Der Rostbauch-Ameisenfänger (Drymophila ferruginea), auch Weißbrauen-Ameisenfänger genannt, ist eine Art der Ameisenvögel. Er kommt nur in einem verhältnismäßig kleinen Gebiet in Südamerika vor. Der Rostbauch-Ameisenfänger ist dort eine verhältnismäßig häufige Art.

Erscheinungsbild Der Rostbauch-Ameisenfänger erreicht eine Körperlänge von 13 Zentimetern und wiegt durchschnittlich 10 Gramm. Burnie, S. 351 Die Körperunterseite ist rostbraun bis orange. Die Flügel sind schwarz und weisen ein weißes Band auf. Der Schwanz ist schwarz. Von der Schnabelbasis verläuft je ein weißer Streif über dem Auge beziehungsweise unter dem Auge bis zum Nacken. Dies hat zu dem deutschen Namen Weißbrauen-Ameisenfänger geführt. Der Geschlechtsdimorphismus ist nicht so stark ausgeprägt, wie dies bei vielen Ameisenvögeln der Fall ist: Die Weibchen sind etwas weniger farbintensiv als die Männchen und etwas stärker gestreift.

Rostbauch-Ameisenfänger weisen eine große Ähnlichkeit mit dem Zimtbauch-Ameisenfänger (Drymophila rubricollis) auf. Das Verbreitungsgebiet dieser beiden Arten, die beide zur Gattung Drymophila gehören, überlappt sich. Der Rostbauch-Ameisenfänger kann allerdings anhand seiner schwarzen Rückenzeichnung und des dunkleren Schwanzes identifiziert werden.

Verbreitungsgebiet und Verhalten mini|Verbreitungsgebiet des Rostbauch-Ameisenfängers (grün) Der Rostbauch-Ameisenfänger kommt lediglich im Südosten Brasiliens vor. Er ist ein Standvogel, der Bambusdickichte in immergrünen Wäldern besiedelt. Er tritt meist paarweise, in kleinen Familientrupps oder in gemischten Schwärmen auf.

Etymologie und Forschungsgeschichte mini|links|Tafel zur Originalbeschreibung illustriert von Jean-Gabriel Prêtre Die Erstbeschreibung des Rostbauch-Ameisenfängers erfolgte 1822 durch Coenraad Jacob Temminck unter dem wissenschaftlichen Namen Myothera ferruginea. Als Verbreitungsgebiet gab er Brasilien an.Coenraad Jacob Temminck (1822), Tafel 132 Abbildung 3 & TextZum Publikationsdatum siehe Edward Clive Dickinson (2001). 1824 führte William Swainson die für die Wissenschaft neue Gattung Drymophila für den Rostbauch-Ameisenfänger ein.William Swainson (1824), S. 302 Der Begriff ist ein Wortgebilde aus und .Drymophila The Key to Scientific Names. Edited by James A. Jobling Der Artname ferruginea hat seinen Ursprung in .ferruginea The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay keinen Balg zur Verfügung. In der Literatur betrachtete im Departamento Alto Paraná und Puerto Bertoni durch Arnaldo de Winkelried Bertoni den einzigen Nachweise für das Land. Bertoni benannte 1901 aber den Zimtbauch-Ameisenfänger (Drymophila rubricollis) (Syn: Formicivora rubicollis) und keine Unterart des Rostbauch-Ameisenfängers.Arnaldo de Winkelried Bertoni (1901), S. 140. Im Allgemeinen verwies er aber auf Santa CatarinaAlfred Laubmann (1936), S. 26 als Verbreitungsgebiet.Alfred Laubmann (1940), S. 28–29 Ein weiteres Synonym ist Drymophila variegata , 1825.George Such (1825), S. 559 Variegata leitet sich von abvariegata The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, rubicollis von und .rubicollis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling

Literatur

Weblinks

Einzelbelege

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