miniatur|Sitz des Amtsgerichtes im ehemaligen Kloster St. Marien in Bersenbrück (2012) Das Amtsgericht Bersenbrück ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit und eines von sieben Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichtes Osnabrück.

miniatur|Der Amtsgerichtsbezirk Bersenbrück entspricht dem ehemaligen Landkreis. Organisation Sitz des Gerichtes ist Bersenbrück in Niedersachsen. Der Gerichtsbezirk umfasst seit 1972/73 das Gebiet des im gleichen Zeitraum aufgelösten Landkreises Bersenbrück. Seinerzeit wurden die Amtsgerichte Bramsche, Fürstenau und Quakenbrück dem Amtsgericht Bersenbrück zugeordnet. Dem Amtsgericht Bersenbrück ist das Landgericht Osnabrück übergeordnet. Zuständiges Oberlandesgericht ist das Oberlandesgericht Oldenburg.

Geschichte Nach der Revolution von 1848 wurden im Königreich Hannover die Rechtsprechung von der Verwaltung getrennt und die Patrimonialgerichtsbarkeit abgeschafft.Gesetz über die Gerichtsverfassung vom 8. November 1850 () Das Amtsgericht wurde daraufhin mit der Verordnung vom 7. August 1852 die Bildung der Amtsgerichte und unteren Verwaltungsbehörden betreffend als königlich hannoversches Amtsgericht gegründet. Es umfasste das Amt Bersenbrück.Hannoversche Gesetzgebung über Staats- und Gemeinde-Verwaltung, 1852, S. 32, 71, online Das Amtsgericht war dem Obergericht Osnabrück untergeordnet.Verzeichnis der Obergerichte, Anlage zur Verordnung zur Ausführung der §§ 14, 15 und 35 des Gesetzes über die Gerichtsverfassung vom 8. November 1850 vom 7. August 1852, abgedruckt in: Gerhard Adolf Wilhelm Leonhardt: Die Justizgesetzgebung des Königreichs Hannover: unter besonderer Berücksichtigung der Regierungs- und ständischen Motive zum practischen Gebrauche. Band 3, 1852, S. 134 online Das Amtsgericht Quakenbrück wurde 1859 aufgehoben und sein Gerichtsbezirk dem des Amtsgerichtes Bersenbrück zugeordnet.Verordnung vom 31. März 1859 zur Bildung der Gerichte; abgedruckt in: Christian Hermann Ebhardt: Gesetze, Verordnungen und Ausschreiben für das Königreich Hannover: aus dem Zeitraume von 1813 bis 1839. Vierte Folge. 1856–1862: Abtheilung I. Rechts-Sachen, Band 12, 1863, S. 307, online Mit der Annexion Hannovers durch Preußen wurde es zu einem preußischen Amtsgericht in der Provinz Hannover.

Sein Gerichtsbezirk umfasste ab der Neuordnung aufgrund der Reichsjustizgesetze 1879 das Amt Bersenbrück ohne die Teile die dem Amtsgericht Osnabrück zugeordnet waren.Verordnung, betreffend die Bildung der Amtsgerichtsbezirke vom 5. Juli 1879, GS Nr. 30, S. 513, Digitalisat Es war nun dem Landgericht Osnabrück nachgeordnet. Am Gericht bestand 1880 eine Richterstelle. Das Amtsgericht war damit ein kleines Amtsgericht im Landgerichtsbezirk.Carl Pfafferoth: Jahrbuch der deutschen Gerichtsverfassung. 1888, S. 410 online

In den Jahren 1972/1973 wurden im Rahmen der landesweiten Auflösung kleinerer Amtsgerichte die Amtsgerichte Fürstenau, Bramsche und Quakenbrück aufgehoben und deren Sprengel dem Amtsgericht Bersenbrück zugewiesen.Geschichte des Amtsgerichts Bersenbrück

Gerichtsgebäude Das Gericht hat seinen Sitz im Äbtissinnenflügel des 1231 gegründeten Zisterzienserinnenkloster St. Marien, das im Jahre 1787 aufgelöst wurde.

Richter Louis von Engelbrechten Hans-Ulrich Krüger Carl Brandenburg Lars Ostwaldt Barbara Havliza

Siehe auch Liste deutscher Gerichte Liste der Gerichte des Landes Niedersachsen

Weblinks Internetpräsenz des Amtsgerichtes Bersenbrück Übersicht der Rechtsprechung des Amtsgerichtes Bersenbrück

Einzelnachweise

Bersenbrück Kategorie:Baudenkmal in Bersenbrück Bersenbrück Bersenbrück Kategorie:Gerichtsgründung 1852