Wennebostel ist ein Ortsteil der Gemeinde Wedemark in der niedersächsischen Region Hannover.
Geografie Lage Das Dorf liegt am südöstlichen Randbereich der Gemeinde Wedemark an der Landesstraße 383. Nordöstlich des Ortes befindet sich das Autobahndreieck Hannover-Nord, wo die Bundesautobahnen A 7 und A 352 aufeinandertreffen.
Nachbarorte
Geschichte Vorgeschichte mini|hochkant=1.5|Bereits zugeschüttete Ausgrabungsstelle in einem Baugebiet, an der vorgeschichtliche Bestattungen gefunden wurden, 2020 Im heutigen Ortsbereich von Wennebostel lassen archäologische Funde auf eine vorgeschichtliche Besiedlung vor etwa 2500 Jahren schließen. Bei archäologischen Untersuchungen in einem zur Bebauung vorgesehenen Areal wurden im Jahr 2020 Bestattungsreste gefunden, die vermutlich aus der Bronze- oder Eisenzeit stammen. Dazu zählten zwei Urnen, zwei Keramikschalen als Grabbeigaben sowie zwei Feuerstellen. Etwa 300 Meter von der Fundstelle entfernt gab es einige Jahre zuvor vorgeschichtliche Siedlungsbefunde. Nach Erkenntnissen des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege liegen im Gebiet um Wennebostel vielfach Hinweise auf Bestattungsplätze aus der Bronze- und Eisenzeit vor. Laut dem niedersächsischen Landesarchäologen Henning Haßmann war die Wedemark in der Zeit von 1000 vor bis 1000 nach Christi zum Teil dicht besiedelt.Julia Gödde-Polley: Nach archäologischen Funden: Experten werten historische Gegenstände aus in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 4. August 2020
Mittelalter bis heute Ein aus dem 10. Jahrhundert stammender Hof gilt als Ursprung des Dorfes Wennebostel. Auch heute noch hat der Ort einen ausgeprägt dörflichen Charakter.
Wennebostel ging 1993 im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ auf Kreisebene als Sieger hervor.
Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. März 1974 stattfand, wurde die zuvor selbständige Gemeinde Wennebostel in die Gemeinde Wedemark eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1910 1925 1933 1939 1950 1956 1973 2015 Einwohner 306 297 350 468 826 727 746 756 Quelle
Politik Ortsrat Der Ortsrat von Wennebostel setzt sich aus fünf Ratsherren zusammen. CDU: 3 Sitze Bündnis 90/Die Grünen: 1 Sitz Parteilose: 1 Sitz (Stand: Kommunalwahl 12. September 2021)
Ortsbürgermeister Der Ortsbürgermeister ist seit 2024 Christian Henn (CDU). Stellvertreterin ist Franka Hoops (CDU).
Wappen Der Entwurf des Kommunalwappens von Wennebostel stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der zahlreiche Wappen in der Region Hannover erschaffen hat. Die Genehmigung des Wappens wurde durch den Regierungspräsidenten in Lüneburg am 29. November 1966 erteilt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke
Forsthaus von 1744
Naturdenkmale, Ortsbild Die größte Eiche des Dorfes ist ein 850 Jahre altes Naturdenkmal. Dabei handelt es sich um die „Mackensen-Eiche“ auf dem Forsthof, dem im Jahr 1900 nach Fuhrberg verlegten Dienstsitz des Försters.
Hohe Eichen, Hecken von Hainbuchen und Weißdorn sowie alte Höfe und Häuser bestimmen das Bild des Ortes.
Wirtschaft und Infrastruktur mini|Firmensitz von Sennheiser in Wennebostel Unternehmen
Das Stammwerk des international tätigen Unternehmens Sennheiser electronic SE& Co. KG hat seinen Sitz in Wennebostel. Es wurde 1945 hier als Laboratorium Wennebostel gegründet.
Persönlichkeiten
Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen
Reinhold Schleese (1863–1929), Volksschullehrer und Mitbegründer der Hafengesellschaft Hannover für den Betrieb des Brinker Hafens, er war von 1884 bis 1902 Lehrer in Wennebostel Fritz Sennheiser (1912–2010), erster Ehrenbürger der Wedemark, seine Firma hat bis heute den Firmensitz in Wennebostel Karl Montag (1917–1982), Geigenbauer und Kunstmaler, er wohnte von 1952 bis 1974 in Wennebostel Günter Nagel (1936–2020), Landschaftsarchitekt und Hochschullehrer, er schuf 1999/2000 das Betriebsgelände Sennheiser in Wennebostel
Weblinks
Website der Gemeinde Wedemark
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Wedemark Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Region Hannover) Kategorie:Gemeindeauflösung 1974