Christiane Pohle (* 1968 in Berlin Bayerische Staatsoper, abgerufen am 17. März 2020) ist eine deutsche Regisseurin.

Leben Christiane Pohle absolvierte eine Schauspielausbildung in Hamburg. Ihre erste Regiearbeit war Sitzen in Hamburg, eine Bearbeitung von Tschechows Die drei Schwestern, die sie gemeinsam mit der von ihr mitbegründeten Theatergruppe Laborlavache! entwickelte. Sie wurde mit dem Impulse-Preis für Freies Theater und dem von der Akademie für Darstellende Künste und der Stadt Bensheim vergebenen Förderpreis für Regie 2001 ausgezeichnet.

Pohle wirkte unter anderem an folgenden Bühnen: Schaubühne am Lehniner Platz, Bayerische Staatsoper, Sophiensaele Berlin, TIF Dresden, Stadttheater Freiburg, Thalia Theater Hamburg, Kampnagel Hamburg, Burgtheater Wien, Schauspielhaus Zürich, für die RuhrTriennale, die Salzburger Festspiele, das Staatstheater Stuttgart, die Oper Bremen, das Schauspielhaus Graz, die Kammerspiele München und das Staatsoper Stuttgart.

Christiane Pohle wurde zweimal für den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Beste Regie“ nominiert. 2015 war sie in München Mitgründerin der Kunst- und Performanceplattform „hothouse for rough translations [h4rt]“. Ein Großteil der von Christiane Pohle realisierten Regiearbeiten und künstlerischen Konzepte entstehen in Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen Malte Ubenauf.

Als Dozentin und Honorarprofessorin für Schauspiel/Regie war und ist Pohle u. a. an der Universität der Künste Berlin, der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, der Otto-Falckenberg-SchuleLehrende Schauspiel 2021, otto-falckenberg-schule.de, abgerufen am 7. Juni 2021 München und der Bayerischen Theaterakademie München tätig. Von 2012 bis 2019 war Christiane Pohle Studiengangsleiterin für Schauspiel an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg.

Christiane Pohle lebt in München und Triest.

Inszenierungen (Auswahl) 1999: Kammerspiele Hamburg, im Rahmen des Festivals die Wüste lebt, sitzen in Hamburg nach Anton Tschechows Drei Schwestern 2000: Kampnagel Hamburg/Schauspielhaus Zürich, nach Maxim Gorki Sommergäste 2001: Theaterhaus Jena/TIF Dresden/sophiensaele Berlin, Gesine Danckwart Täglich Brot 2002: Schaubühne Berlin, Abi Morgan Splendour 2002: Schauspielhaus Zürich, nach Johann Wolfgang von Goethe Clavigo 2002: Theater Freiburg/sophiensaele Berlin, nach Peter Høeg Der Plan von der Abschaffung des Dunkels 2002: TIF Dresden, Roland Schimmelpfennig Push Up 2003: Kammerspiele München, Jon Fosse Da kommt noch wer 2003: Kulturhauptstadt Graz/Burgtheater Wien, Gert Jonke Chorphantasie 2003: Schauspielhaus Zürich, Falk Richter Electronic City 2003: Schauspielhaus Zürich, Peter Stamm Apres Soleil 2004: Salzburger Festspiele/Kammerspiele München, Joanna Laurens 5 Goldringe 2004: Schauspielhaus Zürich, Sibylle Lewitscharoff Pong 2004: Thalia Theater Hamburg, Ferdinand Bruckner Früchte des Nichts 2004: Theater Freiburg, nach Jean Paul Sartre Die Fliegen 2005: Burgtheater, Wien, Gert Jonke Die versunkene Kathedrale 2005: Ruhrtriennale, Gert Jonke Seltsame Sache 2005: sophiensäle, Berlin, Christiane Pohle / Robert Lehniger / Maria Alice Bahra / Malte Ubenauf Betrachte meine Seel 2006: Münchner Kammerspiele, Friedrich Schiller Die Räuber 2006: Münchner Kammerspiele, Peter Licht Wir werden siegen (Und das ist erst der Anfang) 2006: Thalia Theater Hamburg, Thomas Bernhard Auslöschung 2007: Münchner Kammerspiele, nach Motiven von Wolfram von Eschenbach Parzival in der Stadt (Ein Projekt) 2007: Salzburger Festspiele, Düsseldorfer Schauspielhaus, Thomas Bernhard Ein Fest für Boris 2007: Theater Basel, Christiane Pohle/Robert Lehniger/Miriam Ehlers/Malte Ubenauf zones of my exclusions 2008: Burgtheater Wien, Gert Jonke Freier Fall 2008: Münchner Kammerspiele, Ödön von Horváth Zur schönen Aussicht 2008: Theater Basel, Thomas Bernhard Alte Meister 2009: Bayerische Staatsoper, Jay Schwartz, Narcissus und Echo 2009: Münchner Kammerspiele, Anja Hilling Bulbus 2009: Thalia Theater Hamburg, nach Juan Goytisolo Die Marx-Saga 2010: Pathos München/Theater Basel, nach Fjodor M. Dostojewski Der Spieler 2010: Thalia Theater Hamburg (Thalia in der Gaußstraße), John Osborne Der Entertainer 2011: Centraltheater Leipzig, Georg Kaiser, Von morgens bis mitternachts 2011: Münchner Kammerspiele, Rainald Goetz Jeff Koons 2011: Thalia Theater Hamburg, Anton Tschechow, Drei Schwestern 2012: Theater Basel, Wilhelm Jacoby/Carl Laufs, Pension Schöller 2012: Theaterakademie Ludwigsburg, nach Matias Faldbakken und Thomas Mann Desirevolution 2013: Schauspielhaus Graz, nach dem Roman von Thomas Bernhard Der Untergeher 2013: Bayerische Staatsoper, Hans Werner Henze Elegie für junge Liebende 2014: Oper Bremen, Christiane Pohle Pomp and Circumstances - Music for a Kingdom 2014: Schauspiel Stuttgart, Dieter Roth Hirnbonbon 2014: Schauspiel Stuttgart, nach dem Roman von Thomas Mann Der Zauberberg 2014: Schauspielhaus Graz, Gert Jonke Gegenwart der Erinnerung 2015: Bayerische Staatsoper, Debussy/Materlink Pelléas et Mélisande 2015 5.6.-11.6. (tot) 15.6. (Auferstehung) – Schauspielprojekt nach Einar Schleef (Abschlussinszenierung der Schauspiel-Studierenden der ADK). Das Projekt wurde zum ENCOUNTER-FESTIVAL nach Brno eingeladen und ausgezeichnet. 2015–2017 hothouse for rough translations [h4rt] 2016: hothouse for rough translations [h4rt] München, Christiane Pohle & Ensemble Simultan 2017: hothouse for rough translations [h4rt], en face - 6 Portraits (eine Produktion mit Studierenden des Dramaturgie-Studienganges der Theaterakademie August Everding) 2019: Staatsoper Stuttgart, W.A. Mozart/Da Ponte Le nozze di Figaro 2020: Kammerspiele München, Elfriede Jelinek REINGOLD - ein Bühnenessay (Abschlussinszenierung der Schauspiel-Studierenden der OFS) 2021: Luzerner Theater, Hermann Burger Schilten 2021: Lausitz-Festival in Koproduktion mit NB Senftenberg, Elfriede Jelinek REINGOLD - ein Bühnenessay 2021: Münchener Biennale, Anda Kryeziu / Yair Klartag / Katharina Vogt / Tobias Eduard Schick / Ror Wolf Große Reise in entgegengesetzter Richtung (Produktion&Film) 2022: LTT Tübingen, Georg Büchner Woyzeck 2022: Münchener Biennale, Ann Cleare/A.L. Kennedy The Little Lives (UA) 2023: Staatstheater Kassel, Operation Abendsonne (UA) 2023: Theater Bremen, Patty Hamilton Schmerz Camp (UA) 2024: Theater Bremen, von Elfriede Jelinek Sonne / Luft 2024: Staatstheater Kassel, Leoš Janáček Kát‘a Kabanová 2024: Schauspielhaus Wien, Mazlum Nergiz Am Fluss (UA), Koproduktion mit dem Nationaltheater Bratislava SND, Einladung zum Theaterfestival Brno. 2025: HfMT und Malersaal Schauspielhaus HH (Abschlussinszenierung der Schauspiel-Studierenden der HfMT), Thomas Köck Eigentum (let’s face it we’re fucked) 2025: Staatstheater Cottbus, IMMER WIEDER WÄCHST DAS GRAS - eine Unermüdlichkeit mit Texten und Liedern von Gerhard Gundermann

Auszeichnungen 2001: Impulse-Preis für Freies Theater 2001: Förderpreis für Regie der Stadt Bensberg und der Akademie der Darstellenden Künste 2006: Nestroy-Nominierung in der Kategorie Beste Regie 2008: Nestroy-Nominierung in der Kategorie Beste Regie

Weblinks Christiane Pohle auf den Seiten des Schauspiel Stuttgarts auf den Seiten der Münchner Kammerspiele

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (München) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1968 Kategorie:Frau