mini|300px|Lage und Topografie des Naturparks Augsburg – Westliche Wälder, darin sind die Stauden gekennzeichnet miniatur|Blick auf den Fischacher Ortsteil Siegertshofen mini|Staudenlandschaft bei Oberneufnach Die Stauden sind ein Hügelland, das den südlichen Teil des Naturparks Augsburg – Westliche Wälder bildet. Es ist geprägt durch Mischwälder auf den Höhenzügen und landwirtschaftlich genutzte Flächen in den Tälern.

Namensherkunft Die Entstehung des Landschaftsnamens wird auf das späte 16. Jahrhundert datiert. In dieser Zeit hatten die Menschen große Teile der Wälder abgeholzt, wodurch die Landschaft zunehmend von niedrigem Gebüsch und Sträuchern, den sogenannten Stauden, geprägt wurde.Was sind die Stauden eigentlich genau? In: Augsburger Allgemeine, erschienen am 8. Januar 2025, Seite 34.

Geographie Die Stauden erstrecken sich auf einer Fläche von etwa 350 km². Nach Auffassung des Heimatpflegers Hans Frei wird die Landschaft zwischen dem Wertachtal im Osten, dem Flossach- und Mindeltal im Westen sowie zwischen Türkheim im Süden und einer Linie etwa auf der Höhe zwischen Diedorf und Ziemetshausen im Norden eingefasst. Nördlich davon schließt die Reischenau an.

Die wichtigsten Flüsse, die in dem Gebiet entspringen, sind die Schmutter, die Neufnach und die Zusam. Die höchste Erhebung liegt auf . Der Schnerzhofer Weiher ist eines der größten Stillgewässer in den Stauden.

Die Stauden können den Landkreisen Augsburg, Günzburg sowie Unterallgäu zugeordnet werden. Zu einem geringen Teil gehört aufgrund des Waldes westlich von Bergheim auch das Stadtgebiet von Augsburg zu den Stauden. Folgende Orte liegen in den Stauden (Auswahl): Döpshofen, Waldberg, Kreuzanger, Reinhartshausen, Straßberg, Markt Wald, Ettringen, Walkertshofen, Fischach, Gessertshausen, Ziemetshausen, Langenneufnach, Mickhausen, Scherstetten, Mittelneufnach, nordwestlicher Teil von Türkheim. Am östlichen Rand befindet sich Schwabmünchen. Entgegen der allgemeinen Meinung gehört Aichen nicht dazu. Die Gemeinden Langenneufnach, Mickhausen, Mittelneufnach, Scherstetten und Walkertshofen bilden die Verwaltungsgemeinschaft Stauden.

Verkehr Die Stauden werden von der auch Staudenbahn genannten Bahnstrecke Gessertshausen–Türkheim durchquert.

Ungefähr entlang der Grenze zwischen den Stauden und der Reischenau verläuft die Bundesstraße 300.

Sehenswürdigkeiten In Döpshofen: Loretokapelle In Ettringen: Keltenschwert, ausgestellt im Rathaus Pfarrkirche St. Georg in Kirch-Siebnach Pfarrkirche St. Martin und St. Nikolaus In Fischach: Judenfriedhof in Fischach als Zeugnis der ehemals blühenden jüdischen Gemeinde im Ort Mozarthaus Heimberg, Stammheimat der Familie Mozart im Fischacher Weiler Heimberg In Markt Wald: Christoph-Scheiner-Turm nördlich von Bürgle Wallfahrtskapelle St. Antonius von Padua bei Schnerzhofen Schloss Markt Wald In Mickhausen: Herrgottsruh-Kapelle Staudenschloss Bei Grimoldsried: Staudenkapelle In Mittelneufnach: Besinnungsweg Kloster Oberschönenfeld, 1211 gegründet, mit: Museum Oberschönenfeld Naturpark-Haus Projektkunst im Wald In Wollmetshofen: Mariengrotte In Zaisertshofen: Biotop Bei Ziemetshausen: Wallfahrtskirche Maria Vesperbild

Weblinks Erholungslandschaft Stauden

Einzelnachweise

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