Diese Liste gibt einen Überblick über alle Mitglieder der Nationalversammlung von 1919 nach der Wahl vom 19. Januar und 2. Februar 1919.
Es wurden 423 Abgeordnete gewählt, darunter 37 Frauen.
mini|rechts|Offizielle Postkarte zur Weimarer Nationalversammlung
Wahlergebnis +Ergebnis der Wahl zur verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung vom 19. Januar 1919 (einschließlich der Nachwahl vom 2. Februar 1919)ParteiStimmenanteilMandateDavon FrauenFrauenanteilAnmerkungSPD37,9 %1651911,7 %1)Zentrum19,7 %9166,6 %2)DDP18,6 %7556,7 %3)DNVP10,3 %4436,8 %4)USPD7,6 %22313,6 %DVP4,4 %1915,3 %BBB0,9 %4––DHP0,3 %1––SHBLD0,2 %1––Braunschweigischer Landeswahlverband0,2 %1––5)Gesamt423378,7 % 1) Entsprechend einer Änderung des Reichswahlgesetzes vom 21. Januar 1919 wählten die „Angehörigen der im Osten stehenden Truppenverbände“ am 2. Februar 1919 zwei zusätzliche Abgeordnete. Die Mandatszahl erhöhte sich dadurch auf 423, die Zahl der SPD-Mandate auf 165.2) Im Ergebnis sind 0,9 Prozentpunkte und vier Sitze enthalten, die auf den gemeinsamen Wahlvorschlag von Zentrum und DHP im Wahlkreis 16 entfallen waren.3) Im Ergebnis sind 0,4 Prozentpunkte und zwei Sitze enthalten, die auf den gemeinsamen Wahlvorschlag von DDP und DVP im Wahlkreis 21 entfallen waren.4) Im Ergebnis sind insgesamt 1,7 Prozentpunkte und sieben Sitze enthalten, die auf die gemeinsamen Wahlvorschläge von DNVP und DVP in den Wahlkreisen 18, 22 und 36 entfallen waren.5) Der Braunschweigische Landeswahlverband wurde von den dortigen Landesverbänden der DVP und der DNVP sowie der Wirtschaftlichen Einheitsliste und der welfisch orientierten Braunschweigisch-Niedersächsischen Partei gebildet.Wegen der in den Anmerkungen 2) bis 5) genannten gemeinsamen Wahlvorschläge stimmen die Fraktionsstärken zum Beginn der Nationalversammlung nicht mit dem Wahlergebnis überein.
Präsidium Präsident der Nationalversammlung: Eduard David (SPD) bis 13. Februar 1919, Constantin Fehrenbach (Zentrum) ab 14. Februar 1919 Vizepräsident: Constantin Fehrenbach (Zentrum) bis 14. Februar 1919, Heinrich Schulz (SPD) vom 14. Februar 1919 bis 14. Juli 1919, Paul Löbe (SPD) ab 15. Juli 1919 Vizepräsident: Conrad Haußmann (DDP) Vizepräsident: Hermann Dietrich (DNVP) Die Wahl des Präsidiums der Nationalversammlung erfolgte in der 2. Sitzung am 7. Februar 1919. Bis dahin führte Alterspräsident Wilhelm Pfannkuch (SPD) den Vorsitz. Wegen seiner Ernennung zum Reichsminister ohne Portefeuille in der ersten Reichsregierung der „Weimarer Republik“ (Kabinett Scheidemann) legte Eduard David das Präsidentenamt bereits wenige Tage später am 13. Februar 1919 nieder. Zum neuen Präsidenten wählte die Nationalversammlung am folgenden Tag den bisherigen Vizepräsidenten Constantin Fehrenbach; in dessen nun vakantes Vizepräsidentenamt wurde der SPD-Abgeordneten Heinrich Schulz gewählt. Wegen seiner Ernennung zum Unterstaatssekretär im Reichsministerium des Innern legte Heinrich Schulz am 14. Juli 1919 sein Vizepräsidentenamt nieder. Zu seinem Nachfolger wählte die Nationalversammlung in der 57. Sitzung am 15. Juli 1919 Paul Löbe (SPD).
Fraktionsvorsitzende SPD: Hermann Müller Zentrum: Adolf Gröber (verstorben am 19. November 1919), Karl Trimborn DDP: Friedrich von Payer bis 9. Juli 1919, Eugen Schiffer ab 9. Juli 1919 DNVP: Arthur Graf von Posadowsky-Wehner USPD: Hugo Haase (verstorben am 7. November 1919), Curt Geyer und Alfred Henke ab 25. November 1919 DVP: Rudolf Heinze
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