Ammoniumbromid, NH4Br, bildet hygroskopische, in Aceton, Ethanol und Wasser gut lösliche, kubische Kristalle. Es besitzt einen Sublimationspunkt von 452 °C, eine Dichte von 2,43 g·cm−3 und eine relative Molekülmasse Mr von 97,942.
Synthese Die Herstellung von Ammoniumbromid kann durch Einwirkung von Bromwasserstoff auf Ammoniak erfolgen:
HBr + NH3 -> NH4Br
Die direkte Reaktion von Ammoniak mit Brom in Wasser ergibt ebenfalls das Salz.
3 Br2 + 8 NH3 -> 6 NH4Br + N2
Eine weitere Herstellmöglichkeit ist die Umsetzung von Ammoniak mit Eisen(II)-bromid.
FeBr2 + 2 NH3 + H2O -> 2 NH4Br + Fe(OH)2
Eigenschaften Ammoniumbromid bildet schwach gelbe Kristalle oder Pulver, die bei Normaldruck bei 452 °C sublimieren. In einer geschlossenen Kapillare wird ein Schmelzpunkt bei 542 °C beobachtet. Das Salz ist sehr gut löslich in Wasser. Die Lösung reagiert sauer. Die Löslichkeit steigt mit steigender Temperatur. Die Verbindung löst sich gut in Ethanol und Aceton.
{| class="wikitable left" style="text-align:center; font-size:90%;" |+ class="hintergrundfarbe6" | Löslichkeit in Wasser |- ! class="hintergrundfarbe5" style="text-align:left" | Temperatur | in °C || 0 || 20 || 40 || 60 || 80 || 100 |- ! class="hintergrundfarbe5" style="text-align:left" | Löslichkeit | in g/100 g H2O || 59,5 || 74,2 || 89,8 || 105 || 117 || 135
Verwendung Verwendung findet Ammoniumbromid in der phototechnischen Industrie und in der Medizin als Beruhigungsmittel. Ammoniumbromid kann außerdem als Bromid-Quelle in elektrochemischen Bromierungen fungieren.
Einzelnachweise
Kategorie:Ammoniumverbindung Kategorie:Bromid