Die Liste der Stadtoberhäupter von Eppingen gibt einen Überblick über die Schultheißen, Bürgermeister und Oberbürgermeister der Stadt Eppingen vom 14. Jahrhundert bis heute.
An der Spitze der Stadt Eppingen stand zunächst der Schultheiß, der vom Landesherrn eingesetzt wurde. Daneben gab es einen von den Bürgern gewählten Bürgermeister. Ferner gab es einen Rat, der im 18. Jahrhundert aus einem Stadt- und einem Anwaltschultheißen sowie sechs Ratsverwandten und einem Stadtschreiber bestand. Im 19. und 20. Jahrhundert leitete der Bürgermeister die Stadtverwaltung. Seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt zum 1. Januar 2002 trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Ihm steht ein Beigeordneter mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister zur Seite.
Schultheißen Beschreibung des Amts Schultheißen standen an der Spitze der kurpfälzischen Gemeinden und Städte als Vertreter des Landesherrschaft. Der Schultheiß verkündete die landesherrlichen Verordnungen und überwachte deren Durchführungen. In Eppingen führt der Schultheiß die Aufsicht über die zwei Bürgermeister, den Stadtschreiber, den Büttel und alle weiteren städtischen Amtsinhaber. Der Schultheiß hatte den Vorsitz im Stadtgericht und war zugleich Kollektor, das heißt, er hatte die Einkünfte der Geistlichen Güteradministration einzuziehen. Vor dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) musste er mit seinem Kriegspferd für den Amtsschultheißen in Bretten Dienste ausführen, zum Beispiel die Beitreibung herrschaftlicher Abgaben. Das Schultheißenamt in Eppingen bestand bis zum 23. Oktober 1803, denn zu diesem Zeitpunkt wurde die Kurpfalz aufgehoben und die Stadt Eppingen kam an die Markgrafschaft Baden. Die Tätigkeiten wurden vom Stabsamt Eppingen übernommen, das 1813 zum Bezirksamt Eppingen wurde.
Sehr oft stammte der Eppinger Schultheiß von auswärts. Er bekam als Besoldung einen freien Wohnsitz, Korn, Bekleidung und eine der Zeit angemessene Summe Geldes.
Liste Quelle: Die Liste der Schultheißen und Bürgermeister samt Erläuterungen folgt, wenn nicht anders angegeben, dem Aufsatz von Franz Gehrig (s. Literatur), der sie hauptsächlich nach den Kopialbüchern des Karlsruher Generallandesarchivs und den Kurpfälzischen Dienerbüchern in der Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO NF 55) zusammenstellte.