Inger ist ein Stadtteil von Lohmar im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen. auf der Homepage der Stadt Lohmar Bis 1969 war Inger eine eigenständige Gemeinde.

Geographie Inger liegt im südöstlichen Lohmar. Umliegende Ortschaften und Weiler sind Fischburg im Norden, Bich, Birkhof, Hove und Hagen im Nordosten, Birk und Hochhausen (zu Neunkirchen-Seelscheid) im Osten bis Südosten, Heide und Albach im Süden sowie Krölenbroich, Lohmarhohn und Algert im Westen.Topographische Karte 1:25000

In Inger entspringt der Kierbach, ein linker Nebenfluss des Jabaches. Dieser entspringt im Jabachtal zwischen Krahwinkel und Winkel.

Gemeinde Inger Die ehemalige Honnschaft Inger gehörte vom 14. Jahrhundert an bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zum Amt Blankenberg im Herzogtum Berg. Von 1806 bis 1814 war Inger Teil der Mairie Lohmar im Arrondissement Siegburg, später im Arrondissement Mülheim am Rhein, das dem Département Rhein zugeordnet war. Nach den auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam das Rheinland zum Königreich Preußen. Die Gemeinde Inger wurde der Bürgermeisterei Lohmar (ab 1927 Amt Lohmar) im Kreis Siegburg (ab 1825 Siegkreis) im Regierungsbezirk Köln zugeordnet.Archive in NRW:

Nach einer Statistik aus dem Jahre 1888 gehörten zur Gemeinde Inger die Ortschaften (damalige Schreibweise): Albach, Algert, Bich, Birk, Breidenbach, Freiheit, Hagen, Heide, Hove, Inger, Kröhlenbroich, Neuenhaus und Winkel.Gemeindelexikon für das Königreich Preußen (PDF; 1,5 MB), Band XII Provinz Rheinland, Verlag des Königlich statistischen Bureaus (Hrsg.), 1888, S. 116 In einem Adressbuch aus dem Jahre 1901 wurde zusätzlich noch die Ortschaft Franzhäuschen (ein Haus) angegeben.Grosses Landes-Adressbuch für die einzelnen Staaten und Provinzen des Deutschen Reiches, Hannover: Berenberg, 1901, S. 171

Im Jahr 1885 hatte die Gemeinde 666 Einwohner, die in 154 Häusern lebten. Die Einwohner gehörten ausnahmslos dem katholischen Glauben an. Die Gemarkung der Gemeinde betrug 707 ha davon waren 422 ha Ackerland, 54 ha Wiesen und 179 ha Wald.

Zum 1. August 1969 wurde das Amt Lohmar, zu dem die Gemeinde Inger bis dahin verwaltungsmäßig gehörte, im Rahmen der kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn (Bonn-Gesetz) aufgelöst und die Gemeinde Inger in die neu gebildete amtsfreie Gemeinde Lohmar eingegliedert.Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn (Bonn-Gesetz) vom 1. Juli 1969; § 13

Einwohnerentwicklung JahrEinwohner181669118437871871726190566219611263 Quelle: Volkszählungen 1816 bis 1970Volkszählungsergebnisse von 1816 bis 1970 der Städte und Gemeinden. Beiträge zur Statistik des Rhein-Sieg-Kreises, Bd. 17, Siegburg 1980, S. 74.

Verkehr Inger liegt an der Kreisstraße 13. Der Ort gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Lohmar Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Rhein-Sieg-Kreis) Kategorie:Gemeindeauflösung 1969