Das Mesoderm (von , ‚mittlerer‘ und ) ist das mittlere Keimblatt des Embryoblasten. Die Mesoderm-Zellen entstehen beim Menschen in der dritten Entwicklungswoche durch Einwanderung zwischen Epiblast und Hypoblast (Enterocoelie). Der Begriff Mesoderm ist nicht gleichbedeutend mit Mesenchym. Mesoderm ist ein ontogenetischer Begriff, Mesenchym dagegen ein histologischer.

Aus dem Mesoderm bilden sich folgende Strukturen: Chorda dorsalis und daraus entstehende Nuclei pulposi der Bandscheiben Auskleidung des Coeloms Knochen Skelettmuskulatur Bindegewebe glatte Muskulatur der Eingeweide Herz Blutgefäße Blutkörperchen Milz Lymphknoten Lymphgefäße Nebennierenrinde Nieren Keimdrüsen innere Geschlechtsorgane Mikroglia

Unterteilung Intraembryonales Mesoderm, gebildet aus dem Epiblasten Axiales Mesoderm (Chorda dorsalis) Paraxiales Mesoderm (Somiten; Sklerotom, Myotom, Dermatom) Intermediäres Mesoderm (Harn- und Geschlechtsapparat) Laterales Mesoderm oder Seitenplattenmesoderm (Seröse Auskleidung der Körperhöhlen: Pleura, Peritoneum, Perikard) Extraembryonales Mesoderm, gebildet aus dem Hypoblasten kleidet die Chorionhöhle aus

Siehe auch Ektoderm Entoderm

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Einzelnachweise

Kategorie:Entwicklungsbiologie Kategorie:Embryologie