mini|Sicht aus der Vogelperspektive Kossorowitz () ist ein Ort in der Landgemeinde Tarnów im Powiat Opolski der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie Das Straßendorf Kossorowitz liegt zwei Kilometer westlich von Tarnau und 20 Kilometer südöstlich von Opole (Oppeln) in der Schlesischen Tiefebene. Nördlich und südlich des Dorfes liegen große Waldgebiete.

Nachbarorte von Kossorowitz sind im Osten Tarnau (Tarnów Opolski), im Südosten Gross Stein (Kamień Śląski), im Südwesten Kupferberg (Miedziana) und im Westen Przywor (Przywory).

Geschichte mini|links|Dorfanger um 1930 in Richtung Westen mini|Zweisprachiges Ortsschild

„Kossorzowic“, das zum Herzogtum Oppeln gehörte, wurde im Jahre 1365 erstmals urkundlich erwähnt. 1532 ist es in der Schreibweise Kosorowitz belegt.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845. S. 310

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Kossorowitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1784 wurden elf Bauern, zwölf Häusler und 223 Einwohner gezählt.Johann Ernst Tramp: Beyträge zur Beschreibung von Schlesien Band 3, Brieg 1784, S. 77

Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Kossorowitz ab 1816 zum Landkreis Oppeln im Regierungsbezirk Oppeln. 1852 zerstörte ein Feuer weitere Teile des Dorfes. 1855 lebten 354 Einwohner im Ort. 1865 sind elf Bauern, zwölf Ackerhäusler, 18 Angerhäusler und acht Einlieger belegt. Die Bewohner waren nach Tarnau eingepfarrt und eingeschult. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865 1874 wurde der Amtsbezirk Przywor gegründet, dem die Landgemeinden Konty, Kossorowitz, Kupferberg, Przywor und Tarnau und der Gutsbezirk Grudschütz eingegliedert wurde.Amtsbezirk Przywor/Tarnau 1885 wurden 449 Einwohner gezählt.AGOFF Kreis Oppeln

Bei der Volksabstimmung am 20. März 1921 stimmten 33 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 324 für Polen. Der gesamte Stimmkreis Oppeln hatte mehrheitlich für Deutschland votiert, weshalb Kossorowitz beim Deutschen Reich verblieb.Ergebnisse der Volksabstimmung; abgerufen am 16. Oktober 2009 Am 19. Mai 1936 wurde der Ort in Grasen umbenannt. 1939 hatte Grasen 687 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Oppeln.

Als Folge des Zweiten Weltkrieges kam der Ort 1945 unter polnische Verwaltung und wurde in Kosorowice umbenannt. 1950 wurde Kossorowitz Teil der Woiwodschaft Opole. Seit 1999 gehört Kosorowice zum Powiat Opolski. Am 15. Februar 2007 wurde in der Gemeinde Deutsch als Zweite Amtssprache eingeführt. Am 14. April 2008 erhielt der Ort den zusätzlichen amtlichen deutschen Ortsnamen Kossorowitz.

Sehenswürdigkeiten Bemerkenswert an dem Dorf ist die im Südteil einheitliche Dorfbebauung: Auf der einen Seite traufständig, auf der anderen giebelständig. Nach einem Brand in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Dorf so vollständig neu aufgebaut.Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 475

Vereine Deutscher Freundschaftskreis Fußballverein LZS Burza Kosorowice Freiwillige Feuerwehr OSP Kosorowice

Weblinks

Einzelnachweise

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