120px|rechts|Wappen der Stadt Rottenburg am Neckar

Die Stadt Rottenburg am Neckar hat seit 1851 den folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Hinweis: Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Datum der Zuerkennung.

Ehrenbürger der Stadt Rottenburg miniatur|160px|Eugen Bolz 1851: Ignaz von Jaumann, Domkapitular, Altertumsforscher 1901: Hermann Wittich, Regierungsrat 1904: Gustav Holzherr, Privatier 1909: Karl Bitzenauer, Stadtpfarrer 1924: Paul Wilhelm von Keppler, Bischof 1930: Karl Landsee, Kaufmann 1931: Alois Kremmler, Oberstudiendirektor 1931: Eugen Bolz (1881–1945 (hingerichtet in Berlin-Plötzensee)), Politiker und Widerstandskämpfer 1947: Joannes Baptista Sproll, Bischof 1947: Max Kottmann, Generalvikar 1949: Josef Schneider, Bürgermeister und Kanzleidirektor a. D. 1958: Franz Anton Buhl, Oberlehrer und Heimatforscher 1961: Josef Eberle, Dichter und Verleger 1967: Alfred Planck, Fabrikant, Mitinhaber des Foquet-Werks Frauz & Planck 1968: Carl Joseph Leiprecht, Bischof 1988: Georg Moser, Bischof 1995: Winfried Löffler, Oberbürgermeister a. D. 2008: Walter Kardinal Kasper, ehemaliger Bischof von Rottenburg-Stuttgart und Kurienkardinal 2020: Jean Louis Barth, Bürgermeister a. D. von Ablis 2021: Wilfried Ensinger, Unternehmer 2023: Gebhard Fürst, Bischof 2026: Ursula Sieber, Verwaltungsfachfrau, Gemeinderatsmitglied a. D., sozial, kirchlich und kulturell Engagierte

Ehrenbürger ehemals selbständiger Gemeinden

Bad Niedernau 1891: Kilian von Steiner, Bankier

Ergenzingen 1919: Hieronymus Baur, Bürgermeister 1961: Alfons Leykauf, Pfarrer. Ehrenbürgerrecht 2016 entzogen 1965: Maximilian Schier, Oberlehrer

Frommenhausen ?: Rudolph Freiherr von Wagner-Frommenhausen, württembergischer Kriegsminister 1908: Ludwig Franz Freiherr von Wagner, Generalleutnant

Kiebingen 1938: Karl Franz Ferdinand Viktor Osterwald, Betriebsleiter des Elektrizitätswerks

Obernau 1918: Ignaz Kleiner, Pfarrer 1947: Otto Heine, Pfarrer

Wendelsheim

1917: Karl Stier, Pfarrer 1919: Lukas Baur, Schultheiß Wurmlingen 1905: Sebastian Bauer, Dekan 1953: Franz Joseph Fischer, Weihbischof 1961: Stefan Kruschina, Pfarrer. Ehrenbürgerrecht 2011 entzogen

Entzug der Ehrenbürgerwürde Am 11. Mai 2010 beschloss der Gemeinderat dem ehemaligen Wurmlinger Pfarrer Stefan Kruschina die Ehrenbürgerwürde posthum zu entziehen, nachdem sich auch der Wurmlinger Ortschaftsrat einstimmig dafür aussprach. Im Rahmen des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche war bekannt geworden, dass Kruschina während seiner Zeit als Wurmlinger Pfarrer von 1953 bis 1965 Jungen „sexuell missbraucht und brutal gezüchtigt“ hat. Die von Bischof Gebhard Fürst eingesetzte Kommission „Sexueller Missbrauch“ sieht die Vorwürfe als erwiesen an. Der 1991 verstorbene Pfarrer erhielt die Ehrenbürgerwürde 1968 von der damaligen Gemeinde Wurmlingen aufgrund von Verdiensten um die Wurmlinger Kapelle und das Gemeindehaus. Nach Eingemeindung Wurmlingens ging die Ehrenbürgerschaft auf die Stadt Rottenburg über.Schwäbisches Tagblatt, Rottenburger Post vom 15. Mai 2010 - Seite 25 und 37

Ebenso beschloss der Gemeinderat am 12. Mai 2016, dem ehemaligen Ergenzinger Pfarrer Alfons Leykauf die Ehrenbürgerwürde posthum zu entziehen, da dieser nach Angabe der bischöflichen Kommission „Sexueller Missbrauch“ drei Mädchen aus dem Kinderheim St. Josef in Gutenzell-Hürbel, Landkreis Biberach, über mehrere Jahre sexuell missbraucht hatte. Auch in diesem Fall war die Ehrenbürgerschaft nach der Eingemeindung von Ergenzingen auf die Stadt Rottenburg übergegangen.

Einzelnachweise

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