mini|Max Tietböhl Max Ernst Emil Tietböhl (* 8. Februar 1902 in Breest, Kreis Demmin, Vorpommern;Standesamt Golchen (jetzt Altentreptow): Geburtsregister Golchen für das Jahr 1902: Geburtsregistereintrag Nr. 12/1902. † 5. November 1945 in Sommerfeld (Kremmen), BrandenburgStandesamt Beetz: Sterbeurkunde Nr. 200/1945.) war ein deutscher Politiker (NSDAP).
Leben und Tätigkeit Tietböhl war ein Sohn des Arbeiters Carl Johann Friedrich Tietböhl (* 16. Oktober 1865) und seine Ehefrau Alwine Wilhelmine Caroline Schreiber (* 28. April 1865 in Breest).
Zum 1. März 1928 trat Tietböhl in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 76.738).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/44760312 Bereits 1927 wurde er Ortsgruppenleiter und Kreisleiter der Partei in Pyritz. Später war er Bezirksleiter der NSDAP von fünf Kreisen in Mittelpommern.
Anlässlich der Wahl zum Preußischen Landtag des Jahres 1932 zog Tietböhl als Abgeordneter seiner Partei in den Preußischen Landtag ein, dem er anschließend knapp eineinhalb Jahre lang, bis zur Auflösung dieser Körperschaft im Herbst 1933, angehörte.
Bei der Reichstagswahl November 1933 wurde Tieböhl in den nunmehr funktionslosen Reichstag gewählt, dem er bis zum März 1936 als Abgeordneter der NSDAP für den Wahlkreis 6 (Pommern) angehörte.
Tietböhl war ferner Gaubetriebszellenobmann der NSDAP im Gau Pommern und Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront im Bezirk Pommern.
1936 wurde Tietböhl zum Leiter der Reichsbetriebsgemeinschaft Holz in Berlin ernannt.Nationalsozialistische Partei-Korrespondenz, NSK-Nachrichten Folge 116, 1936; Jahresbericht des Deutschen Forstvereins 1937, S. 70
Im Berliner Adressbuch von 1943 ist Tietböhl noch als Reichsamtsleiter mit Wohnsitz in der Landecker Straße 10 in Schmargendorf nachweisbar.Eintrag zu Max Tietböhl im Berliner Adressbuch für das Jahr 1943.
Tietböhl starb wenige Monate nach Ende des Krieges in der Lungenheilstätte „Waldhaus Charlottenburg“ im märkischen Wald an Lungentuberkulose.
Ehe und Familie
Tietböhl heiratete am 14. März 1939 Hannah Ohly (* 15. April 1913 in Kobe, Japan). Seine Trauzeugen waren Otto Hergt und Hans Rehberg.Standesamt Schmargendorf: Heiratsregister 1939, Heiratsurkunde Nr. 95/1939.
Schriften Die Holzbauindustrie im Leistungskampf der deutschen Betriebe. Vortrag auf der Mitgliederversammlung der Fachuntergruppe Holzhaus-, Hallen- und Barackenbau am 28. Nov. 1938 in Köln, s. l. 1938.
Literatur
Joachim Lilla (Bearb.): Die Stellvertretenden Gauleiter und die Vertretung der Gauleiter der NSDAP im „Dritten Reich“. (=Materialien aus dem Bundesarchiv, Heft 13) Koblenz 2003, ISBN 3-86509-020-6.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945) Kategorie:Mitglied des Preußischen Landtags (Freistaat Preußen) Kategorie:Person (Pommern) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1902 Kategorie:Gestorben 1945 Kategorie:Mann Kategorie:Kreisleiter (NSDAP)