Dieser Artikel enthält die Ergebnisse der Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen 2009 der Kreise und kreisfreien Städte mit den Anfangsbuchstaben H bis K.
Hagen
In Hagen sind zwei Wählergemeinschaften im Rat vertreten: Hagen Aktiv (HA) und Bürger für Hagen (BfH).
Stadtrat von Hagen: Wähleranteil und Sitze seit 1994 Wahlperiode CDU SPD Grüne FDP PDS/Die Linke REP BfH HA/FWG XII: 1994–1999 35,5 23 48,7 31 8,2 5 3,2 – 2,5 – 59 XIII: 1999–2004 45,5 27 39,8 23 5,9 3 4,6 3 3,2 2 58 XIV: 2004–2009 37,3 22 36,2 21 7,3 4 5,3 3 2,6 2 3,4 2 4,4 3 2,3 1 58 XV: 2009–2014 33,3 20 29,3 17 11,9 7 7,6 4 4,1 2 2,1 2 3,6 2 7,7 5 58
Hamm Die kreisfreie Stadt Hamm hat 183.065 Einwohner (31. Dezember 2007) und einen Rat mit 58 Mitgliedern. In Hamm sind drei Wählergruppen tätig: die Freie Wählergemeinschaft Hamm (FWG), die Bürgergemeinschaft Hamm (BG) und der Liberale Aufbruch Hamm (LA). Letzterer war noch nie im Rat vertreten, versuchte aber schon 2004 Mandate zu gewinnen.
Stadtrat von Hamm
Das Ratsmitglied der Bürgergemeinschaft Hamm (BG) Peter Keßler war langjähriges Mitglied der Partei Republikaner gewesen und saß für sie bereits im Rat.Christoph Butterwegge, Birgit Griese, Coerw Krüger, Lüder Meier, Gunther Niermann, Rechtsextremisten in Parlamenten, Leske + Budrich 1997, S. 183.
Die Deutsche Seniorenpartei löste sich am 20. Juli 2007 auf. Somit wurde ihr Ratsmitglied Günter Naust parteilos. Den Grünen ging 2005 ihr Ratsmitglied Uwe Atorf (jetzt parteilos) verloren. Das Ratsinformationssystem der Stadt Hamm führt bei den Wählergruppen die Vertreterin der FWG auch als parteilos, jenen der BG jedoch nicht.
Stadtrat von Hamm: Wähleranteil und Sitze seit 1994 Wahlperiode CDU SPD Grüne FDP REP DSP FWG LA BG pl. XII: 1994–1999 42,1 26 41,5 26 6,6 4 1,7 – 1,9 – 5,2 3 59 XIII: 1999–2004 49,6 29 35,8 21 5,4 3 2,4 1 – – 6,8 4 58 XIV: 2004–200920052007 47,3 28 34,5 20 7,5 43 3,0 2 1,8 1 1,4 10 2,4 1 0,8 – 1,2 1 –,- 12 58 XV: 2009–2014 47,0 27 32,2 18 8,2 5 5,7 3 4,7 3 1,2 1 - - 0,9 1 58Quellen: Die Landeswahlleiterin (www.wahlen.lds.nrw.de) und Stadt Hamm () Ergebnis für FWG 1994 ist bei der Landeswahlleiterin als „sonstige“ angegeben.
Oberbürgermeister
Der Kandidat der CDU: Thomas Hunsteger-Petermann Der Kandidat der SPD: Hans Estermann Der Kandidat der Grünen: Reinhard Merschhaus Der Kandidat der FDP: Norwin Wegner Die Kandidatin der FWG: Frauke Walther Der Kandidat des Liberalen Aufbruchs Hamm: Georg Schroeter
Kreis Heinsberg
Im Kreis Heinsberg haben gleich fünf Abgeordnete die Partei verlassen, für die sie in den Kreistag gewählt wurden.
Am 30. Juni 2008 sind die drei Kreistagsabgeordneten der FDP Walter Leo Schreinemacher, Heinz-Jürgen Wolter und Frank Schott aus der Fraktion der FDP ausgetreten und haben die Fraktion Unabhängige Bürger (UB) gegründet. Ihr Mandat waren sie nicht bereit an die Partei zurückzugeben.
Der ehemalige Unterbezirksvorsitzende und Kreistagsfraktionsvorsitzende Franz-Josef Fürkötter trat im November 2008 nach internen Machtkämpfen aus der SPD aus und ist nun fraktionslos. Heinz-Wilhelm Schmitz Leiter der AWO Pflege in Heinsberg ist ebenfalls fraktionslos.
Kreistag des Kreises Heinsberg: Wähleranteil und Sitze seit 1994 Wahlperiode CDU SPD Grüne FDP NPD UB fl. Tag XII: 1994–1999 51,1 30 35,4 20 9,0 5 4,5 – 55 XIII: 1999–2004 58,9 32 29,7 16 6,3 3 5,1 3 54 XIV: 2004–20092008 54,8 29 25,8 1412 9,0 5 8,8 52 1,5 1 –,- -3 –,- 2 54 51,8 29 XV: 2009–2014 19,8 11 9,7 5 9,0 5 4,7 2 3,5 2 1,6 1 - - - - 54Quellen: Die Landeswahlleiterin (www.wahlen.lds.nrw.de) und Kreis Heinsberg www.kreis-heinsberg.de
Kreis Herford
Im Kreis Herford haben sich die Wählergruppen zu den Freien Wählern im Kreis Herford (FWKH) zusammengeschlossen.
Kreistag Herford: Wähleranteil und Sitze Wahlperiode CDU SPD Grüne FDP FWKH Tag XII: 1994–1999 40,0 23 46,6 27 9,0 5 4,2 – 55 XIII: 1999–2004 47,6 25 41,8 22 5,5 3 4,7 2 52 XIV: 2004–2009 41,8 21 39,1 20 9,0 4 6,4 3 3,1 2 50 XV: 2009–2014 Landeswahlleiterin Stärkste Partei farblich hervorgehoben.
Herne
Herne ist eine Hochburg der SPD. 2004 erreichte sie hier mit 44,6 % der Stimmen noch 12,9 Prozentpunkte mehr als im Landesschnitt. Links der SPD gibt es gleich zwei Parteien: die Linke und die Alternative Liste.
Herne ist ebenfalls eine Hochburg der Republikaner, die 2004 mit 4,7 % Wähleranteil 4,1 Prozentpunkte mehr als im Landesdurchschnitt erreichten.
Stadtrat Herne
Stadtrat Herne: Wähleranteil und Sitze Wahlperiode CDU SPD Grüne FDP REP PDS AL Tag XII: 1994–1999 28,8 18 58,0 36 9,3 5 1,3 – 2,6 – 59 XIII: 1999–2004 40,1 23 44,5 26 6,4 4 1,8 1 3,7 2 3,4 2 58 XIV: 2004–2009 31,2 21 44,6 2930 8,4 65 3,3 2 4,7 3 3,4 23 4,3 32 66 XV: 2009–2014 Stärkste Partei farblich hervorgehoben. Absolute Mehrheit fett. AL: Alternative Liste Herne für soziale Gerechtigkeit, Arbeit und Demokratie. Das Ergebnis der Grünen 1994 stammt von der Wählergemeinschaft Die Grünen Herne.
Die vier Bezirksvertretungen von Herne
Die kreisfreie Stadt Herne besteht aus den vier Bezirken Eickel, Herne-Mitte, Sodingen und Wanne. Die Vorsteher der Bezirksvertretungen nennen sich in Herne Bezirksvorsteher.
Die vier Bezirksvertretungen von Herne: Wähleranteil und Sitze Wahlperiode Bezirk CDU SPD Grüne AL FDP Rep Lin sonst. BV XIV: 2004–2009 Eickel 5 7 1 1 1 1 1 17 Herne-Mitte 6 8 2 1 1 1 19 Sodingen 4 9 1 1 1 19 Wanne 6 7 3 1 17 Gesamt 21 31 4 5 2 4 1 1 72 XIV: 2009–2014 Eickel 17 Herne-Mitte 19 Sodingen 19 Wanne 17 Gesamt 72 AL: Alternative Liste Herne für soziale Gerechtigkeit, Arbeit und Demokratie – Lin: Die Linke
Herner Oberbürgermeister Der Amtsinhaber Horst Schiereck von der Herner SPD stellt sich zum ersten Mal einer Wiederwahl. Sein Hauptkontrahent Markus Schlüter von der Herner CDU tritt nach 2004 schon zum zweiten Mal gegen ihn an.
Wahl des Herner Oberbürgermeisters Partei 2004 2009 Kandidat 26. Sep. 10. Okt. Kandidat 30. Aug. CDU Markus Schlüter 33,9 36,8 Markus Schlüter 29,2 SPD Horst Schiereck 47,6 63,2 Horst Schiereck´ 59,3 GRÜNE Dorothea Schulte 7,8 – FDP Martina Balzk 3,0 – Thomas Bloch 6,9 PDS Andreas Ixert 3,6 – – – Die Linke – – – – REP Wilhelm Elbracht 4,2 – Bernd Blech 4,5
Hochsauerlandkreis
Der Hochsauerlandkreis ist tiefschwarz. Die CDU erreicht hier in einzelnen Kommunen bis zu 4/5 der Wählerstimmen. Nur in zwei Kommunen erreichte sie 2004 nicht die absolute Mehrheit.
Auf kommunaler Ebene sind freie Wählergemeinschaften sehr stark. In Schmallenberg erreichten diese 2004 Platz 2 und 3 und verbannten die SPD auf Platz 4.
Die Grünen sind zu tiefst zerstritten. Von der Grünen Kreistagsfraktion spalteten sich die zwei Kreistagsabgeordneten Reinhard Loos und Matthias Schulte-Huermann ab und gründeten die Kreistagsfraktion Sauerländer Bürgerliste, die sich am 30. August zum ersten Mal einer Kreistagswahl stellen muss. Auslöser des Zerwürfnisses ist Harald Friedrich, ehemaliger Abteilungsleiter im Nordrhein-Westfälischen Umweltministerium unter Bärbel Höhn und die Schuld der Ministerin im PFT-Skandal um verunreinigtes Trinkwasser.
Kreistag Im Kreistag des Hochsauerlandkreises hat die CDU seit Jahren die absolute Mehrheit inne.
Kreistag des Hochsauerlandkreises: Wähleranteil und Sitze Wahlperiode CDU SPD FDP Grüne SBL Tag XII: 1994–1999 53,5 31 35,6 20 3,9 – 7,0 4 55 XIII: 1999–2004 61,7 33 29,5 16 4,6 3 4,2 2 54 XIV: 2004–2009 59,7 32 26,1 14 7,6 4 6,6 42 –,- 02 54 XV: 2009–2014 SBL: Sauerländer Bürgerliste (Abspaltung von der Grünen Kreistagsfraktion)
Landrat Nachdem der CDU-Landrat Franz-Josef Leikop nach seiner Wahl 2004 nicht mal 10 Monate später aus Altersgründen zurückgetreten war, war im Hochsauerlandkreis 2005 eine Nachwahl nötig, die Karl Schneider (CDU) gewann.
Wahl des Landrats Partei 2004 2005 2009 Kandidat 26. Sep. Kandidat 18. Sept. Kandidat 30. Aug. CDU Franz-Josef Leikop 66,8 Karl Schneider 55,1 SPD Eckhard Scholz 26,5 Michael Schult FDP Karl Peter Brendel 6,7 Josef Mühlenbein Grüne Reinhard Loos
Kommunalvertretungen
Der Hochsauerlandkreis besteht aus 10 Städten und 2 Gemeinden.
Kommunalvertretungen: Bürgermeister, Parteien: Wähleranteil und Sitze Wahlperiode Kommune Bürgermeister CDU SPD Grüne FDP WG1 BV XIV:2004–2009 Arnsberg Hans-Josef Vogel CDU 53,3 25 32,2 15 6,8 3 7,6 3 46 Brilon Franz Schrewe SPD 45,6 17 42,1 16 – – 5,8 2 6,5 3 38 Hallenberg Michael Kronauge CDU 78,4 16 6,2 1 – – – – 15,5 3 20 Marsberg Hubertus Klenner parteilos 47,9 18 32,8 13 6,0 2 – – 10,2 4 3,0 1 38 Medebach Heinrich Nolte CDU 56,1 16 12,5 4 – – 8,8 2 22,6 6 – – 28 Meschede Hans-Ulrich Hess CDU 50,9 22 22,3 10 4,6 2 7,3 3 14,8 7 – – 44 Olsberg Elmar Reuter CDU 65,1 25 28,0 11 6,9 2 – – – – – – 38 Schmallenberg Bernhard Halbe CDU 62,1 24 11,3 4 – – – – 14,9 6 11,7 4 38 Sundern Detlef Lins CDU 59,8 23 23,6 9 7,0 3 9,5 3 – – – – 38 Winterberg Werner Eickler CDU 68,2 22 31,8 10 – – – – – – – – 32 Bestwig Christof Sommer CDU 62,1 16 37,9 10 – – – – – – – – 26 Eslohe Reinhold Weber CDU 69,9 22 17,6 6 – – 12,5 4 – – – – 32 Gesamt Hochsauerlandkreis 246 109 12 17 34 418 XIV:2009–2014 Arnsberg 46 Brilon 38 Hallenberg 20 Marsberg 38 Medebach 28 Meschede 44 Olsberg 38 Schmallenberg 38 Sundern 38 Winterberg 32 Bestwig 26 Eslohe 32 Gesamt Hochsauerlandkreis – – 418 Brilon:WG1: Briloner Bürgerliste – Hallenberg:WG1: Bürger für Hallenberg (BfH) – Marsberg:WG1: Bürgergemeinschaft; WG2: WIR für Marsberg – Medebach: WG1: freie Wählergruppe – Meschede: WG1: Unabhängige Wählergemeinschaft Meschede (UWG) – Schmallenberg: WG1: Unabhängige Wählergemeinschaft Schmallenberg (UWG) (CDU-Dissidenten); WG2: Bürgergemeinschaft für Schmallenberg (BfS) (SPD-Dissidenten)
Kreis Höxter
Kreistag Wahlperiode CDU SPD Grüne FDP WG1 2004–2009 24 10 3 2 3
Köln
Siehe Kommunalwahl in Köln 2009
Kreis Kleve
Kreistag Wahlperiode CDU SPD Grüne FDP Linke 2004–2009 29 14 6 5 – 2009–2014 28 12 6 6 2
Krefeld
2004 wurden vier Vertreter von drei Wählergruppen in den Krefelder Stadtrat gewählt. Der Krefelder Kreis / die Unabhängigen und die KWG bildeten unter dem Vorsitz von Ralf Krings eine Fraktionsgemeinschaft. Nachdem dieser von Frank Lippke als Fraktionsvorsitzender abgelöst wurde, verließ er die Fraktion und blieb mit seiner Krefelder Wählergemeinschaft – Die Unabhängigen (KWG) fraktionslos.
Im Januar 2008 verließ Wilfried Lattrich die FDP-Fraktion und schloss sich der Fraktion Krefelder Kreis / die Unabhängigen an. Wenige Tage darauf verließ der bisherige Fraktionsvorsitzende Frank Lippke die Fraktion, um für die Unabhängigen nun ebenfalls fraktionslos im Rat zu sein.
Im November 2008 verließ Andreas Drabben die CDU-Fraktion und gründete mit Frank Lippke die Krefelder Bürgerpolitik.
Somit hat die Ratskoalition aus CDU und FDP auch mit der Bürgermeisterstimme keine Mehrheit mehr. Der Krefelder Kreis bildet z. Zt. eine Fraktion mit dem UKB. Die KB (Krefelder Bürgerpolitik) bildet eine Gruppe im Rat der Stadt Krefeld.
Stadtrat von Krefeld: Wähleranteil und Sitze Wahlperiode KWG UKB KK KB RAT XIV: 2004–2009Jan. 2008Nov. 2008 42,4 2625 28,6 18 12,6 8 9,1 65 3,5 21 2,6 1 1,0 12 12 62 XV: 2009–2014 35,59 21 30,67 18 14,41 8 10,24 6 1,5 1 0 0 1,46 1 1,68 1 58
Einzelnachweise
Weblinks www.briloner-buergerliste.de www.buerger-fuer-hallenberg.de uwg-meschede.de www.uwg-schmallenberg.de www.bfs-schmallenberg.de
Quellen
Kommunalwahlgesetz (KWahlG NRW) Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) Gesetz über den Regionalverband Ruhr (RVRG) Innenministerium Die Landeswahlleiterin
#H-K