Anton Egloff (* 11. Juli 1933 in Wettingen, Kanton Aargau; † 19. Juli 2025 in Luzern) war ein Schweizer Bildhauer.

Biografie Von 1957 bis 1959 machte Egloff eine Ausbildung in der Bildhauerklasse der Schule für Gestaltung Luzern. Danach studierte er bis 1964 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf (Prof. M. Sieler), wo er anschliessend Assistent wurde. Er hatte Arbeitskontakte mit Joseph Beuys und Gotthard Graubner.

Von 1964 bis 1990 war Egloff Lehrer an der Schule für Gestaltung Luzern. Dort baute er die Abteilung Freie Kunst auf, die er bis 1990 leitete.

Verschiedene Studienaufenthalte führten Egloff ins Ausland. So war er unter anderem 1991 in London (Atelieraufenthalt der Kulturstiftung Landis & Gyr, Zug) und 2005 in Prag (Atelieraufenthalt des Aargauer Kuratoriums).

Er lebte und arbeitete ab 1964 in Luzern.

Werk (Auswahl) Als Plastiker und Zeichner fasste Anton Egloff den Skulpturbegriff weit: Er liess die Autonomie des Kunstwerkes grundsätzlich unangetastet und legte Wert auf hohe ästhetische Qualitäten seiner Skulpturen und Arbeiten auf Papier.

Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen Aargauer Kunsthaus Aarau Kunstmuseum Luzern Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen Das Schubladenmuseum von Herbert Distel (Kunsthaus Zürich) Sammlung Peter Ludwig, Aachen D Sammlung Burgauer, Zürich Sammlung Theo Hotz, Meilen Schweizerische Eidgenossenschaft Kanton Zürich Kanton Luzern

Künstlerische Projekte im öffentlichen Raum 1963: Wettingen, Triptychon in Bronze und Brunnen beim EW 1990–1995: Rigiplatz Zug. 4 skulpturale Interventionen A. Egloff mit C. Perrin, F. Paolucci, A. Wolfensberger 1991: Bildstock Wachstumslinie auf dem Kulturweg Limmat 1992: WSL ETH Birmensdorf, 3 skulpturale Orte 1994: CKW Rathausen, 2-teilige Konstellation 1995: Bakom Biel/Bienne, Hören Ost Süd West Nord, Raumkonstellation mit 4 farbigen Steinquadern und Textlinien in Bronze 1996: Luzern Kantonsspital: Installation im Lichthof der psychiatrischen Klinik 1998: Sursee: Gestaltung des Stadtplatzes am «Obertor». Brunnengestaltung in der Altstadt. 2000/2002: Expo 02 Murten: Un ange passe, Cabane parole, plastisch-räumliches Projekt. 2006 Luzern, Lukaskirche: Livre Sculpture, Raum der Stille

Preise (Auswahl) 1961: Preis der Poensgen-Stiftung Düsseldorf 1972: Anerkennungspreis der Stadt Luzern 1984: Kunst- und Kulturpreis der Stadt Luzern 1992/1996: Werkbeiträge des Aargauer Kuratoriums 1993: Ehrengabe der Jubiläumsstiftung der Schweizerischen Bankgesellschaft

Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl)

(Jahr, Titel der Ausstellung und Präzisierung ob Einzel- oder Gruppenausstellung fehlen. Zudem ist die Liste zu rudimentär gehalten) Kunsthaus Glarus Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen Kunstmuseum Luzern

Literatur (Auswahl) Anton Egloff, Storefront. Edizioni Periferia, Luzern 2012, ISBN 978-3-906016-02-3. Anton Egloff, Subskulptur, das plastische Werk. Edizioni Periferia, Luzern 2003, ISBN 3-907474-02-3. Anton Egloff. Projekt-Projektionen. [Text:] Niklaus Oberholzer. Periferia, Poschiavo/Luzern 1997. Anton Egloff: London Journal. Galleria Edizioni Periferia, Poschiavo/Luzern . Anton Egloff. Kunstmuseum Luzern, 1991. Texte: Niklaus Oberholzer, Martin Schwander. Luzern 1991. Peter Jenny: Kunst im öffentlichen Raum. Die Kunstwerke von Anton Egloff an der Kantonsschule in Glarus. Zürich . Anton Egloff. Skulpturen und Zeichnungen. [Text:] Niklaus Oberholzer. Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen 1986. Anton Egloff. Plastiken, Objekte und Collagen. [Text:] Peter F. Althaus. Galerie Raeber Luzern 1970.

Weblinks

Einzelnachweise

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