mini|hochkant|Chris Pichler (2019) mini|Chris Pichler (2018) Chris Pichler (* 8. Jänner 1969Random House: Chris Pichler. Abgerufen am 25. September 2017.castforward.de: Chris Pichler. Abgerufen am 25. September 2017. in Linz, Österreich) ist eine österreichische Schauspielerin, Sängerin, Sprecherin, Regisseurin und Autorin.
Leben Chris Pichler begann nach der Matura zunächst ein Studium der Landschaftsökologie,Kurier: Chris Pichler: „Nichts tun kann ich nicht“. Artikel vom 20. Juli 2014, abgerufen am 25. September 2017.orf.at: Unverwechselbarkeit, Qualität und Glanz. Artikel vom 21. April 2009, abgerufen am 25. September 2017. von 1989 bis 1992 studierte sie an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (die MUK). Nach ihrem Abschluss wurde sie durch die TV-Aufzeichnung ihres Theaterdebüts „Kalte Hände“ von Thomas Baum am Linzer Theater Phönix als missbrauchte Tochter Sonja und ihrer Rolle „Kathi“ im Mehrteiler Der Salzbaron in der Regie von Bernd Fischerauer bekannt. Nach zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, u. a. Der Nachbar (Kino, Regie: Götz Spielmann), Dr. Schwarz und Doktor Martin, Schlosshotel Orth, Kommissar Rex und Der Winzerkönig, ging sie ans Deutsche Nationaltheater in Weimar, dann ans Wiener Volkstheater, spielte auch bei den Festspielen Reichenau, am Theater in der Josefstadt in Wien, am Schauspiel Frankfurt, dem Berliner Ensemble, am Hans Otto Theater Potsdam und schließlich am Schauspiel Dortmund.
Ihre weiteren Theatererfolge feierte sie als Gretchen in Goethes „Urfaust“ unter der Regie von Manfred Karge im Kunstfest Weimar (1993/94) und als Lena in Büchners „Leonce und Lena“. Sie spielte mit 24 Jahren die Titelrolle in Goethes „Iphigenie“ in Katja Parylas Regie und in der langjährigen Sommernachtsinszenierung von Leander Haußmann am DNT Weimar. Dort arbeitete sie mit Regisseuren wie Horst Schönemann, Michael Gruner, Amelie Niermeyer und Günther Beelitz.
Seit 2006 entwickelte sie Soloprogramme wie Romy Schneider – Zwei Gesichter einer Frau, ein aus Briefen, Texten und Tagebüchern von Romy Schneider zusammengestellter Soloabend, der im RadioKulturhaus Wien seinen Ausgang nahm und mit dem sie seither europaweit gastiert. Chris Pichlers erster Soloabend wurde als Hörspiel und Hörbuch produziert, wofür sie den ORF Hörspielpreis Schauspielerin des Jahres 2008 erhielt. Anlässlich des Linz 09-Jahres spielte sie am 27. Februar 2009 bei einem der Kunstprojekte Jackie (Jacqueline Kennedy Onassis) im gleichnamigen Stück von Elfriede Jelinek im Linzer Posthof. Für die Inszenierung und Darstellung wurde sie mit dem Kulturhauptstadtpreis 09 geehrt. Chris Pichler entwickelte weitere Soloabende, wie „Molly Bloom“ von James Joyce und war 2012 erneut am Theater in der Josefstadt mit der Uraufführung ihres Solos „Ich – Marilyn“.
2002 war Chris Pichler erstmals als Lina Loos bei den Festspielen Reichenau zu sehen und seit 2012 regelmäßig, unter anderem in Schnitzlers Reigen und Das weite Land sowie Die Stützen der Gesellschaft von Ibsen. Bei Kafkas Prozess, Amok und Brennendes Geheimnis von Stefan Zweig war sie die weibliche Protagonistin. Ihr komödiantisches Talent zeigte sie 2016 bei Nestroys Liebesgeschichten und Heiratssachen. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums 2018 spielte und sang sie in der Revue Schau'n Sie sich das an von Farkas. „Chris Pichler gelingen mit Liedern wie „Ich bin eine Dirne“ oder auch „Klassisches Abenteuer“ wahre Kunststücke.“ (Auszug Kritik Kurier)
Im Landestheater Niederösterreich war sie in der Spielzeit 2008/2009 als Josefine in Die Ortliebschen Frauen von Franz Nabl zu sehen.
Für Warja in Chekhovs „Kirschgarten“ holte Uwe Eric Laufenberg neben Angelica Domröse Chris Pichler 2009 ans Hans Otto Theater Potsdam.
Im Wagner Jubiläumsjahr 2013 gab sie Cosima Wagner in der Theaterfassung von Reinhardt Baumgart „Wahnfried – Bilder einer Ehe“ (Regie: Jan Steinbach).
2014 begann ihre Kooperation mit dem Staatstheater Wiesbaden, für das sie neben ihrer Ensembletätigkeit auch musikalische Konzepte entwickelte, z. B. „Mozarts Frauen“ und auch für die „Internationalen Maifestspiele“: „Venezianische Märchen“ (2016), „Das hat mit ihrem Singen die Loreley getan“ (2018) sowie das „Making of: Wie Shakespeare zu Romeo und Julia kam“ (2018) und zuletzt „Amadeus! Wolfgang in Deutschland, Amadeo in Italien de Mozartini“ (2019). 2020 nahm Chris Pichler im Rahmen des Ersatzprogrammes während der COVID-19-Pandemie wieder an den Internationalen Maifestspielen teil, und zwar mit Tristan und „Bekenntnisse der Frau Schnaps – Beethovens Haushälterin“. Dass das Staatstheater Wiesbaden als eines der ersten Theater Europas eröffnete, war der New York Times einen Artikel wert. Ebenfalls am Staatstheater Wiesbaden spielt Chris Pichler seit 2015 Laura Cheveley, eine der Hauptrollen in der Komödie „Der ideale Ehemann“, und inszenierte hier 2017 ihre erste Oper „La Giuditta“ von Alessandro Scarlatti. mini|Romy Schneider – Zwei Gesichter einer Frau – Chris Pichler Solo Von 2015 bis 2018 war Chris Pichler bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen mit ihren Soloabenden „Romy Schneider – Zwei Gesichter einer Frau“,„Ich – Marilyn“ und „Sissi goes Elisabeth – Kaiserin der Herzen“ zu Gast. 2018 startete die Reihe KuratierteLiteratur@ChrisPichler – eine Literaturreihe, die Chris Pichler im Auftrag des Österreichischen Kulturforums Berlin entwickelt und realisiert.
Ihre langjährige Hörspielarbeit (bis 2008 wirkte sie in 40 Hörspielen des ORF mit, denen seither weitere folgen) führte sie mit der Regisseurin Regine Ahrem zusammen, mit der sie in der Trilogie „Hollywood on Air“, einer Livehörspielreihe, die weiblichen Hauptrollen bestreitet. In der „Bar jeder Vernunft“ Berlin und im Wiener Konzerthaus war sie 2015 und 2016 in „Verdacht“ zu sehen. Der Hollywoodklassiker „Die Wendeltreppe“ folgte 2017 ebenfalls im Konzerthaus Wien. Die Premiere des Hitchcock-Klassikers „Der Mieter“ hat am 22. Oktober 2019 ebenfalls im Konzerthaus Wien stattgefunden. Die ARD-Hörspieltage 2019 starteten mit dem Live-Hörspiel „Der Mieter“ nach Motiven des Hitchcock Stummfilm-Klassikers „The Lodger“. Nach ihrem Erfolg vor drei Jahren war die Truppe um die Schauspielerin Chris Pichler und ihren Kollegen Gerd Wameling erneut im ZKM Karlsruhe zu Gast.
Im Februar 2018 fand am kleinen theater Bad Godesberg in Bonn die Uraufführung ihres neuen Soloprogramms „Sissi goes Elisabeth – Kaiserin der Herzen“ statt. Sie gastierte damit in Berlin, bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, im Felsenkeller Köln Altenkirchen, im Staatstheater Wiesbaden und beim Internationalen Musiksommer Bad Schallerbach. Am 24. Jänner 2019 eröffnete sie das Festival „Frozen Flowers“ im Stadttheater Gmunden und gab damit in Österreich ihre Premiere als Kaiserin Elisabeth.
Mit der musikalischen 20er-Jahre Revue „Noch ein Champagner und ich liege unter dem Gastgeber“ feierte sie Silvester 2018 am Staatstheater Wiesbaden. (Konzept, Regie, Gesang: Chris Pichler, Klavier: Otmar Binder, Special Guest: Jo van Nelsen) mini|Sissi Sisi (Chris Pichler Solo)
Die Produktion „Die Schuhe der Braut“ (Hörspiel von Magda Woitzuck), in der sie eine Journalistin spielt, gewann den Deutschen Hörspielpreis der ARD 2018.
Chris Pichler hat einen Lehrauftrag für Schauspiel an der mdw Wien in der Opernklasse.
Am 11. Jänner 2020 wurde „Lillipizz – der kleine Lipizzaner“ (ein Fantasie-Ritt für Sprecherin, Violoncello und Akkordeon) im Wiener Musikverein in der Reihe „Allegretto“ uraufgeführt. Nach „Der Gestiefelte Kater“ handelt es sich bereits um die zweite Auftragsarbeit für den Musikverein Wien – das Libretto wurde von Chris Pichler geschrieben, die die Geschichte vom Schaukelpferd, das auszieht, um ein Lipizzaner zu werden, auch erzählt.
Mit „Und grausig gutzt der Golz“ zum hr2-Hörfest im Hessischen Staatstheater Wiesbaden Mitte Jänner 2020 boten Chris Pichler, Klaus Krückemeyer sowie Matthias Redlhammer vom hr2-RadioLiveTheater dem Publikum Wortakrobatik und Sprachspielereien mit Mimik. Sebastian W. Wagner zeichnete für die Geräusche verantwortlich und spielte Klavier, Peter Pichler rundete das Ganze mit den Klangfarben seines Trautoniums ab und Angelika Bierbaum moderierte den Abend.
Fest etabliert ist Chris Pichler im Programm des hr2-Kulturlunch im hr-Sendesaal Frankfurt. Auf „Und grausig gutzt der Golz“ mit dem Ensemble des hr2-RadioLiveTheater in 2018 folgte am 23. Februar 2020 „Bekenntnisse der Frau Schnaps - Beethovens Haushälterin“. Ein erfrischend ungewöhnlicher Blick auf den Menschen und Komponisten Beethoven, in dem Chris Pichler in die Rolle von Beethovens Haushälterin schlüpfte. Basierend auf historisch belegten Zeitzeugnissen, Dokumenten, Konversationsheften und Briefen erzählte sie in einem Monolog aus unmittelbarer Nähe über Beethoven, sein Leben und Arbeiten. Kammermusik rundete das etwas andere Porträt des Komponisten ab. Im Jänner 2021 folgte „Wien bleibt Wien“ zusammen mit Wolfi Berger.
Pichler lebt in Wien und Berlin.
Rollen (Auswahl) Kalte Hände von Thomas Baum, Regie: Michael Gampe – Tochter Urfaust von Goethe, Regie: Manfred Karge – Gretchen Leonce und Lena von Georg Büchner, Regie: Manfred Karge – Lena Die Hose von Carl Sternheim, Regie: Katja Paryla – Luise Maske Der Kaufmann von Venedig von William Shakespeare, Regie: Hanan Snir – Jessica Iphigenie auf Tauris von Goethe, Regie: Katja Paryla – Iphigenie Die Ratten von Gerhart Hauptmann, Regie: Horst Schönemann – Piperkarcka Stella von Goethe, Regie: Wolfgang Maria Bauer – Stella (Karl-Skraup-Preis) Geschicht'n aus dem Wienerwald von Ödön von Horváth, Regie: Michael Gruner – Marianne Don Carlos von Friedrich Schiller, Regie: Niels Peter Rudolph – Königin Elisabeth Fräulein Pollinger von Ödön von Horváth, Regie: Michael Gruner – Agnes Pollinger Nashörner von Eugène Ionesco, Regie: Michael Schilhan – Fräulein Daisy Wölfe und Schafe von Alexander Nikolajewitsch Ostrowski, Regie: Zeno Stanek – Glafira König Ottokars Glück und Ende von Franz Grillparzer, Regie: Georg Schmiedleitner – Kunigunde norway.today von Igor Bauersima; Regie: Martin Schulze – Julie Affaire Lina Loos Regie: Jürgen Kaizik – Lina Loos Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing, Regie: Hans Escher – Recha Kabale und Liebe von Friedrich Schiller, Regie: Martin Schulze – Luise Der tollste Tag von Peter Turrini, Regie: Josef Ernst Köpplinger – Susanne Amadeus von Peter Shaffer, Regie: Piet Drescher – Konstanze Kasimir und Karoline von Ödön von Horváth, Regie: Janusz Kica – Karoline Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht, Regie: Hans Gratzer – Polly Minna von Barnhelm von Gotthold Ephraim Lessing, Regie: Michael Gampe – Franziska Einsame Menschen von Gerhart Hauptmann, Regie: Harald Clemen – Käthe Vockerat Die Ortliebschen Frauen von Franz Nabl, Regie: Isabella Suppanz – Josefine Der Kirschgarten von Anton Tschechow, Regie: Uwe Eric Laufenberg – Warja Aufzeichnungen aus einer Doppelhaushälfte von Anna Behringer, Regie: Thirza Bruncken – Frau Die vierte Schwester von Janusz Głowacki, Regie: Isabella Suppanz – Tanja Torquato Tasso von Goethe, Regie: Frank Hoffmann – Prinzessin Leonore Reigen von Arthur Schnitzler, Regie: Helmut Wiesner – junge Frau Einer ist der Dumme von Georges Feydeau, Regie: Isabella Suppanz – Madame Vatelin Die erotischen Erfolge des Monsieur R. von Georges Feydeau, Regie: Werner Schneyder – Lucienne Stützen der Gesellschaft von Henrik Ibsen, Regie: Alfred Kirchner – Betty Bernick Wahnfried. Bilder einer Ehe von Reinhard Baumgart, Regie: Jan Steinbach – Cosima Wagner Der Verdacht von Alfred Hitchcock, Regie: Regine Ahrem – Lina Der Prozess von Franz Kafka, Regie: Renate Loidolt – Leni, Frau Bürstner Bankier Borkmann von Henrik Ibsen, Regie: Alfred Kirchner – Fanny Wilton Brennendes Geheimnis von Stefan Zweig, Regie: Renate Loidolt – alle Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht, Regie: Thorleifur Örn Arnarsson – Mrs. Peachum Amok von Stefan Zweig, Regie: Renate Loidolt – Frau