraße 2 (Greifswalder Straße/Otto-Braun-Straße) und der damit verbundenen Ostverschiebung der Bezirksgrenze (damals: Bezirk Prenzlauer Berg und Friedrichshain) vollständig in den Ortsteil gelegt. Die Bezirksgrenze liegt rechtwinklig über die Straßenbreite von der Bartholomäuskirche zur Westecke des Volksparks Friedrichshain, damit kam die Straße Am Friedrichshain und ihre Einmündung zu Prenzlauer Berg. In den 2010er Jahren wurde die Verkehrsführung zwischen Am Friedrichshain in die Friedenstraße neu geordnet. an der Straße Am Friedrichshain („Königstor“)Westende der Friedenstraße und der Palisadenstraße/Weidenweg.Ostende der Friedenstraße
Die Friedenstraße liegt in gesamter Länge im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Friedrichshain. Innerhalb des Ortsteils (Bezirk 02) liegt die Friedenstraße im Prognoseraum 04 (Friedrichshain West), Bezirksregion 05 (Karl-Marx-Allee Nord). Die Straße selbst gehört im Abschnitt nördlich der Landsberger Allee zum „01 Barnimkiez“ und südlich davon namensgebend für den Planungsraum „02 Friedenstraße“. Statistisch nach LOR-Räumen ist sie unter 02040501 und 02040502 aufgeführt. Diese statistische Unterteilung durch den Landsberger Platz/Landsberger Allee findet sich auch nach alten Planungen. Die Straße am Volkspark war die nördliche Begrenzung der Inneren Königsstadt, während der südöstlich Teil zum Stralauer Viertel gehörte.Julius Straube: Neuester Plan von Berlin mit den königl. preuss. Standes-Amtsbezirks-Superintendentur- und Parochie-Grenzen. 1874. Aus der Geschichte der Straße im Verlaufe der äußeren Communication erklärt sich eine Breite von 40 m zwischen den Grundstücksgrenzen. Die Friedenstraße bekam auf der Länge vom Platz am Königstor über Landsberger Platz bis zur Palisadenstraße zwei durch den 5–8 Meter breiten Mittelstreifen getrennte Fahrbahnen. Im Süden ist diese Struktur noch vorhanden, am Friedrichshain-Park entlang bildet der Mittelstreifen dessen Rand und eine zweite Fahrbahn wurde zum breiten Parkrandweg.
mini|links|Randweg am Friedrichshain, parallel zur Friedenstraße
Die Friedenstraße ist (nach OKSTRA „G“) eine in beiden Richtungen befahrbare Gemeindestraße und trägt amtlich die RBS-Straßennummer 40894. Für die Straßenbau-Anforderungen gilt die RBS-Klasse „STRA“.RBS-Detailnetz Im Straßenentwicklungsplan (StEP) ist die Verkehrsbedeutung eingetragen. Daraus folgt eine Dreiteilung der Straße. Zwischen der B 2 (Greifswalder Straße / Otto-Braun-Straße, vormals: Platz am Königstor) und der abbiegenden Hauptstraße am Platz der Vereinten Nationen liegen 760 Meter regionale Straßenverbindung (Kategorie III) auf der engeren Umfahrung des Alexanderplatzes. Nach Südosten sind die vorrangig als Parkfläche genutzten 270 Meter Straßenlauf am Nordostrand des Platzes der Vereinten Nationen als „Sonstiges“ (V als kategoriefrei) eingetragen. Die zwischen Landsberger Allee und Palisaden-/Weidenweg liegenden 400 Meter sind als Ergänzungsstraße klassifiziert, die Verbindung von der Landsberger / Mollstraße führt auf der Straße der Pariser Kommune zur Karl-Marx-Allee (B 1/B 5), dem Ostbahnhof und der Mühlenstraße (B 96a).
Seit der Einführung des fünfstelligen Postleitzahlensystem gehören die Häuser der gesamten Friedenstraße zur Postleitzahl 10249. Historisch gehörte sie in ihren Teilen zu verschiedenen Postbezirken.Für 1905 waren die Postämter NO 43 (Nrn. 1–15 und 103–112), NO 18 (Nrn. 16–73 und 83–102) sowie O 34 (Nrn. 74–82) zuständig. Spätestens in den Nachkriegsjahren kam die Friedenstraße zum Zustellbezirk „Berlin NO 17“. Als 1964 in Ost-Berlin die Postleitzahlen vierstellig eingeführt wurden, wurde die Friedenstraße mit „1017 Berlin“ adressiert.Deutsche Post Zentralamt für Werbung 108 Berlin: Straßenverezeichnis mit Zustellpostamt und Postleitzahl, Berlin Hauptstadt der DDR. Postamt: 1017 Berlin 17 Fruchtstraße 8–10 // Seite 48: Friedenstraße, Zustellpostamt 17, Postleitzahl 1017; darin auch fünf Ost-Berliner Friedenstraßen
Grundstücke mini|links|Östlicher Straßenteil: Blick in Richtung Auferstehungskirche mini|Östlicher Straßenteil: Blick zur Landsberger Allee
Die Grundstückszählung erfolgt fortlaufend. Sie beginnt mit Nummer 1 an der Bartholomäuskirche, rechts, Südseite. Zum Barnimkiez (nördlich von Mollstraße / Landsberger Allee) bis an den Platz der Vereinten Nationen gehören die Wohnhäuser Friedenstraße 3–15 und das durch einen Wohnbau (16+17) ersetzte Schulgebäude 16. Unbebaut ist lediglich Grundstück 2 an der Ecke Georgenkirchstraße, das Missionshaus gegenüber ist letzterer zugeordnet. An der Straße nach Nordwesten befindet sich auf einer Länge von 780 m der Volkspark Friedrichshainpavillon-friedrichshain hier mit Friedenstraße 101 adressiert.
Am nach Südwesten liegenden Platz der Vereinten Nationen setzt die Zählung für die Friedenstraße aus, das Hochhaus ist als 1/2 zum Platz nummeriert.
Südlich der Landsberger Allee folgt der Planungsraum „Friedenstraße“. Die Grundstückszählung ist als Friedenstraße 30 für das in die Strausberger Straße (52/50) gerichtete fünfgeschossige Nachkriegswohnhaus fortgesetzt. Das vormalige Lehrerwohnhaus 31 und das benachbarte Haus 32 werden vom Senat als Künstlerhaus mit 30 Ateliers gestaltet. Die anschließenden vier- und fünfgeschossigen Wohnhäuser bis Friedenstraße 39 (und in die Friedberger Straße hinein vor 1900 errichteten Altbauten) blieben nach den Kriegsereignissen erhalten. Diese Wohnhäuser tragen die Spuren der Wiederherstellung in den 1950er Jahren. Ihre Lage am Rand der Baupläne „Mollstraße/Leninplatz“ bewahrte diese vor dem Abriss um Ende der 1960er Jahre. Die Kriegsschäden bot für Grundstück 40–45 den Schulbau und die 1960er Wohnzeile 47–52 (46 entfiel für den Schulweg). Die Wohnhäuser 54–68 sind wiederum in den Nachkriegsjahren ergänzte Altbauten oder durch Neubaubeispielsweise: Lage: Friedenstraße 56, 10249 Berlin (Stadtteil: Friedrichshain) ergänzt, die zum Block Frieden-/Palisaden-/Koppenstraße passen. Die Nummern 69–79 existieren nicht mehr und gingen im Weidenweg auf. Die Straßenfront schließt seit 2017 der Lückenbau Friedenstraße 56.
mini|Übersichtsplan der Friedhofsanlagen
Wegen der fortlaufenden Zählung erfolgt die Nummerierung an der Nordseite von Ost nach West rücklaufend und beginnt von der Weidenstraße ab mit den Friedhöfen: Grundstück Nr. 80 mit 110 m Straßenfront der St.-Georgen-Friedhof, es folgt mit 150 m der St. Petri-Friedhof (Eingang Nr. 81) und der Parochial-Friedhof (Nr. 82) mit 50 Meter. Das Grundstück 83 der Auferstehungskirche schließt an. An der Ecke Pufendorfstraße liegt das Grundstück 84, das der Berliner Synode gehörte und auf dem sich eine Steinmetzhütte befindet. Diesem folgen die Grundstücke 85–88, 89/90 und 91(/92) die lange Zeit Brachfläche vor den dahinter stehenden Gebäuden des (vormaligen) Böhmischen Brauhauses (u. a. VEB Weingroßhandel) waren. Dafür bestehen Planungen des Bezirks für Wohnquartiere. Mit der Straßenfront Friedenstraße 94/94a/95 steht nach Abriss des Vorbaus das neu errichtete siebengeschossige Wohnhaus mit Ladengeschäften im Erdgeschoss, dessen Hausteil 93 und 92–92c ist rechtwinklig zur Friedenstraße. Abschließend stehen die vier in den Nachkriegsjahren sanierten Altbauwohnhäuser bis zum Eckhaus Friedenstraße 99. Dieses Eckhaus mit Landsberger Allee 2/4 und die folgenden wurden am Landsberger Platz vor 1900 erbaut. Bevor für den Zugang am Volkspark die Adresse Friedenstraße 101 vergeben wurde, endete hier die Zählung.
Die Planungsgrundlage Berlins in statistische Gebiete und Blöcke wurde 2006 durch „Lebensweltlich orientierte Räume“ (LOR) erweitert. Die Friedenstraße liegt in den statistischen Gebieten 113 und 114, die noch für einige Stadtaufgaben genutzt werden. Zum Planungsraum 040501 Barnimkiez (Friedrichshain West / Karl-Marx-Allee Nord) gehören die Blöcke 114001, 114003, 114008 und das Gebiet 113. Die anderen folgenden Blöcke gehören zum Planungsraum „040502 Friedenstraße“. Der Volkspark Friedrichshain als Friedenstraße 101 umfasst das (eigene) statistische Gebiet 113. Die anderen Grundstücke gehören zum statistischen Gebiet 114 und im Einzelnen zu den folgenden Blöcken:Adresssuche in „Berlin Friedenstraße“
Block 114 001: 1 und 2 (Bartholomäus-Gemeinde) Block 114 003: Altbau 3, 4; Typenbau Q3A aus der 2. Hälfte der 1970er Jahre: 5, 6, 7 Block 114 008: 8 (Altbau); 9 (Neubau aus der 1. Hälfte der 1990er Jahre) und 10, 12 als Plattentypenbau P2/10 aus der 2. Hälfte der 1970er Jahre Block 114 011: 14, 15 (Altbau), dazu 16, 17 (Umbau eines Schulbaus der 1950er Jahre) Block 114 022: 30 (Nachkriegswohnblock der 1950er Jahre in die Strausberger Straße); Altbauten: 31, 32, 33, 34, 36, 37, 38, 39, das Haus 35 ist ein Nachkriegsbau vom Ende der 1950er Jahre. Block 114 601: 40, 41, 42, 43, 44, 45: diese Grundstücke (Friedrichsberger Straße bis Schulweg) sind für den Typenschulbau belegt (dabei blieb das Eckgrundstück 40 unbebaut) Block 114 602: 47, 48, 50, 52 sind ein um 1955 erbauter Wohnblock aus vorgefertigten Blöcken Block 114 027: Altbauten vor 1900: 54, 55, 57. Auf 56 steht auf der Blockfläche ein Altbau mit Umbau, während die Straßenfront 2017 durch einen Neubau geschlossen wurde. Das Wohnhaus 58 steht auf dem Kriegsschadengrundstück 58/59, es wurde nach 1975 neu aufgebaut. 61–65 sind vor-1900-Altbauten, 60 und 67 Altbauten aus der Folgezeit bis 1915 und 66 entstand in den 1920er Jahren. Der Kopfbau 68 mit der Palisadenstraße entstand nach 1980 und wurde um 2000 saniert. Bis zu den Kriegsschäden stand das Eckhaus (Friedenstraße 68/Palisadenstraße 52) auf dem Vorplatz. Das kriegszerstörte Wohnhaus 67 (verbunden mit Palisadenstraße 53) wurde ab 1980 als 68 geführt und Nummer 67 wurde aufgehoben. Block 114 032: Friedhofsgrundstücke: 80, 81, 82 Block 114 031: 83 (Auferstehungskirche zwischen Diestelmeyer- und Pufendorfstraße) Block 114 021: Die Grundstücke (um und am Böhmischen Brauhaus) 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90 sind unbebaut, jedoch in der Bebauungsplanung der nächsten Jahre, dazu noch 91 und 91a. Auf 92, 92a, 92b, 92c, 93, 94, 94a und 95 wurde Ende der 1990er Jahre der siebengeschossige Neubau errichtet. Die Wohnhäuser Friedenstraße 96–99 sind Altbauten vor 1900 (zusammen mit der Bebauung bis in die Landsberger Allee 146).
Querstraßen mini|Einmündung Strausberger Straße
Von Nordwest nach Südost bestehen (Stand: 2017) folgende Quer- und abbiegende Straßen.
(Der historische Name Königstor ist inoffiziell. Da die Friedenstraße an der Bezirksgrenze beginnt, liegt dies 80 m östlich der Kreuzung Otto-Braun-/Greifswalder Straße mit Prenzlauer Berg und der Mündung Am Friedrichshain) Georgenkirchstraße: sie führt nach Südwest und mündet 70 m ab Straße Am Friedrichshain gegenüber dem Volkspark Weinstraße: gegenüber vom Volkspark verläuft sie nach Südwest und mündet 190 m ab Georgenkirchstraße, Büschingstraße: von der Weinstraße aus Südwest mündet sie 130 m weiter