Neuebersbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Münchsteinach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Neuebersbach hat eine Fläche von 5,251 km². Sie ist in 230 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 22830,08 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Pirkachshof.

Geographie Östlich des Dorfes entspringt der Engelsbach, ein linker Zufluss der Aisch. 0,5 km nördlich befindet sich der Kreuzstein, 0,5 km nordöstlich das Waldgebiet Langerstrich, 0,5 km südwestlich erhebt sich der Steinhügel im Waldgebiet Feistloch, 0,5 km südlich liegt das Mühlholz.

Der Ort wird von der Kreisstraße NEA 14 tangiert, die nach Münchsteinach (2 km südwestlich) bzw. zur Kreisstraße NEA 12 (1,8 km östlich) führt. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Haag (3 km südlich) und nach Altershausen zur Kreisstraße NEA 1 (2,3 km nordwestlich). Eine Ortsstraße führt zum Pirkachshof (0,1 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde 1711 anstelle des im Dreißigjährigen Krieg wüst gewordenen Ebersbach durch die bayreuthische Regierung planmäßig angelegt. Im Ort fanden protestantische Flüchtlinge eine neue Heimat.H. Sponholz (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 115.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Neuebersbach 12 Güter. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Neustadt an der Aisch aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Neustadt an der Aisch.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 115.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. Im Jahre 1810 kam Neuebersbach an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Neuebersbach 1811 dem Steuerdistrikt Schornweisach und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Schornweisach zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Neuebersbach, zu der Pirkachshof gehörte.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 222. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Neustadt an der Aisch zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Neustadt an der Aisch (1919 in Finanzamt Neustadt an der Aisch umbenannt, seit 1972 Finanzamt Uffenheim).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 187. Ab 1862 gehörte Neuebersbach zum Bezirksamt Neustadt an der Aisch (1939 in Landkreis Neustadt an der Aisch umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Neustadt an der Aisch (1879 in das Amtsgericht Neustadt an der Aisch umgewandelt). Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 1,655 km².

Am 1. Januar 1972 wurde Neuebersbach in die Gemeinde Münchsteinach eingegliedert.

Baudenkmäler Haus Nr. 7: Gasthaus Grüner Baum Haus Nr. 14: ehemaliges Forsthaus

Einwohnerentwicklung Gemeinde Neuebersbach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 118 174 163 148 139 156 169 161 169 155 153 141 135 146 139 134 124 125 123 141 149 134 124 118HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 28 19 26 30 26 28 28 27 27 Quelle Für die Gemeinde Neuebersbach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Pirkachshof (S. 72).

Ort Neuebersbach Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 94 138 121 133 137 129 120 144 121 115 108Häuser 22 17 26 27 27 26 26 32Quelle

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Nikolaus (Münchsteinach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Münchsteinach) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ersterwähnung 1711